Aussprache CHEN | München – sprechen – Brötchen – bisschen | Deutsche Aussprache verbessern

VonBenjamin

Aussprache CHEN | München – sprechen – Brötchen – bisschen | Deutsche Aussprache verbessern

Heute behandeln wir die Aussprache der unbetonten Silbe -CHEN in Diminutivformen (Verkleinerungsformen) sowie in Verben und Adjektivformen. Da der ich-Laut [ç], der ja auch in dieser Silbe enthalten ist, vielen von euch im Zusammenspiel mit anderen Lauten Schwierigkeiten bereitet, gebe ich euch auch 2 simple Lifehacks mit auf den Weg, wie jeder von euch Wörter mit der Silbe -CHEN wirklich gut aussprechen kann.

Transkript:

Hallo liebe YouTube-Deutschlerner!

Im heutigen Video lernt ihr, Wörter mit der Silbe -chen am Ende richtig auszusprechen. Es geht also um Diminutivformen, also Verkleinerungsform mit dem Suffix -chen, z.B.: Brötchen, es geht aber auch um Verben wie z.B.: sprechen oder Adjektivformen wie z.B.: solchen.

Wenn ihr eure deutsche Aussprache verbessern wollt, um auf natürliche Weise, klar und verständlich auf Deutsch zu kommunizieren, bzw. auch flüssiger und schneller Deutsch zu sprechen, dann wird euch dieses Video definitiv helfen. Abonniert auch bitte meinen Kanal und drückt auf die Glocke, um Benachrichtigungen zu aktivieren, da ich regelmäßig solche Videos wie dieses hier auf meinem Kanal veröffentliche.

Ihr solltet übrigens auf jeden Fall auch bis zum Ende dabei bleiben. Ich zeige euch nämlich zwei simple und super nützliche Lifehacks, damit ihr Wörter mit dieser Silbe, die ja auch den Laut [ç] enthält, problemlos wie ein Deutscher aussprechen könnt.

Wenn man im Wörterbuch Wörter mit dieser Silbe am Ende nachschlägt, dann findet man immer wieder diese Aussprache. Also 3 Laute, nämlich den Ich-Laut, das e-Schwa und den Laut [n], d.h. wir haben 2 Konsonanten und dazwischen ist eben das e-Schwa. Wenn ich diese 3 Laute getrennt voneinander ausspreche, dann klingt das so: [ç], [ə], [n]. Zusammen klingt das dann so: [çən]. Obwohl das e-Schwa ja im Wörterbuch dasteht, sprechen wir das hier in diesem Suffix in der Praxis in der Regel nicht aus, zum einen, weil das e-Schwa hier eben zwischen 2 Konsonanten ist und zum anderen, weil diese Silbe immer unbetont ist (dieses „-chen“) und in unbetonten Silben kommt es eben häufig
zu dieser sogenannten e-Schwa-Tilgung, wenn sich das e-Schwa zwischen 2 Konsonanten befindet, das bedeutet, dass es eben einfach nicht mitgesprochen wird. Im Endeffekt bleiben dann also nur noch der Ich-Laut und das [n] übrig und das klingt dann so: [çn].

Wie eben ja schon erwähnt, haben wir hier eine unbetonte Silbe. Das bedeutet, diese Silbe ist im Gegensatz zu den anderen Silben des Wortes sehr leise, sehr tief und man spricht sie sehr schnell aus: [çn]. Zum Beispiel: Märchen. Merkt ihr, wie leise und schnell sich diese Silbe anhört? Und es ist zwischen dem [ç] und dem [n] wirklich nichts zu hören. Sprecht bitte auch immer schön nach, wenn ich euch die Wörter vorspreche, ja, weil logischerweise nur vom Zusehen verbessert ihr ja eure Aussprache nicht.

Viele meiner Schüler haben Schwierigkeiten bei diesem Wort: sprechen. Wenn euch das auch schwerfällt, dann übt einfach beide Silben einzeln mehrmals hintereinander. Ruhig mehrmals, ja. Ruhig 10 mal. Und jetzt langsam beide zusammen. Und immer schneller.

Was auch vielen Schwierigkeiten bereitet, sind Wörter, bei denen diese Silbe nach den Lauten [ʃ] oder [s] kommt, zum Beispiel: Täschchen. Hier haben wir halt [ʃ] und [ç] direkt hintereinander. Dazu zwei Lifehacks: Erstens: eigentlich wie gerade eben schon, wir sprechen wieder beide Silben einzeln aus, bis wir sie dann zusammensetzen. Und so weiter, immer schneller. Zweiter Lifehack: Der Ich-Laut [ç] ist ja eigentlich die stimmlose Variante von dem stimmhaften Laut [j]. Stellt euch also mal vor, dass wir hier quasi „Täschjen“ aussprechen, wobei wir aber das [ʃ] ein bisschen länger machen. Also sozusagen ein langes [ʃ] und danach [j] – sehr kurz – und dann haben wir automatisch die Aussprache so, wie es eben richtig klingen soll. Und etwas schneller. Das ist genau die richtige Aussprache.

Dasselbe gilt, wenn wir vor dem -chen ein [s] haben, zum Beispiel: bisschen. Und auch hier können wir wieder beide Lifehacks anwenden. Ja, es kommt halt drauf an, ob euch das schwerfällt und einigen von euch, denen das eben schwerfällt, kann eben der erste Lifehack helfen, das richtig auszusprechen, für andere von euch wiederum wird der erste Lifehack vielleicht nicht so hilfreich sein, dann könnt ihr eben diesen zweiten Lifehack einfach mal versuchen.

Schauen wir uns mal noch diese Wörter hier an: Mädchen. Beide Aussprachevarianten sind korrekt. Brötchen. In beiden Fällen haben wir vor der Silbe -chen ein stimmloses T. Ja, auch im ersten Wort sprechen wir ja kein [d], sondern ein [t] wegen der Auslautverhärtung. Wenn ihr nicht wisst, was die Auslautverhärtung ist – eine der wichtigsten Regeln der deutschen Aussprache – alles, was ihr dazu wissen müsst, erkläre ich euch kurz und knapp in einem anderen Video, jetzt rechts oben eingeblendet und ich verlinke euch das Video auch hier unten. Schaut euch das bitte auch auf jeden Fall an.

So, also hier in diesen Wörtern mit T oder D vor der Silbe -chen haben wir eben in diesen beiden Wörtern die Kombination [t] und [ç]. Und dann passiert Folgendes: Vor dem [t] machen wir eine kurze Pause sozusagen, d.h. wir bilden einen Verschluss mit den Stimmlippen, hier und dann verbinden sich außerdem diese beiden Laute [t] und [ç] miteinander, nach dieser Pause. Hier ist die Pause und dann. Das gilt also für Wörter mit T oder D vor der Silbe -chen. Und es gilt auch für Wörter mit anderen sogenannten Plosiven, also Wörter mit P oder B, da haben wir ja dann den Laut [p] bzw. Wörter mit G oder K, da haben wir ja dann den Laut [k]. Zum Beispiel: Stäbchen. Wir machen also wieder eine kurze Pause nach dem Vokal und sprechen danach, nach dieser Pause, die beiden Laute [p] und [ç] verbunden aus, also [pç]. Hier sehen wir jetzt nur Wörter mit dem Buchstaben K vor der Silbe -chen. Ich konnte nämlich keine Wörter mit G finden, die hier passen würden. Und ja wir verbinden trotzdem wieder die beiden Laute. Ist ja im jeden Fall der Laut [k], also [kç].

Alles, was wir heute gelernt haben, gilt für die Standardsprache, also nicht für Dialekte. In einigen Regionen von Deutschland spricht man diese Silbe mit dem [ʃ] aus, also [ʃn]. Das macht man z.B. in weiten Teilen von Sachsen oder auch in Baden-Württemberg zum Beispiel.

Ja, ich würde mich sehr freuen, wenn ihr dem Video einen Daumen nach oben geben könntet, wenn es euch gefallen bzw. geholfen hat. Das würde mir wirklich sehr helfen und würde mich auch wirklich sehr feuen.

Danke fürs Zuschauen. Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf YouTube und ich freue mich auf euch im nächsten Video.

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