Aussprache R: [ʁ] | Wie spricht man das deutsche R aus? | Akzentfrei Deutsch sprechen

VonBenjamin

Aussprache R: [ʁ] | Wie spricht man das deutsche R aus? | Akzentfrei Deutsch sprechen

Im heutigen Aussprachetraining gebe ich euch mehrere Tricks und Strategien an die Hand, mit welcher Aussprache R im Deutschen zu realisieren ist. Wie spricht man das deutsche R richtig aus und in welchen Positionen? Akzentfrei Deutsch sprechen möchten ja viele – umso wichtiger ist es, sich diesem charakteristischen deutschen Konsonanten zu widmen.

Transkript:

Wie spricht man das deutsche R richtig aus? Lasst uns das heute klären.

Hallo liebe You Tube Deutschlerner und willkommen bei Deutsch mit Benjamin, der ersten Adresse für alle fortgeschrittenen Deutschlerner, die ihre Deutschkenntnisse perfektionieren, ihre deutsche Aussprache verbessern und die deutsche Sprache fließend und sicher beherrschen wollen.

Die Frage, wie man das deutsche R ausspricht, kann man eigentlich gar nicht richtig beantworten, weil sie nämlich von vornherein falsch formuliert ist. Viele sind sich dessen gar nicht bewusst, aber ein einziges deutsches R gibt es gar nicht. Das heißt, wir haben im Deutschen mehrere R-Laute. Dabei unterscheiden wir zwischen Konsonanten und einem Vokal. Der Vokal, das sogenannte a-Schwa, oder vokalische R wird z.B. gesprochen, wenn wir den Buchstaben R nach einem Vokalbuchstaben schreiben. Also z.B. in dem Wort GERN. Da sprechen wir für das R keinen Konsonanten also nicht [r] oder so was, ja. Also nicht gern, sondern gern. So, heute wollen wir aber über das konsonantische R sprechen, genauer gesagt das sogenannte Reibe-R. Denn neben dem vokalischen R, dem a-Schwa, haben wir eben auch noch R-Laute, die Konsonanten sind. Nämlich drei verschiedene. Das Zungenspitzen R, das ihr wahrscheinlich vor allem mit slawischen Sprachen, oder auch dem Spanischen verbindet, das aber auch im deutschsprachigen Raum nur im Süden benutzt wird also im Standarddeutschen nicht. Dann gibt es das Zäpfchen-R, das heutzutage sehr selten benutzt wird, vor allem in Nachrichtensendungen, im Radio oder Fernsehen, oder bei besonders deutlicher Aussprache beim Vorlesen, Diktieren, oder Sprechen mit kleinen Kindern, ja. Und die am häufigsten benutzte Aussprache ist das Reibe-R. Und das ist auch der Laut, der eigentlich am einfachsten zu Lernen ist. Das klingt so: Und dazu möchte ich euch heute Tipps geben, wie ihr das Reibe-R üben könnt. Natürlich solltet ihr auch lernen wie und wo im Mund der Laut entsteht. Also was wir mit der Zunge machen müssen, um den Laut zu bilden. Und dann gibt es natürlich auch jede Menge Beispielwörter zum Üben. Und ich empfehle euch dass ihr, wenn ihr das Reibe-R üben möchtet, euch einen ruhigen Platz sucht, ja. Dass ihr irgendwo hingeht, wo ihr ungestört üben könnt. Denn die eine oder andere Übung, die wir gleich gemeinsam machen werden, könnte für euch vielleicht ein bisschen peinlich sein. Ich verspreche euch aber, es ist die Mühe wert.

Ich zeige euch mehrere Tricks, die euch dabei helfen können, das Reibe-R richtig auszusprechen. Nicht für jeden von euch wird jeder einzelne dieser Tricks hilfreich sein, aber meine Erfahrung nach war es bisher immer so, dass bei meinen Schülern, die mit diesem Laut zu kämpfen hatten und schon vieles ausprobiert haben bei mindestens einen der Tricks dann doch endlich der Groschen gefallen ist. Also dass ihnen eben mindestens einer dieser Tricks dann doch geholfen hat, ja und deswegen möchte ich euch diese Tricks holt alle zeigen. Also sucht euch ein ruhiges Plätzchen. Falls ihr jetzt gerade unterwegs seid, oder nicht ungestört üben könnt, dann macht jetzt Pause und schaut euch das Video später an. Sobald ihr dann Ruhe habt, dass wirklich unerlässlich ist, dass ihr aktiv mitmacht und mitübt. Nur so könnt ihr Fortschritte erzielen. Also legen wir los! Ich zeige euch jetzt einen Livestream, den ich vor kurzem auf Instagram gemacht habe, wo wir das bereits gemeinsam geübt haben und ich verspreche euch, dass das für euch genauso nützlich sein wird.

Also das Erste, was ihr wissen müsst ist, dass eure Zungenspitze sich nicht bewegt, ja. Denn wenn wir zum Beispiel nochmal dieses russische R, so nenne ich das jetzt einfach mal, also das ist das Zungenspitzen-R. Das wollen wir ja vermeiden, wenn wir das Reibe-R üben, dann bewegt sich die Zungenspitze, ja. Die bewegt sich ganz schnell. Die vibriert. Aber das wollen wir ja nicht. Also das ist das allerwichtigste. Das A und O ist, dass wir die Zungenspitze ganz ruhig haben. Die bewegt sich nicht. Das ist Punkt 1. Punkt 2 ist, die Zugspitze ist in meinem Mund, ja also auch in eurem Mund, hinter den unteren Zähnen. Also hinter diesen Zähnen. Genau dahinter. Da liegt sie ganz ruhig, das ist Punkt 2. Da ist die Zungenspitze. Punkt 3 ist, der hintere Teil der Zunge geht ein bisschen nach oben in Richtung Gaumen. Ja, also so ungefähr liegt die Zunge im Mund. Ich hoffe ihr könnt das sehen. So ungefähr liegt die Zunge im Mund. Ja, also die Zunge geht hinten ein Stück nach oben in Richtung Gaumen. Ja und der vierte Punkt den ich euch gebe, betrifft die Lippen. Die Lippenposition richtet sich nach dem Vokal, der danach kommt. Das heißt, die Lippen brauchen wir eigentlich nicht um den Laut zu bilden. Ja, also um das Reibe-R zu bilden. Die Lippen sind in der Position, in der auch die Lippen sind bei dem Vokal danach. Also wenn wir zum Beispiel sagen ROT, dann sind die Lippen schon bei dem R in der Position für das O. Also ROT sagen wir. Wir sagen nicht rot oder sowas, sondern schon beim R sind die Lippen für das O quasi vorbereitet. Ja, also für das R brauchen wir die Lippen eigentlich nicht. So, jetzt habe ich mir hier ein Glas Wasser vorbereitet und ich glaube, viele von euch wissen schon, was ich jetzt machen werde. Ich möchte euch nämlich jetzt neben den vier Punkten, die ich euch genannt habe, die ihr euch unbedingt merken müsst, um zu wissen, wo der Laut gebildet wird und wie er gebildet wird, nenne ich euch jetzt noch vier Tipps, wie ihr das üben könnt. Denn es reicht manchmal nicht aus, dass man weiß, wie es geht. Man muss es einfach eben auch machen und manchmal fällt einem das trotzdem schwer, obwohl man das weiß, wie man es theoretisch machen müsste. Deswegen vier Tipps.

Nummer 1: Ich bin mir sicher, dass viele von euch den Tipp schon kennen.Das ist einfach gurgeln. Ja, also ich nehme ein Glas Wasser, nehme einen Schluck und mache so. So, das ist Gurgeln. Und das kann euch dabei helfen, die richtige Position zu finden, oder einfach ein Gefühl für dieses R zu bekommen. Ich bin mir sicher, dass ganz viele von euch, die jetzt zuschauen, diesen Tipp auch schon mal irgendwo gehört haben, oder gesehen haben.Vielleicht von anderen Deutschlehrern, in Kursen, oder in anderen You Tube-Videos oder so. Das ist ein ganz verbreiteter Tipp und der kann euch tatsächlich helfen. Ich habe allerdings persönlich die Erfahrung gemacht, dass viele das … Also gurgeln kann jeder, das ist klar. Aber viele können dann irgendwie trotzdem das R nicht so richtig aussprechen, und deswegen habe ich drei weitere Tipps, die euch eventuell helfen können. Also Tipp 1 einfach gurgeln, einmal mit Wasser und dann der zweite Schritt wäre, dass ich das noch mal ohne Wasser mache, ja. Also: Das ist dann genau das Reibe-R, ja. Schritt 3 wäre dann, dass ich den Kopf nicht nach hinten neige, so wollen wir ja nicht immer sprechen, sondern also geradeaus gucke und noch mal R versuche. Also das kann euch helfen. Falls euch … Also probiert es auf jeden Fall aus! Wenn ihr das noch nie probiert habt, probiert es aus. Das kann euch helfen aber, es kann auch sein, dass es euch nicht hilft. Denn auch nicht jeder Tipp ist für jeden wirklich gleichermaßen effektiv und nützlich. Deswegen drei weitere Tipps.

Also Tipp Nummer zwei ist: Versucht mal das Wort, also das ist kein echtes Wort, das ist fiktiv, aber einfach … Stellt euch die Buchstaben G und U vor. G wie der Garten oder groß, ja und dann der Buchstabe U, wie die Uhr zum Beispiel, oder Ulm – die Stadt. Also GU und dann sprechen wir GU. Dürfte kein großes Problem sein. Versucht es mal: GU, GU, GU. So und jetzt versuchen wir diesen Verschluss, den wir beim G machen, ja. Dieser Laut G. Überlegt euch, versucht mal herauszufinden, wo die Zunge ist, wenn wir G sagen. Dann ist die Zunge nämlich in fast derselben Position, wie wir sie auch für das Reibe-R brauchen. Und dann was passiert bei dem G? Die Zunge ist oben am Gaumen und dann wird sie schlagartig gelöst und es entsteht so eine Explosion sozusagen. Das G ist ja ein Plosiv. So nennt man diese Art von Lauten. Und jetzt versucht mal dieses G ganz langsam zu machen und in Richtung U zu gehen. Also wir sagen jetzt nicht GU, sondern extrem langsam … Klingt sehr sehr komisch, deswegen habe ich vorhin gesagt, geht irgendwo hin, wo euch niemand hören niemand sehen kann. Und wenn ihr das ganz ganz langsam macht, also von G zu U ganz langsam, dann bekommt ja auch das Reibe-R. Also nochmal: So, am Anfang haben wir dieses G, am Ende haben wir das U und das, was wir in der Mitte haben, wo wir das so lang ziehen, das ist das Reibe-R. Ja, jetzt habe ich mal die Lippen ein bisschen breiter gemacht, um zu zeigen, dass das tatsächlich das Reibe-R ist. Also das wäre der zweite Tipp. Einfach von G zu U, aber ganz ganz langsam. Also wirklich extrem langsam. Stellt euch vor, ihr seid eine Schnecke.

So, das wäre Tipp Nummer zwei. Tipp Nummer drei ist auch ein bisschen peinlich. Ihr könnt es aber auch mal versuchen. Und zwar… Also wenn euch Tipps 1 und 2 nicht geholfen haben, dann versucht Tipp 3. Das wäre, dass ihr euch einfach mal vorstellt, dass wir hier nicht über die deutsche Sprache sprechen, dass wir überhaupt nicht über die Sprache sprechen, sondern dass wir zum Beispiel in einem Kindergarten sind und da sind ganz viele Kinder. Ihr seid natürlich erwachsen, das ist mir klar und ihr spielt mit den Kindern und ihr versucht Tiere zu imitieren und ihr fangt an mit einer Katze zum Beispiel. Könnt ihr auch mal machen, oder mit einem Hund zum Beispiel. Und jetzt kommen wir zu einem Tiger oder zu einem Löwen, oder sowas. Und dann macht ihr:
Ja, also mein Gesichtsausdruck ist sehr sehr komisch in diesem Moment, muss ich zugeben. Ich habe mich gerade selber auch gesehen. Ich sehe mich ja die ganze Zeit. Sieht sehr komisch aus, hört sich irgendwie komisch an. Stellt euch vor, ihr macht mit Kindern ja, also Kinder haben überhaupt keine Angst, die machen das einfach, ja. Versucht einfach so einen Tiger, so eine Raubkatze, ja. Oder so einen Löwen. Irgend so ein Tier. Ihr wisst, was ich meine. Tiger, Löwe einfach nachzumachen. Und dann habt ihr fast das Reibe-R. Das ist ein bisschen härter, ja. Also ganz so hart ist es eigentlich nicht im Deutschen. Also rot sagen wir so nicht. Einfach rot. Es ist weicher, dieser Laut, den wir brauchen. Aber das kann euch auch dabei helfen, dieses Gefühl zu bekommen, ja. So, ihr könntet euch dann zum Beispiel vorstellen, dass der Tiger jetzt ein bisschen schüchtern wird, ein bisschen Angst bekommt und dann macht er nicht mehr: Sondern dann macht er nur noch: Ja, also ein ganz schüchterner Tiger. Dann könntet ihr auch das Reibe-R bekommen. So, einen Wolf wünscht sich jemand, kann ich gar nicht richtig. Wie macht der Wolf? Oder so, ja. Also ihr merkt schon, ihr müsst ein bisschen aus euch rauskommen. Das ist eine Redewendung. Das bedeutet einfach über euren Schatten springen. Das ist noch eine Redewendung. Also versuchen, keine Angst zu haben etwas zu tun, was ihr normalerweise nicht tun würdet. Dann heißt es, oder sagt man, dass man aus sich herauskommen muss. Ich muss aus mir herauskommen, ja. Deswegen ich kann das völlig verstehen. Also ich würde das jetzt auch vielleicht nicht in einer vollen U-Bahn machen, logischerweise. Deswegen geht irgendwo hin, wo ihr ungestört seid.

So, das wäre Tipp Nummer drei. Und Tipp Nummer vier. Es ist wieder ein bisschen komisch, aber kann euch auch helfen. Und meiner Erfahrung nach sind diese Tipps … Also helfen die tatsächlich. Also nicht jedem hilft jeder Tipp, aber einer von den Tipps wird euch bestimmt helfen. Und das ist … Also da gehen wir noch mal zurück, wo ich gesagt habe, ja … Ihr erinnert euch, was müssen wir beachten mit unserer Zungenspitze, wenn wir das Reibe-R aussprechen. Also wenn wir das Reibe-R aussprechen, dann darf sich die Zungenspitze nicht bewegen. Die muss ganz ruhig liegen hinter den unteren Schneidezähnen. So, und ich weiß zum Beispiel, ich kenne viele Schüler, die deutsch lernen, die in ihrer Muttersprache zum Beispiel ebenso einen Zungenspitzen-R sprechen. Und sie haben schon viel geübt und können das auch. Also die gurgeln und die machen Tiger-Geräusche und die machen alles mögliche und können das. Und hier und da, wenn sie sprechen, sagen sie auch richtig dieses Reibe-R. Aber dann irgendwie trotzdem kommt immer wieder dieses R, Zungenspitzen-R durch. Oder es gibt auch Schüler, die das in der Übung im Aussprache-Training richtig sagen und dann, wenn sie sprechen, sagen sie wieder R mit der Zungenspitze. Weil irgendwie die Zunge, die Spitze irgendwie macht, was sie will. Und man hat irgendwie keinen Einfluss drauf. Also nehmen wir uns das einfach zu nutze. Diesen Punkt, diesen Fakt, diese Tatsache, dass wir die Zungenspitze nicht bewegen dürfen. Die muss ruhig bleiben. Also was machen wir, wenn sie sich doch bewegt? Wir halten sie einfach fest, ja. Also stellt euch vor, ihr habt ein Baby und das Baby macht einfach irgendwas, was es nicht machen soll oder darf. Ihr wollt das nicht. Dann könnt ihr auch nicht dem Baby sagen, dass es aufhören soll. Also das Baby oder Kleinkind wird euch vielleicht nicht verstehen und wird es einfach trotzdem machen. Also nehmt ihr das Baby in die Hand und haltet es fest, ja. Um es zu beschützen. Und genau das machen wir jetzt mit der Zungenspitze. Also wenn die Zungenspitze macht, was sie will, dann halten wir sie einfach fest. Sieht sehr komisch aus, aber versucht es einfach mal. Das kann euch auch helfen. Also, halten wir sie fest. Dann kann sie sich nicht mehr bewegen, weil ihr sie festhaltet. Also ihr müsst sie wirklich mit beiden, also mit dem Daumen und mit dem Zeigefinger richtig festhalten. Richtig raus aus dem Mund und dann hat sie keine Wahl mehr. Also dann kann sie sich nicht mehr bewegen, ja. Und dann seid ihr gezwungen so zu sagen, das R auf eine andere Weise zu bilden als mit der Zungenspitze. So, natürlich wenn wir dann sprechen, liegt die Zungenspitze hinter den unteren Schneidezähnen. Also dann ist die Zunge natürlich nicht draußen, sondern drin, aber diese Übung kann euch dabei helfen, einfach dieses Gefühl zu entwickeln und euch daran zu gewöhnen, dass ein R-Laut nicht mit der Zunge, also mit der Zungenspitze, gebildet werden muss, sondern dass es eben auch hier so möglich ist, wenn die Zungenspitze hier ganz ruhig liegt.

So, ok ich hoffe, dass euch diese Tipps schon mal geholfen haben. Hier haben wir was. Reparieren. Also 4 Silben. Reparieren. Und das ist ein sehr gutes Beispiel, denn da gebe ich euch noch einen Bonus-Tipp. Und der Bonus-Tipp ist, wenn ihr geübt hat, mehrmals mit einem der Tipps, die ich euch gegeben habe. Wenn ihr das alles geübt habt und ja, euch dann schon ein bisschen wohler fühlt mit diesem Laut, dann versucht bitte den Laut zu kombinieren mit anderen Lauten, ja. Weil wir sprechen ja eigentlich niemals nur R, sondern immer irgendetwas anderes mit dazu. Also versucht zu sagen:

Und so weiter. Jetzt kommen wir mal zum Ü. Und erinnert euch auch an den Tipp, oder an den Punkt, den ich euch am Anfang noch gesagt habe. Also die Lippenposition hängt von dem Vokal ab, der danach kommt. Also wenn danach ein Ü kommt. Bei dem Ü sind die Lippen so ein bisschen nach vorne gestülpt, ja. Dann sind auch die Lippen schon in dieser Position, wenn wir das R sprechen. Also:

Die Lippen bleiben in dieser Ü-Position, ja. Also, und bei dem Wort reparieren haben wir das auch. Also wir haben am Anfang ein RE. So dann wäre die zweite Silbe PA. RIE. Und letzte Silbe REN. Ja, ich werde das jetzt hier nicht stundenlang weiter machen. Das sollen einfach Tipps auch für euch sein, dass ihr das in Zukunft auch alleine machen könnt, ja. Und zu diesem Wort reparieren und auch für alle anderen Werben mit der Endung -IEREN, oder mit dem Suffix -IEREN gilt das, was ich jetzt sage. Nämlich dass wir dieses Suffix nicht immer -IEREN sprechen, mit zwei Silben, sondern mit nur einer Silbe. Und dann haben wir wieder kein konsonantisches R sondern nur ein a-Schwa. Also reparieren würden wir meistens sagen … Reparieren ist eine sehr klare deutliche Aussprache, die wir sehr selten in Deutschland hören und benutzen. Also 3 Silben. Dasselbe gilt für studieren, informieren und so weiter. So, nächstes Wort in den Kommentaren ist: MEHRERE. Das habe ich mir auch aufgeschrieben, sehr schön. Also wir haben die erste Silbe. Da ist gar kein R drin. ME ist die erste Silbe. Zweite Silbe ist RE. Da haben wir das Reibe-R, was wir heute üben und das vokalische R. Das a-Schwa. Also [ɐ]. Wie bei Müller, oder netter ein netter Mensch. Das ist derselbe Laut, also Reibe-R plus a-Schwa.

Mehrmals üben, ja. Ihr könnt das tausendmal üben. Und das ist ganz wichtig, dass man das also regelmäßig macht. Nicht nur einmal, heute hier, sondern immer wieder, ja.
Weil das lange braucht, bis man das automatisiert und verinnerlicht, ja. Also:

Und die letzte Silbe ist RE. Das ist jetzt ein e-Schwa. Ein schwaches E, ja. Ein schwachtoniges E. E-Schwa. Also die mittlere Silbe, die letzte Silbe und jetzt alle drei zusammen:

Ja, macht das ruhig ganz langsam am Anfang und versucht dann immer ein bisschen schneller zu werden. Und wir erinnern uns, die Lippen sind schon beim R in der Position für den nächsten Vokal. Wenn wir also Vokale haben, bei denen wir die Lippen nach vorne stülpen, ja. Das haben wir hier bei UNG. Da haben wir dieses U, ja. Dann sind die Lippen schon beim R in dieser Position, ja. Dass bitte beachten, wenn ihr also alles getrennt voneinander übt. Also RE, GIE und jetzt schon die Lippen Richtung U. RUNG. Deswegen habe ich auch gesagt, macht es so, dass ihr am Anfang, wenn euch das wirklich sehr schwer fällt, nicht nur mit Wörtern übt, sondern mit verschiedenen Vokalen zusammen einfach. Also:

und so weiter. Bei diesen Lauten ist es nicht so schwierig, aber bei RU, RÜ, RO, RÖ könnte das schwieriger sein. Aber es wird einfacher, wenn ihr schon von Anfang an die Lippen in der richtigen Position habt. So machen die Muttersprachler das auch. Also wir sagen auch nicht Regierung. Das kann man gar nicht aussprechen, sondern Regierung. Also da ist dann schon der Mund vorbereitet. Merkt ihr, wie sich meine Lippen bewegen, wenn ich das in Zeitlupe mache? Ja, also dann schon während dieses Übergangs verändern sich auch die Lippen. Also schon im R, ja. Rollen. Auch tolles Beispiel mit R und O. Also auch rollen, ja. Nicht:

sondern wenn ihr dann übt, schon den Mund vorbereiten fürs O. Herzkranzgefäß, tolles Wort! Super aus der Medizin. Mandarine, das zum Beispiel sagen, das ist wahrscheinlich nicht so schwierig. Und dann RIE, da kommt die Betonung hin. Da haben wir wieder diesen einzelnen Teil, den wir üben wollten, ja. RA, RE, RI, RO und so weiter. Getrennt, isoliert üben: erst langsam und dann immer schneller.

Okay, also teilt euch das wirklich in die einzelnen Teile. Rot, rot. Das war so ähnlich wie: rollen, ja. Dann müssen wir auch die Lippen ein bisschen nach vorne stülpen für das O. Hier haben wir ein langes O, gespanntes O, oder geschlosses O. Hier sind die Lippen noch weiter vorne und darauf auch bitte wieder achten! Beim R.

So, jetzt sind wir ja an einem guten Punkt, denn so was habe ich mir aufgeschrieben. Meine Beispiele dazu waren: früh und frisch. Eventuell hört ihr schon einen Unterschied zwischen dem R in dem Wort GRÜN zum Beispiel, oder früh. Also der Unterschied ist, dass in dem Wort GRÜN, in der Farbe, die ihr auch hier hinten sehen könnt, der R-Laut so ist, wie wir ihn die ganze Zeit geübt haben. Es ist ein stimmhafter Laut, ja.

Also wir benutzen auch unsere Stimme dazu. In dem Wort FRISCH benutze ich meine Stimme nicht. Da ist er Laut plötzlich stimmlos. Das habe ich euch am Anfang mit Absicht nicht gesagt, weil das gar keinen großen Unterschied macht. Also was ich sagen will ist, dass das eigentlich derselbe Laut ist, nur ohne Stimme, ja. Und das kommt automatisch, wenn ihr FRISCH sagt, dann kommt es automatisch auch so zustande, dass dieses R dann auch stimmlos wird. Und warum ist das so? Das liegt daran, dass das [f] stimmlos ist, ja. Also einfach … Das ist die ganz einfache Sache dahinter. [f] ist stimmlos und deswegen ist auch das R dann, also dieses Reibe-R, danach auch stimmlos. Das haben wir im Deutschen ganz oft, dass der erste Laut den zweiten Laut beeinflusst, ja. Wenn ihr das mal recherchieren wollt, dann nennt man das progressive Assimilation.

Übung macht den Meister. Mit diesem einen Video ist es also nicht getan. Es ist wichtig, dass ihr jetzt regelmäßig übt und wenn ihr das gerne möchtet, also wenn ihr gerne intensiv an eurer Aussprache beziehungsweise eurem Akzent arbeiten möchtet, dann empfehle ich euch meine Online-Akademie. Das ist eine umfassende Lernplattform, wo ich viele verschiedene Kurse zu verschiedenen Themen und Aspekten zusammengetragen habe und die auch dauernd erweitert wird. Wenn ihr Mitglied meiner Online-Akademie werdet, dann bekommt ihr sofortigen Zugang zu allen Kursen der Akademie, die momentan verfügbar sind und auch zu allen Kursen und Kapiteln und Lektionen, die zukünftig hinzugefügt werden. Da wir ja, wie schon gesagt, die Inhalte ständig erweitern, neue hinzufügen, ja. Und außerdem habt ihr neuerdings auch die Möglichkeit, meine Online-Akademie für drei Tage kostenlos auszuprobieren. Also nichts wie hin, auf meiner Website: Deutsch-mit-Benjamin. com. Den Link packe ich euch auch unter das Video in die Infobox. Da könnt ihr also auch einfach da draufklicken.

Danke fürs Zuschauen, ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf You Tube und ich freue mich auf euch im nächsten Video.

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