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VonBenjamin

Deutsch lernen durch Hören mit Transkriptionen | Wortschatz C1 C2 | Deutsch lernen mit Nachrichten

Das Schreiben von Transkriptionen ist eine intensive und effektive Methode für alle, die gerne Deutsch lernen durch Hören. Mit dieser Methode könnt ihr euer Hörverstehen verbessern und euren aktiven Wortschatz erweitern. Sie hilft euch also auch, wenn ihr richtig Deutsch sprechen möchtet – wie ein Muttersprachler. Zudem könnt ihr damit das Schreiben auf Deutsch trainieren. In diesem Video korrigiere ich eine Transkription, die eine meiner Schülerinnen geschrieben hat. Es handelt sich um einen Ausschnitt aus einem Radiobeitrag aus der Sendung „mediasres“ vom Deutschlandfunk.

Es hat zwar gerade angefangen zu nieseln, aber das hält mich noch lange nicht davon ab, euch zu erklären, was wir heute eigentlich machen wollen. Also, hallo erstmal, liebe YouTube-Deutschlerner. Willkommen bei Deutsch mit Benjamin, der ersten Adresse für alle fortgeschrittenen Deutschlerner unter euch, die ihre Deutschkenntnisse perfektionieren wollen.

Ja, in meinem Video vergangenen Freitag hatte ich euch ja die Methode der Transkription vorgestellt. Ich habe euch ganz genau erklärt, was Transkriptionen eigentlich sind, wie sie funktionieren und warum ihr sie unbedingt anwenden solltet als Lernmethode gerade eben auf fortgeschrittenem Niveau. Also sagen wir so ab B2. Man kann Transkription natürlich auch schon vorher schreiben, aber dann sollte man eventuell nicht authentische Beiträge nehmen. Dann wäre es vielleicht besser, man nimmt sich Lernmaterial, also wirklich Material, was explizit für Deutschlernende erstellt wurde. Zum Beispiel von der Deutschen Welle, oder aus verschiedenen Lehrbüchern. Aber so effektiv ist die Methode eben eigentlich dann wirklich erst ab ungefähr B2, wenn man sich eben authentische Beiträge nimmt. Wie beispielsweise Podcasts, Videos, die eben nicht für Deutschlerner gemacht wurden, sondern für Deutschsprachige allgemein.

Wenn ihr dieses Video von letzter Woche noch nicht gesehen habt, dann schaut euch das auf jeden Fall an, bevor ihr euch das heutige Video zu Gemüte führt, da ich euch dort eben diese Methode erstmal ganz genau erkläre. Ihr gelangt zu diesem Video, wenn ihr jetzt oben rechts auf das Feld klickt. Und im heutigen Video möchte ich euch, wie versprochen, zeigen, wie ich eine Transkription, die eine meine Schülerin geschrieben hat, korrigiere und wie man dann damit weiterarbeiten kann und weiterlernen kann.

Ja, meine Schülerin ist Chinesin und sie hat sich einen Beitrag, einen ganz aktuellen Radio-Beitrag vom Deutschlandfunk ausgewählt, einen Ausschnitt rausgenommen, gleich den Anfang, diesen Ausschnitt transkribiert. Ich zeige euch jetzt ihre Transkription, dann werde ich sie vor euren Augen korrigieren und euch zeigen, was man damit noch tun kann, wie man damit weiterlernen kann. Dabei werdet ihr also euer Hörverstehen verbessern, denn wir hören uns natürlich erstmal den Beitrag zusammen an, ja. Und dann werden wir also ganz genau schauen, wir werden das korrigieren. Ihr werdet also eure Grammatikkenntnisse entsprechend auch vertiefen, euren Wortschatz erweitern. Also, wenn ihr fortgeschrittene Deutschlerner seid und das was für euch ist, dann bleibt auf jeden Fall dabei. Und ich würde mich natürlich auch freuen, wenn ihr meinen Kanal abonnieren würdet, am besten mit Benachrichtigungen, indem ihr auf die kleine Glocke drückt und auch dem Video einen Daum nach oben gebt, wenn es euch gefällt, wenn es nützlich für euch ist. Das würde mich sehr sehr freuen und würde mir auch sehr sehr helfen. So, wir hören uns jetzt gemeinsam den Beitrag an, bzw. ihr hört ihn euch an und in der Zwischenzeit gehe ich nach Hause und wir treffen uns wieder an meinem Computer.

Wenn man Transkriptionen korrigiert, muss man immer bedenken, dass die Fehler nicht unbedingt sprachlicher Natur sein müssen. Wenn ich etwas korrigiere, muss es also nicht immer automatisch heißen, dass es sich um einen sprachlichen Fehler handelt, sondern es kann auch einfach nur sein, dass es eben in dem Beitrag anders zu hören war. hier zum Beispiel hat die Schülerin einfach das Wort „auch“ nicht gehört oder vergessen. Der Satz wäre aber natürlich auch ohne dieses Wort korrekt. Allerdings gibt es hier einen sprachlichen Fehler – statt Konjunktiv 1 ist nämlich hier Konjunktiv 2 zu verwenden. Also: „Die Welt sähe anders aus.“ (Konjunktiv 2) Man könnte auch sagen: „Die Welt würde anders aussehen.“ Diese Form ist auch die häufiger benutzte Form. Konjunktiv 1 wäre:
„Die Welt sehe anders aus.“ Diese Form benutzt man zur Wiedergabe einer Behauptung oder Äußerung einer anderen Person. Das passt also in diesem Kontext nicht, d.h. hier erkennt man aus dem Kontext heraus, ob es sich um Konjunktiv 1 oder 2 handeln muss. Die Aussprache dieser beiden Formen unterscheidet sich nämlich in den meisten Regionen Deutschlands nicht. Zu diesem Phänomen habe ich bereits ein Video veröffentlicht – ich verlinke es euch unten in der Infobox und ihr könnt auch gerne jetzt oben rechts auf das Feld klicken, um zu diesem Video zu gelangen.

Hier sollten es Neuinfektionen sein – also ein Wort, ein Kompositum. Das ist so ein Wort, das man früher kaum benutzt hat und erst durch die Corona-Pandemie aktuell wurde. Das gilt auch für die 7-Tage-Inzidenz – das kann man jetzt immer wieder hören und lesen. 0 sollte man hier großschreiben, da es sich um ein Nomen handelt. Das sehen wir ja auch an der Präposition „bei“, die davor steht.

Traumhaft ist ein schönes Adjektiv – es bedeutet: sehr schön, wunderschön. Hier wurde im Beitrag der Plural benutzt. Also: Stimmen diese Zahlen? Hört mal genau hin, der Unterschied ist nur ganz leicht zu hören: Singular: Stimmt diese Zahl? Plural: Stimmen diese Zahlen? Ja, ganz leicht, aber doch.
„Was für eine Botschaft“, na, und dementsprechend auch: „was für ein Image“. Was für eine Botschaft vermittelt uns China durch diese Zahlen? Also wie sollen wir diese Zahlen interpretieren? Was bedeuten diese Zahlen? Was sollen wir von diesen Zahlen halten? Kann das wirklich stimmen? Ja, also eine Botschaft ist in diesem Kontext die Bedeutung, die wir verstehen sollen oder wie wir das interpretieren sollen, was jemand gesagt oder getan hat. Der Plural wäre hier: die Botschaften.

Und dann auch die Frage, was für ein Image hier vermittelt wird. Das Image – die Images. Das ist ein Anglizismus, also hier auf die Aussprache achten: Image – Images. Wegen der Auslautverhärtung nicht wie im Englischen [ˈɪmɪd͡ʒ], sondern mit dem stimmlosen Laut am Ende [t͡ʃ] – [ˈɪmɪt͡ʃ]. Und darunter versteht man das Bild bzw. die Vorstellung, die durch eine Handlung oder Äußerung entsteht. Also wie stellt sich China dar? Wie präsentiert sich das Land? Was für ein Image vermittelt es? Ja, ein Image vermitteln. Oder eben auch: eine Botschaft vermitteln.

Und wie wird dieses Image gepflegt? Also was tut China, damit es auch weiterhin dieses Image hat. Das Image pflegen = das Image aufrechterhalten. Hier sagt er nicht „mit“, sondern „in“. In Mediasres.

Mediasres ist ganz einfach der Name der Radiosendung. Dann hier, etwas sehr Schönes. Statt „auf dem“ sollte es „oft im“ sein. Oft im Zusammenhang. Diese Stelle hier ist ein tolles Beispiel, wo man gut sehen kann, wie man jetzt mit den Korrekturen weiterarbeiten kann, wenn man also eine Transkription geschrieben und dann korrigiert hat bzw. hat korrigieren lassen. Denn die Schülerin sollte sich jetzt z.B. überlegen: okay, wieso habe ich denn hier „auf dem“ verstanden? Ja, es klingt ja beides sehr ähnlich, aber ich will das ja in Zukunft richtig verstehen. Ja, und warum bin ich z.B. nicht von alleine drauf gekommen, dass der Satz irgendwie nicht richtig sein kann, so wie ich ihn transkribiert habe. Vielleicht liegt es ja daran, dass ich ihn nicht richtig verstanden habe, also auch vom Sinn her. Und das wiederum liegt vielleicht daran, dass mir die Wörter oder die Grammatik in diesem Satz unbekannt ist. So, hier diese beiden, das ist nämlich eigentlich alles ein und derselbe Satz. Wir haben hier einen Relativsatz. Ja, das ist ein Stichwort, das oft im Zusammenhang mit Russland fällt. Ja, ein Stichwort ist ein Wort, das das Thema beschreibt, um das es geht oder ein Wort, das zum eigentlichen Thema überleitet. Wenn ich jetzt also sage: „Dieses Stichwort fällt oft im Zusammenhang mit Russland.“ – Dann bedeutet das, dass dieses Wort oft irgendwie in Verbindung mit Russland steht. Also das ist eine Kollokation: ein Stichwort fällt / ein Begriff fällt.

Das Stichwort „Desinformation“. Ja, das fällt oft im Zusammenhang mit Russland, d.h. wenn in den Medien eben über Desinformation berichtet wird, dann hat das oft was mit Russland zu tun. Kapazitäten – Plural. Der Unterschied ist auch sehr subtil. Hört ihr ihn? Offenbar baut China da seine Kapazitäten massiv aus. Offenbar baut China da seine Kapazität massiv aus. Zuerst habe ich den Satz mit dem Wort im Plural, dann im Singular gesagt. Ich sage es nochmal, zuerst Plural, dann Singular: Offenbar baut China da seine Kapazitäten massiv aus. Offenbar baut China da seine Kapazität massiv aus. Diese Pluralendung wird so ein bisschen verschluckt, ja, und das T ist in beiden Fällen, also im Singular wie im Plural in diesem Satz glottal, wird also nicht wie [t] ausgesprochen, sondern mit den Stimmlippen, hinten, ja, deshalb ist es schwer, diesen Unterschied rauszuhören.

Hier ist kein Artikel zu hören und es wäre hier auch falsch, einen Artikel zu benutzen. Es sei denn, es gäbe nur einen einzigen Korrespondenten in China. Desinformationskampagnen – auch Plural. „Derzeit“ ist ein Wort, ein Adverb. Das bedeutet: momentan. Auch etwas Interessantes. Er sagt nicht „zudem“, sondern „zunehmend“. Das heißt: „immer mehr“. „Zudem“ würde bedeuten „außerdem“ oder „auch“. Also er sagt: Das Problem beschäftigt uns zunehmend. Heißt: es beschäftigt uns immer mehr. Es wird immer relevanter für uns. Und dann könnte man sagen: Zudem beschäftigt uns die Frage, ob – bla, bla, bla. Hieße: Außerdem beschäftigt uns die Frage, ob – bla, bla, bla.

Hier haben wir wieder einen Fehler, wo meine Schülerin die Endung nicht richtig gehört hat, weil die auch wieder verschluckt wurde und eventuell eben auch weil sie nicht wusste, dass da überhaupt eine Endung sein müsste. Sonst hätte sie das ja stutzig machen müssen und dann hätte sie es wahrscheinlich selbst korrigiert. Also er sagt: mit etwas Grundsätzlichem. Und hier das gehört auch wieder zu ein und demselben Satz. Mit der Tatsache, dass es … Ja, „das ist“ und „dass es“ klingen oft gleich: [dəzəs]. Also dieses S in der Mitte kann stimmhaft sein und stimmlos. Das ist egal. Aber in beiden Fällen kann es… Beide Aussprachevarianten können diese unterschiedlichen Phrasen bedeuten. Ja, wenn ich also sage: [dəzəs] kann es „das ist“, oder „dass es“ bedeuten. Hier muss ich also auch wieder aus dem Kontext verstehen, was von beidem richtig ist. Hier also ein Nebensatz mit der Konjunktion „dass“, also: dass es in China ja seit Jahren keinerlei freie Presse mehr gibt. Keinerlei.

So, nun zuerst mal, wieso „mit etwas Grundsätzlichem“, also wieso großgeschrieben und wieso diese Endung? Im Nominativ wäre das: „etwas Grundsätzliches“. Ja, auch so: etwas Gutes, etwas Schönes. Und im Dativ ist das dann eben, z.B. „mit etwas Grundsätzlichem, mit etwas Gutem, mit etwas Schönem“. Im Akkusativ wäre es dann wieder wie im Nominativ und im Genitiv benutzt man das nicht, stattdessen würde man hier die Präposition „von“ mit Dativ benutzen. Also von etwas Grundsätzlichem, von etwas Gutem, von etwas Schönem.

Und „keinerlei“ – was ist das jetzt für ein komisches Wort? Das bedeutet, absolut kein oder überhaupt kein, überhaupt keine, ja? Dieses Wort wird nicht dekliniert, besteht also nur in dieser Form. Es gibt in China seit Jahren keinerlei freie Presse mehr. Also überhaupt keine freie Presse. Man könnte beispielsweise auch sagen: Darauf haben wir keinerlei Einfluss. Also überhaupt keinen Einfluss.

Dieser ellenlange Satz ist nahezu  einwandfrei transkribiert worden, also wirklich Spitzenleistung. Jetzt bin ich mal ein kleiner Krümelkacker, also sehr pingelig, übertrieben genau, ja, weil hier ein paar Kommas fehlen. Hier dieses „ja“ ist keine Modalpartikel, sondern so etwas wie „ähm“, also so ein Füllwort, das man im Deutschen oft benutzt, wenn man überlegt, während man spricht. Na ja, und dann schreibe ich das hier mal ein bisschen getrennt, denn wir haben ja hier eigentlich so was wie einen Versprecher. Er beginnt ja hier mit diesem Nebensatz mit der Konjunktion „dass“, dann überlegt er, wie er den Satz fortführen soll, deswegen sagt er halt auch dieses Füllwort, dieses „ja“ und dann ist der Satz zu lang, er korrigiert sich quasi, oder besser gesagt, er bricht einfach diesen Satz ab und beginnt dann neu. Hier sieht man also auch sehr schön, wie deutsche Muttersprachler sich selbst korrigieren, wenn sie sich versprochen haben.

Vielleicht noch hierzu: medial bedeutet über die Medien. Ja, also alles, was in China medial verbreitet wird, also über die Medien verbreitet wird. Und nach außen heißt ins Ausland. Also Nachrichten, die von China nach außen verbreitet werden, also ins Ausland verbreitet werden.
Was auch interessant ist, ist hier dieses „eben“ – eine sehr häufig benutzte Modalpartikel. Und ich lege euch sehr ans Herz, sie auch zu benutzen. Sie kann viele Bedeutungen haben. In diesem Fall drückt man damit aus, dass eine genauere Erklärung, Zusammenfassung oder Schlussfolgerung folgt. Wenn ihr also jemandem was erklärt oder erzählt und dann wollt ihr das nochmal so kurz und knapp zusammenfassen, was ihr gesagt habt, oder eine Schlussfolgerung oder die Konsequenz davon sagen, dann könntet ihr sagen: Das bedeutet eben, dass … Oder ja, das alles, was ich jetzt gesagt habe, das gilt eben auch für …

Jetzt habe ich euch z.B. die Bedeutung dieser Modalpartikel erklärt und jetzt könnte ich auch nochmal zusammenfassen: Das bedeutet eben, dass das Wort oft benutzt wird. Deswegen empfehle ich euch eben, das auch zu benutzen. Auch hier haben wir eine partikelhafte Phrase, nämlich „gerade noch so“ oder auch „gerade so“. Und das bedeutet: „fast nicht mehr“. Zum Beispiel: Wir haben den Zug gerade noch so geschafft. Also beinahe hätten wir ihn verpasst. Oder in Bezug auf unseren Beitrag hier: Dieser Bericht wurde von der Regierung gerade noch so toleriert. Also er wäre fast nicht mehr toleriert worden, bzw. zugelassen worden. Er war für die chinesische Regierung eben an der Grenze dessen, was sie noch tolerieren.

Hier bin ich wieder ein Krümelkacker, ja, man hört das „und“ nicht als [ʊnt], also hier sieht man auch sehr schön, dass dieses Wort oft [ʔn] ausgesprochen wird. Hört mal genau hin. Und auch hier wieder die Modalpartikel „eben“. Er benutzt sie hier wieder, um das zuvor Gesagte zusammenzufassen, ja, weil ja vor einer Weile schon auch Russland beispielsweise erwähnt wurde.

Dort gibt es ja nach wie vor eine kleine, aber eben sehr wohl vorhandene Zivilgesellschaft, die es dann eben doch schafft, sich eine Stimme zu verschaffen. Hier könnte man den Satz auch schon beenden und dann einen neuen Satz beginnen. Das ist aber hier auch so okay.

Was haben wir jetzt hier? Vielleicht erstmal „nach wie vor“, ja, das bedeutet nichts anderes als „immer noch“, „bis heute“, „weiterhin“, ja? Jetzt wird es schon spannender: „sehr wohl“ und „vorhanden“. „sehr wohl“ heißt „definitiv“. Damit kann man die Richtigkeit einer Äußerung betonen. Wenn euch beispielsweise jemand fragen würde: „Hey, du möchtest doch nicht etwa mit dem lernen aufhören?!“ Dann könntet ihr reagieren und sagen: „Nein! Wie kommst du denn darauf? Ich möchte sehr wohl weiterlernen!“ Man könnte dieses „sehr wohl“ auch einfach weglassen, aber wenn man das eben so sagt, dann betont man eben, dass man wirklich weiter lernen möchte.

Ja, und „vorhanden“ heißt „existent“. Also wenn etwas vorhanden ist, dann heißt es, dass es das gibt. In Russland gibt es eine kleine, aber sehr wohl vorhandene Zivilgesellschaft, die … Also diese Zivilgesellschaft, von der da die Rede ist, ist zwar klein, aber es gibt sie. Und obwohl sie so klein ist, schafft sie es doch, sich eine Stimme zu verschaffen. Die Modalpartikeldoch“ bedeutet hier „entgegen der Erwartung“. Wenn ihr also beispielsweise eine Party feiert und euer bester Freund hat abgesagt und am Ende kommt er doch zu euch, er hat es sich anders überlegt, er hat es doch geschafft, dann könnt ihr eben auch sagen: „Toll, du bist ja doch noch gekommen!“

Und zurück zu dieser Zivilgesellschaft: sie ist zwar sehr klein, aber sie schafft es doch, sich eine Stimme zu verschaffen. „Doch“ ist hier auch so ein bisschen so ein Synonym für „trotzdem“, ja, sie schafft es doch, sich eine Stimme zu verschaffen, mit Dativ, ja, also sie schafft es, eine Stimme zu bekommen, gehört zu werden, sich durchzusetzen. Eine ähnliche Bedeutung hat auch die Kollokation „sich Gehör verschaffen“.

Wie ihr sehen könnt, kann man durch das Schreiben von Transkriptionen wahnsinnig viel lernen. Es ist eine zeitintensive, aber umso effektivere und daher empfehlenswerte Methode, wenn ihr eurem Deutsch einen ordentlichen Schub verpassen wollt. Falls euch dieses Video weitergebracht hat, gebt doch bitte einen Daumen nach oben. Weitere Videos wie dieses seht ihr, wenn ihr meinen Kanal abonniert. Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf YouTube und ich freue mich auf euch im nächsten Video.

VonBenjamin

Deutsch verbessern mit Transkriptionen | Deutsch lernen durch Hören | Deutsch für Fortgeschrittene

Wie kann ich schnell große Fortschritte beim Deutschlernen erzielen? Diese Frage erreicht mich beinahe täglich. Im heutigen Video möchte ich euch eine intensive, aber auch sehr effektive Methode vorstellen, mit der ihr euer Deutsch verbessern bzw. vielmehr eure Deutschkenntnisse perfektionieren könnt und die auch erheblich dazu beigetragen hat, dass ich mein Englisch und mein Tschechisch perfektionieren konnte. Eine Methode, mit der ihr gleichzeitig an drei Kompetenzen arbeitet. Mithilfe von Transkriptionen könnt ihr nämlich nicht nur besser auf Deutsch schreiben lernen, sondern auch euer Hörverstehen verbessern, euren aktiven Wortschatz erweitern und somit letztendlich auch besser Deutsch sprechen.

Transkript:

Hallo liebe YouTube-Deutschlerner! Eine Frage, die mich beinahe täglich erreicht, ist: Wie kann ich schnell große Fortschritte beim Deutschlernen erzielen? Keine Angst: das hier soll nicht das 1000. Video werden, in dem euch jemand 10 Minuten lang erklärt, dass man die Sprache sprechen, also aktiv benutzen muss, um besser zu sprechen. Oder dass man regelmäßig lernen, also am Ball bleiben soll. Ich gehe mal davon aus, dass das offensichtlich ist und dass ihr das auch schon mehrfach gehört habt. Nein, ich möchte euch heute eine intensive, aber auch sehr effektive Methode vorstellen, mit der ihr eure Deutschkenntnisse perfektionieren könnt und die auch erheblich dazu beigetragen hat, dass ich mein Englisch und mein Tschechisch perfektionieren konnte. Eine Methode, mit der ihr gleichzeitig an drei Kompetenzen arbeitet, nämlich Hören, Schreiben und auch Sprechen. Wenn das was für euch ist, dann bleibt dran. Außerdem, wenn euch meine Videos gefallen, abonniert doch bitte meinen Kanal, klickt auch auf die kleine Glocke neben dem Abonnieren-Button und gebt dem Video einen Daumen nach oben. Das würde mich wirklich sehr sehr freuen und würde mir auch wirklich sehr sehr helfen.

So, was ist denn das jetzt also für eine so wahnsinnig effektive Methode, die einem bei der Verbesserung seines Hörverstehens, seines mündlichen Sprachvermögens und seiner Schreibfertigkeiten hilft? Ja, und zwar geht es um Transkriptionen. Ich möchte euch erklären, was das eigentlich ist bzw. wie das eben funktioniert und auch wie es mir also mit meinen Fremdsprachen geholfen hat. Transkriptionen zu schreiben, das ist wirklich eine Methode, eine Übung, die ich immer wieder angewendet habe, sowohl in Englisch als auch in Tschechisch, die mich eben unglaublich weitergebracht hat. Im Prinzip ist die Übung ganz einfach und ich gehe jetzt auch einfach mal davon aus, dass ihr wisst, was eine Transkription ist. Also ganz kurz gesagt: man hört sich was an und schreibt einfach alles auf, was man hört. Man transkribiert gesprochene Worte. Man nimmt sich einfach ein Video oder Audio und schreibt dann eben alles auf, was man hört. So, das kann einem ja offensichtlich helfen, besser zu schreiben. Aber eben wie schon gesagt nicht nur das, sondern man erhöht damit eben auch ganz erheblich sein Hörverstehen. Ja, weil, um alles, was man da im Video oder Audio hört – und damit meine ich buchstäblich alles – aufzuschreiben, muss man ja wirklich ganz genau zuhören. Und das ist eben gleichzeitig auch der Grund, warum man dadurch auch übt, sich mündlich besser auszudrücken, flüssiger zu sprechen. Jetzt fragt ihr euch vielleicht: „Moment, ich sitze da. Ich höre mir irgendetwas an.“ Ja, das kann übrigens alles mögliche sein, das kann ein Audio-Podcast sein, irgendein Video von YouTube, eine Nachrichtensendung, eine Szene aus irgendeinem Film – ja, das ist ganz egal, was das ist. Eine Sprachnachricht von einem Freund, alles mögliche. Und wenn ihr euch jetzt fragt: „So, und ich schreibe das einfach auf. Wie soll ich denn dabei besser sprechen lernen?“ Ganz einfach: wenn ihr die Transkriptionen macht, dann müsst ihr ja wie schon gesagt ganz genau darauf achten, dass ihr das alles ganz exakt Wort für Wort zu Papier bringt. Also ihr müsst wirklich das ganze Gesprochene, was ihr da hört, wirklich transkribieren. Das heißt nicht nur zusammenfassen, sondern wirklich Wort für Wort alles aufschreiben. Und dazu ist es wiederum nötig, dass ihr euch dieses Video – oder Audio, je nachdem – mehrfach anhört, ihr müsst mehrfach hinhören, damit ihr wirklich jedes kleine Wörtchen, auch die kleinen Modalpartikeln wie z.B. „ja“, „eben“, „doch“, „mal“ usw. ja, und solche kleinen, ja, auch jede kleine Endung… Damit ihr das wirklich richtig gut versteht, ist es einfach nötig, mehrfach hinzuhören und durch dieses mehrfache Hören, was ihr ja automatisch dann tun müsst, damit es eben richtig alles aufgeschrieben ist, automatisiert sich das. Es prägt sich in eure, ja, in euer Gehirn ein, genauso wie es das bei Kindern tut. Kleine Kinder, die ihre Muttersprache lernen, ja bloß, dass die dafür natürlich viel länger brauchen. Die brauchen dafür 5-6 Jahre, bis sie ihre Muttersprache richtig beherrschen. Und mit 6 Jahren hat man in der Regel auch noch nicht das Sprachniveau C1 in seiner eigenen Muttersprache erreicht. Das heißt, wenn ihr also jetzt in Richtung C1 unterwegs seid oder sogar C2, dann habt ihr ja eigentlich zum Ziel, besser zu sprechen, euch besser auszudrücken als ein sechsjähriges Kind. Und mit Transkriptionen könnt ihr diesen Prozess eben schneller ablaufen lassen.

Ihr könnt 3 wichtige Fertigkeiten trainieren und üben und das Ganze in weitaus kürzerer Zeit, als Muttersprachler das tun, da man eben, wenn man Transkriptionen schreibt, diesen Prozess, der sich normalerweise über mehrere Jahre erstreckt, sozusagen künstlich beschleunigen kann. Ja, je öfter man diese Übung macht, desto besser. Ich muss auch dazu sagen, dass das in den wenigsten Sprachkursen oder auch YouTube-Videos so empfohlen bzw. unterrichtet wird, also von dieser Methode hört man da eigentlich kaum was und ich kann das nicht nachvollziehen, da diese Methode wirklich wahnsinnig effektiv ist und als ich noch selbst an Sprachschulen unterrichtet habe, habe ich das auch schon immer mit meinen Schülern angewandt. Der Trick oder, Trick – es ist ja eigentlich kein Trick, nichts Magisches – das Wesen oder das Prinzip, auf dem diese Übung beruht, ist ganz einfach: dadurch, dass man alles aufschreiben will, muss man mehrmals zuhören, ja, es kann durchaus sein, dass ihr bei einem einzigen, vielleicht auch ganz kurzen Satz, 8 mal zuhören müsst, weil er einfach unheimlich schnell gesagt wird oder die Laute reduziert werden, ja, und dadurch, durch dieses mehrfache Hören, zu dem ihr ja dann eben gezwungen seid, ja, desto mehr verarbeitet das Gehirn, was man hört. So taucht man in die Sprache ein, merkt sich neue Strukturen viel besser und benutzt sie schlussendlich dann eben auch selbst beim Sprechen. Das heißt, das hilft einem z.B. auch unheimlich dabei, komplexere grammatikalische Strukturen zu verinnerlichen.

Wenn man sich z.B. 10 mal einen Satz anhören muss im, sagen wir mal, Konjunktiv 2 Vergangenheit Passiv mit Modalverb oder so was, ja, also man hört sich das wirklich 10 mal an, weil man immer wieder, ja, das einfach wiederholen muss, um wirklich alles zu Papier zu bringen, dann verarbeitet das Gehirn diese Struktur und es fällt einem später wesentlich leichter, das selbst auch zu benutzen, wenn man spricht. Es hilft auch erheblich dabei, die Modalpartikeln besser zu verstehen bzw. deren Bedeutung wirklich in vollem Umfang zu erfassen, zu begreifen, ja, und die dann eben auch selbst beim Sprechen zu benutzen. Weil diese Modalpartikeln sind ja auch ganz wichtig, da sie zur deutschen Sprache dazu gehören und ja nicht einfach nur überflüssige Füllwörter sind, sondern wirklich auch eine Bedeutung haben.

Intonation spielt da eine ganz wichtige Rolle. Ja, kurzum: das alles kann man, wenn man Transkriptionen schreibt, eigentlich üben. Bei Transkriptionen macht man dementsprechend übrigens oft auch die gleichen Fehler wie beim Sprechen. Wenn man es also schafft, bestimmte Fehler in Transkriptionen zu vermeiden, wird man sie auch beim Sprechen nicht mehr machen. So, jetzt habe ich euch umfassend erläutert, wie die Methode funktioniert, worauf sie beruht. Aber natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt: es gibt auch einen Nachteil: die Übung ist nämlich ganz schön zeitintensiv. Ja, das könnt ihr sehen, wenn ihr euch z.B. das Transkript zu diesem Video hier anguckt, dann wäre das mehrere Seiten lang und das Video hier ist ja aber relativ kurz, ja, also ich rede ja hier nicht eine Stunde oder so. Ja, d.h. so eine Transkription zu schreiben, kann bei einem Video von 20 Minuten Länge schon mal 3-4 Stunden dauern. Und das ist ja nicht so attraktiv, ne? Deswegen sollte man sich – und das ist ein Tipp, den ich euch hier gebe – immer nur ein kurzes Video oder Audio nehmen oder – wenn es länger ist – dann nur einen Ausschnitt. Und da reichen oftmals wirklich schon Videos oder Audios oder eben Ausschnitte daraus von 1-2 Minuten Länge. Das klingt jetzt erstmal wenig, aber de facto braucht ihr für die Transkription dann bestimmt eine halbe Stunde. Und eine halbe Stunde, um an seinen Deutschkenntnissen zu arbeiten und – wie schon gesagt – an drei Fähigkeiten, ja, also Hören, Sprechen, Schreiben – ja, mit einer halben Stunde ist man da, glaube ich, schon ganz gut dabei und kann da wirklich was erreichen, wenn man das regelmäßig tut, versteht sich.

Also entweder nehmt ihr kurze Beiträge, empfehle ich euch zumindest, oder bei längeren Beiträgen wählt ihr euch eben nur einen kleinen Ausschnitt aus, vielleicht etwas, wo ihr vielleicht nicht so gut verstanden habt, wo ihr wirklich Probleme hattet. Wählt euch natürlich bevorzugt nicht was aus, wo ihr schon alles und jedes einzelne Wort verstanden habt. Sondern nehmt euch lieber was, was ihr nicht so gut verstanden habt oder wo schwierige Wörter drin vorkamen oder komplexe grammatikalische Strukturen, wo ihr gehört habt und gedacht habt: „Oh Gott, das würde ich so niemals sagen.“ Ja, dann setzt euch hin und transkribiert das. Und dann hilft es euch wirklich, diese Strukturen, diese Wörter zu automatisieren. Das prägt sich wie gesagt so besser ein, als wenn ihr das einfach nur lest und fertig. Ja, dann auch ganz wichtig: ihr solltet immer nur Beiträge transkribieren, die für euch interessant und relevant sind. Also warum sollte man z.B. einen politischen Nachrichtenbeitrag transkribieren, wenn man es eigentlich hasst, über Politik zu reden, und man das auch gar nicht braucht? Ja, also relevante und interessante Beiträge. Das ist bei jedem natürlich anders, also das kann man nicht pauschalisieren. Manche von euch, die in Deutschland leben, haben vielleicht Schwierigkeiten, Leute zu verstehen, die einen Dialekt sprechen, also vielleicht lebt ihr in einer Region, wo ein Dialekt mit einer sehr markanten und vom Hochdeutschen stark abweichenden Aussprache gesprochen wird, ja, dann könnte es nützlich sein, irgendwas in dem jeweiligen Dialekt zu transkribieren, z.B. von einem Politiker, also die Politiker in den Landtagen, also den Parlamenten der Bundesländer, sprechen auch im Dialekt, ja, aber wie gesagt, relevant und interessant muss es sein, für euch, also das ist eben bei jedem anders. Achtet auch drauf, dass ihr was transkribiert, was euch auch herausfordert. Ich meine, es wäre einfach unsinnig und Zeitverschwendung, z.B. Hörtexte aus einem A1-Lernbuch zu transkribieren oder irgendeinen medizinischen Podcast auf, D1-Niveau, sage ich jetzt mal, es sei denn, ihr seid Ärzte, ja, aber wählt euch Beiträge, bei denen ihr schon den Großteil versteht, wo es aber trotzdem noch Teile gibt, die ihr nicht so gut versteht. Oder vielleicht sind euch in einem Teil komplexe Satzstrukturen oder neue Wörter und Redewendungen aufgefallen, oder es wird sehr schnell gesprochen, ja, das wäre eine gute Grundlage, um eine Transkription zu schreiben. Dann empfehle ich euch auch immer, authentische Beiträge wie Sprachnachrichten von Freunden, Fernsehsendungen, Radionachrichten, Filmszenen, Interviews, Vorträge usw., ja, alles mögliche, aber eben authentische Beiträge zu transkribieren. Lehrbuchtexte versteht man meistens besser und die sind meistens nicht so gut geeignet, weil wie ein Lehrbuchsprecher möchte ja keiner reden. Also Videos oder Audios aus dem echten Leben – das ist auch ganz wichtig.

Und der letzte Tipp, den ich euch hier mit auf den Weg geben will, ist: Lasst eure Transkriptionen von einem Lehrer oder Muttersprachler korrigieren. Die Zeit, in der ihr alles alleine schafft, ist vorbei, ja, ihr habt jetzt ein Niveau erreicht, wo es einfach … Also wenn ihr wirklich besser werden wollt, dann braucht ihr einfach jemanden, der euch unterstützt. Gerade bei Transkriptionen werdet ihr immer wieder viele Fehler machen, es sei denn, ihr transkribiert A1-Lehrbuchdialoge, aber das wäre ja dann wie gesagt Quatsch. Ja, ihr werdet Fehler machen und diese Fehler sind ja auch total wichtig, weil man ja nur so überhaupt was Neues lernen kann! Aber um die Fehler zu nutzen, braucht ihr halt jemanden, der euch darauf aufmerksam macht. Also man kann das durchaus auch selber korrigieren. Wenn ihr z.B. einen Podcast transkribiert und das Transkript online verfügbar ist, ist das schon ein Vorteil. Aber das Ding ist: es ist oft so, dass in solchen Transkripten dann nicht alle Wörter stehen, weil sie ja nicht für Deutschlerner gemacht wurden, sondern für alle Leute, die einfach Deutsch sprechen und dann geht es ja in diesen Transkriptionen nicht darum, alles wortwörtlich aufzuschreiben, d.h. es werden dann ganz oft z.B. Sätze verkürzt oder teilweise wird auch der ein oder andere Satz oder z.B. Versprecher, ja, wenn sich jemand versprochen hat oder so, dann wird das weggelassen, einfach damit sich der Text dann besser lesen lässt. Das Gleiche gilt übrigens für Untertitel bei Filmen oder auch vielen Videos auf YouTube, dass die nicht wortgetreu sind, sondern dass die sich dann eben oft von dem, was da tatsächlich wortwörtlich gesagt wurde, unterscheiden. Wenn ihr authentische Beiträge transkribieren wollt, dann lege ich euch meine Online-Akademie ans Herz. Dort arbeiten wir nämlich ausschließlich mit authentischem Material und es gibt zu allen Beiträgen auch immer ein wortgetreues Transkript, mit dem ihr kontrollieren könnt und natürlich habt ihr dort auch die Option, euch einen persönlichen Lehrer noch zu buchen, wenn ihr möchtet. Infos zu meiner Akademie findet ihr auf meiner Webseite – der Link ist unter dem Video.

Nächsten Freitag werde ich hier auf meinem YouTube-Kanal dann ein Video veröffentlichen, in dem ich eine Transkription von einer unserer Schülerinnen korrigiere und euch zeige, wie man dann konkret auch damit lernt. Um dieses Video nicht zu verpassen, aktiviert am besten Benachrichtigungen, indem ihr auf das Glöckchen hier unten klickt. Und wenn ihr das heutige Video nützlich und interessant fandet, dann gebt doch bitte einen Daumen nach oben. Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf YouTube und ich freue mich auf euch im nächsten Video.

VonBenjamin

Wortschatz B2 C1 C2: Corona, Lockdown | Deutsche Aussprache verbessern | Deutsch mit Angela Merkel

In dieser umfangreichen Lektion lernt ihr Deutsch von Angela Merkel! Wir schauen uns einen Teil ihrer Rede an. Dabei werdet ihr euren Wortschatz verbessern und viele nützliche trennbare Verben, Verben mit Präpositionen, Kollokationen und Redewendungen kennenlernen. Ziel ist es, dass ihr diesen Wortschatz einerseits versteht, andererseits jedoch auch selbst korrekt benutzen könnt. Außerdem seht ihr viele Beispiele aus anderen Videos, in denen der neue Wortschatz in authentischen Situationen verwendet wird. Mit dieser Lektion werdet ihr also auch euer Hörverstehen erhöhen und euer mündliches Sprachvermögen bzw. eure deutsche Aussprache verbessern.

Transkript:

Hallo liebe YouTube-Deutschlerner! Seit letztem Montag ist Deutschland ja nun wieder im Lockdown. Man will ja damit versuchen, mit der Corona-Pandemie fertig zu werden. Es mussten also erneut alle Gastronomiebetriebe und auch viele Betriebe im Bereich der Kultur schließen, was ja für viele Unternehmer aus finanzieller Sicht sehr sehr hart ist. Angesichts dessen hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel vergangene Woche dann an Unternehmer und Selbstständige gewandt, um sie über die neuen Entscheidungen der Bundesregierung zu informieren und ihnen finanzielle Unterstützung zuzusichern.

Wir schauen uns einen Teil dieser Rede von Frau Merkel an. Dabei lernt ihr jede Menge nützlicher Wörter und Ausdrücke aus dem Bereich der Wirtschaft, und zwar im Hinblick auf die aktuelle Corona-Krise. Viele dieser Wörter könnt ihr allerdings auch in anderen Situationen antreffen und dementsprechend auch selbst benutzen. Außerdem schauen wir uns natürlich genau die Aussprache an, was euch wiederum auch mit eurem Hörverstehen helfen wird. Es lohnt sich also auf jeden Fall, dranzubleiben.

Bevor wir starten, gebt dem Video doch bitte einen Daumen nach oben und aktiviert Benachrichtigungen für neue Videos. Das würde mir wirklich sehr sehr helfen und es würde mich dementsprechend auch wirklich sehr freuen.

Mit jemandem oder etwas umzugehen heißt, mit dieser Person oder Sache ohne große Schwierigkeiten fertig zu werden. Also damit klarzukommen. Ob wir wollen oder nicht, wir müssen mit den Corona-Maßnahmen irgendwie umgehen. Das heißt: Er kommt nicht gut mit Kindern klar. Es handelt sich hier um ein trennbares Verb. Betont wird also nicht das Verb an sich, sondern das Präfix: umgehen, umgegangen. Außerdem haben wir hier ein typisches Beispiel für die sogenannte e-Schwa-Tilgung. Was das e-Schwa ist, behandeln wir in dem Video, jetzt hier oben rechts und statt [ˈʊmgeːǝn] – das ist die Aussprache, die man im Wörterbuch findet, mit 3 Silben (umgehen) da haben wir das e-Schwa in der letzten Silbe stattdessen würde man aber eben viel öfter die Aussprache [ˈʊmgeːn] bevorzugen. [ˈʊmgeːn] Mit 2 Silben, [ˈʊmgeːn]. Gleiches gilt auch für das Partizip 2. Statt [ˈʊmgǝgaŋǝn] ist es sehr üblich [ˈʊmgǝgaŋ] zu sagen: [ˈʊmgǝgaŋ]

Jemandem etwas abzuverlangen heißt, hohe Anforderungen an diese Person zu stellen. Wenn ich also sage. Diese Sache verlangt mir viel ab, dann bedeutet das, dass diese Sache sehr sehr schwer, sehr sehr anstrengend, sehr sehr anspruchsvoll ist, eben hohe Anforderungen an mich stellt. Ich kann damit halt nicht so einfach umgehen. Und jetzt eben in dieser aktuellen Situation wird durch die Maßnahmen der Regierung der Wirtschaft viel abverlangt. Also es werden hohe Anforderungen an die Wirtschaft gestellt. Bei diesem Verb gilt einiges zu beachten, was die Aussprache betrifft. Wir schauen uns dazu mal die häufigsten Formen an, in denen dieses Verb überhaupt benutzt wird: abverlangt In dieser Form wird das Verb mit Abstand am häufigsten benutzt. Auch Frau Merkel hat es in dieser Form benutzt. Ihr werdet es also in den meisten Fällen in dieser Form irgendwo dieses Werb antreffen und dementsprechend am wahrscheinlichsten auch in dieser Form selbst verwenden. Das kann ja nicht nur das Partizip 2 sein, das wir für das Perfekt, Plusquamperfekt und Passiv brauchen, sondern auch die 3. Person Singular (er/sie/es) und die 2. Person Plural (ihr). Und zwar immer genau dann, wenn das Verb in einem Nebensatz vorkommt, weil es ja dann nicht getrennt wird. Das Präfix trägt die Betonung und wird somit am lautesten ausgesprochen. Es ist allerdings trotzdem kurz. Wichtig ist hier die Auslautverhärtung, d.h. wir sprechen ein P. Statt des B, was wir schreiben. Die beiden anderen Silben werden sehr schnell ausgesprochen. Zunächst ver-. Nur zwei Laute: der F-Laut [f] und das a-Schwa [ɐ]. Verbinden wir das nun mit dem Präfix ab-, dann klingt das so:[ˈapfɐ]. Zum Schluss noch: [laŋt] – mit dem nasalen Laut [ŋ]. [ˈapfɐlaŋt]. Im Wörterbuch findet man die Aussprache: [ˈapfɛɐ̯laŋt] – [fɛɐ̯]. Das würde man so allerdings nur sagen, wenn man dieses Wort ausdrücklich hervorheben will. Im Normalfall also nur mit dem a-Schwa: [fɐ]. nicht: [ˈapfɛɐ̯laŋt], sondern [ˈapfɐlaŋt]. Hier sind ein paar Beispiele mit dieser Wortform. Die zweithäufigste Form, in der man dieses Verb antreffen kann, ist: abverlangen. Das kann ja der Infinitiv sein, offensichtlich. Oder auch die wir-Form und die sie-Form im Plural, wenn das Verb wieder im Nebensatz vorkommt. Denn dann trennen wir es ja nicht. Aussprache: [ˈapfɐlaŋ]. Wir haben auch hier wieder eine e-Schwa-Tilgung, da es viel gängiger ist, zu sagen: [ˈapfɐlaŋ] statt [ˈapfɐlaŋǝn]. In der wir-Form kommt dieses Verb übrigens eher selten vor. Wenn wir diese Form antreffen, dann handelt es sich also meistens um die sie-Form im Plural, oder den Infinitiv. Hier kommen Beispiele: verlangt … ab. Das kann ja wie schon gesagt die 3. Person Singular (er/sie/es) und die 2. Person Plural (ihr) sein, allerdings wird es am meisten in der 3. Person Singular so benutzt. Und wir müssen es ja trennen, wenn es im Hauptsatz vorkommt. Also das ist eigentlich dieselbe Form, wie ABVERLANGT, aber jetzt einfach, wenn es im Hauptsatz benutzt wird. Verlangen … ab. Das wäre dann die 1. Person Plural (wir) oder die für dieses Verb relevantere Form, nämlich die 3. Person Plural (sie). Auch wieder, wenn wir es im Hauptsatz verwenden. In beiden Fällen ist drauf zu achten, dass man das Präfix klar artikuliert, mit einem Knacklaut, also einer klar erkennbaren Pause davor. Zum Beispiel: Die Hauptbetonung liegt in diesem Satz nicht auf dem Präfix, sondern auf dem Nomen „Geduld“. Trotzdem ist das Präfix „ab“ klar zu hören.

Unter einem Spitzenverband versteht man ein Zusammenschluss von Menschen gleicher Gesinnung, oder mit dem gleichen Ziel. Also in dem Fall ein Zusammenschluss von Arbeitgebern, die eben alle zusammen zu einem bestimmten Zweck zusammen arbeiten. In diesem Fall haben wir also Spitzenverbände der Arbeitgeber. Das sind dann also alles Arbeitgeber, die alle zusammen in dieser einen Organisation zusammengeschlossen sind. Eine Auswirkung ist der Effekt oder Einfluss bzw. auch die Folge, die eine Sache auf eine andere Sache hat. Die Corona-Krise hat beispielsweise viele negative Auswirkungen auf die Wirtschaft. Beeinflusst die Wirtschaft also im negativen Sinne. Bei diesem Nomen betonen wir das Präfix: Aus- [ˈaʊ̯svɪɐ̯kʊŋ]. Dieses Nomen endet ja außerdem auf -ung. Im Plural haben wir ja dann -ungen. In der Regel sprechen wir bei Nomen mit dieser Endung -ung aber die Pluralform genauso wie die Singularform aus. Und so ist es eben auch hier: [ˈaʊ̯svɪɐ̯kʊŋ] – sowohl für den Singular als auch für den Plural. Hier sehen wir das in der Praxis. Frau Merkel hat gesagt, dass sie Beratung mit den Spitzenverbänden der Arbeitgeber plant und sie möchte eben mit ihnen eben darüber beraten, wie sie die Auswirkungen der Krise weiter abfedern können. Also die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft sollen abgefedert werden. Das heißt, man möchte diese schlechten oder unbeabsichtichten Folgen vermeiden. Ja? Also man hat ja jetzt diese Maßnahmen ergriffen, um die Bevölkerung vor der Ausbreitung des Virus zu schützen, um das Gesundheitsystem nicht zu überlasten usw. Und damit verbunden sind aber eben auch negative Auswirkungen.

Diese negativen Auswirkungen möchte man natürlich so gering wie möglich halten. Das heißt, man möchte diese negativen Auswirkungen abfedern. Ähnlich wie bei dem Verb „abverlangen“ betonen wir auch hier das Präfix. Das Präfix ab- wird übrigens immer betont. Deswegen sind auch alle Verben, die dieses Präfix haben, trennbar. Und wir haben auch hier wieder diese drei Laute am Anfang: [ˈapf]. Wie bei dem Wort Apfel. Außerdem haben wir in der letzten Silbe das a-Schwa. Und jetzt gibt es wieder diese 2 Möglichkeiten: [ˈapfeːdɛɐ̯n] oder [ˈapfeːdɐn]. Wir bevorzugen die zweite, ja? Das hatten wir auch vorhin schon. Statt [ɛɐ̯] also einfach nur das a-Schwa: [ˈapfeːdɐn].

Bund und Länder. Das ist eine oft benutzte Kollokation und diese Kollokation werdet ihr wahrscheinlich nicht so oft in eurem Land hören. Es sei denn es handelt sich auch um einen föderalistischen Staat. Wie z.B. Deutschland oder Österreich. Nur in solchen Staaten macht das Sinn von Bund und Ländern zu sprechen. Und mit dem Bund meint man dann immer den gesammten Staat in Gegensatz zu den einzelnen Bundesländern. Ja? Die Länder sind dann die Bundesländer. Also z.B. haben wir das ja auch in vielen Komposita. Wie z.B.: Das wäre Berlin, usw. Beispiel mit dieser Kollokation: Weitreichend ist ein Adjektiv, kann auch als Adverb verwendet werden und bedeuted: für einen großen Bereich wichtig. Beschließen heißt übrigens: nach gründlicher Beratung und Überlegung eine verbindliche Entscheidung zu treffen. Wenn ich also sage: Bund und Länder haben weitreichende Beschrenkungen beschlossen, dann heißt das, sie haben über diese Beschrenkungen diskutiert, sie haben überlegt, was Sinn macht, was eher nicht Sinn macht und am Ende haben sie eine verbindliche Entscheidung getroffen.

Konsequent ist auch wieder ein Adjektiv, wird aber häufiger als Adverb verwendet und eher seltener als Atribut. Das heißt. Es wird eher häufiger mit Verben zusammen verwendet und eher seltener mit Nomen zusammen. Und konsequent bedeutet: Etwas passiert so, dass eine Sache nicht verändert bzw. beeinflusst wird. Frau Merkel hat gesagt, wir müssen schnell und konsequent handeln. Also wir müssen schnell handeln auf der einen Seite und auf der anderen Seite müssen wir auch so handeln, dass wir unsere Handlungsweise, unser Verhalten nicht die ganze Zeit verändern. Also wir müssen einer Linie folgen. Dieses Wort wird auf der letzten Silbe betont: [ˌkɔnzǝˈkvɛnt]. Genau genommen gibt es für dieses Wort zwei Aussprachevarianten: [ˌkɔnzǝˈkvɛnt] mit dem e-Schwa in der zweiten Silbe. Diese Aussprache hört man öfter. Allerdings ist auch die Aussprache [ˌkɔnzeˈkvɛnt] durchaus üblich, mit einem sogenannten gespannten E, aber trotzdem ist das E kurz.

Rapid ist auch wieder ein Adjektiv und kann sowohl Atributiv, also vor Nomen als auch adverbiel, also mit Verben zusammen benutzt werden. Es bedeutet schnell und unaufhaltsam. Es ist also quasi ein Synonym zu schnell. Typische Kollokationen sind: Ein rapider Anstieg, das rapide Wachstum.

Wenn etwas überlastet ist, dann muss es zu viel aufnehmen, oder bewältigen. Beispielsweise wird seit Jahren im Stadtzentrum Münchens ein zweiter S-Bahn-Tunnel geplant, da der bestehende S-Bahn-Tunnel überlastet ist. Durch diesen Tunnel fahren alle S-Bahn-Linien der Stadt München. Es ist Wahnsinn. Also wenn ihr schon mal in München wart, dann werdet ihr das vielleicht auch gesehen haben. Wenn ihr da an einer S-Bahn-Station im Zentrum steht, da kommt wirklich jede Minute eine S-Bahn. Es können also nicht mehr S-Bahnen durch diesen Tunnel durchfahren. Und trotzdem, obwohl dieser Tunnel also an seiner Kapazitätsgrenze ist, müssten eigentlich noch mehr S-Bahnen fahren, um diesen ganzen Fahrgastufkommen gewachsen zu sein. Deswegen plant man eben einen zweiten Tunnel. Im März 2020, war das italienische Gesundheitsystem schnell überlastet. Wir betonen hier nicht das Präfix, sondern den Stamm: [ˌyːbɐˈlastət] Dadurch haben wir hier das Phänomen, dass wir das Präfix sehr sehr schnell aussprechen. Aus dem langen Ü wird dann also oft ein kurzes Ü. Es bleibt aber trotzdem gespannt: [ˌybɐˈlastət].

In erster Linie bedeutet: hauptsächlich. Betonung auf dem Wort „erster“. Dieses Wort wird in der Regel in dieser Phrase auch deutlich von der Präposition „in“ abgegrenzt, nämlich durch den Knacklaut: [ɪn ˈʔɛɐstɐ ˌliːniǝ̯]. Wenn diese Phrase in der Satzmitte oder am Satzende auftritt, dann verkürzt man sehr sehr oft die Präposition „in“ und verbindet sie mit dem Wort davor. Das ist ja ein Funktionswort, eben eine Präposition. Und wie wir bereits wissen, werden ja Funktionswörter in der Regel stark verkürzt. So, und obwohl diese Präposition mit einem Vokal beginnt, wo wir ja eigentlich am Anfang auch den Knacklaut hören müssten, haben wir den hier in diesem Fall eben ganz oft nicht, weil wir die Präposition „in“ eben mit dem Wort davor verbinden. Außerdem wird der Vokal oft so stark reduziert, dass eigentlich nur noch das N übrig bleibt, also einfach [n] statt [ɪn].

Sagt mir bitte mal in den Kommentaren, welche Wörter neu für euch waren. Wenn euch diese Art zu lernen übrigens gefällt, dann empfehle ich euch, meiner Akademie beizutreten. Dort gibt es jede Menge solcher Videos wie dieses hier. Außerdem zu jedem Video eine Übersicht über den neuen Wortschatz mit vielen vielen Beispielen sowie einem handlichen Shadowing-Tool zum Trainieren eurer Aussprache und Reduzierung eures Akzentes, das ihr nirgendwo anders im Internet findet. Unter dem Video hier in der Beschreibung findet ihr den Link zur Webseite meiner Akademie. Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf YouTube und ich freue mich auf euch im nächsten Video.

 

VonBenjamin

Intensives Hören: Lange und kurze Vokale

Im Deutschen gibt es ja bekanntlich lange und kurze Vokale. Daneben unterscheiden wir auch zwischen gespannten und ungespannten Vokalen. Bevor man seine Aussprache verbessern, also diese Unterschiede selbst produzieren kann, muss man erstmal in der Lage sein, diese beim Hören zu erkennen. Denn wie soll man etwas selbst sagen, wenn man es noch nicht mal hören kann? Deshalb habe ich für euch ein Aussprachetraining mit 100 Wörtern zum intensiven Hören vorbereitet. Eure Aufgabe ist es dabei, zu erkennen, ob die Vokale lang oder kurz bzw. gespannt oder ungespannt gesprochen werden. Ich wünsche euch viel Spaß beim Aussprachetraining und freue mich über euer Feedback in den Kommentaren!

    1. lachen – [a]
    2. spielen – [iː]
    3. Fühl mal! – [yː]
    4. wöchentlich – [œ]
    5. das Gen – [eː]
    6. die Cola – [oː]
    7. wir siezen uns – [iː]
    8. ich hoffe – [ɔ]
    9. Österreich – [øː]
    10. des – [ɛ]
    11. zu sehen – [ʊ]
    12. zusehen – [uː]
    13. wenn – [ɛ]
    14. die Löhne – [øː]
    15. sie redet – [eː]
    16. Köln – [œ]
    17. offen – [ɔ]
    18. die Rehe – [eː]
    19. verärgert – [eː]
    20. beschießen – [iː]
    21. der Kohl – [oː]
    22. sie nörgeln – [œ]
    23. der Minister – [ɪ]
    24. empfehlen – [eː]
    25. die Analyse – [yː]
    26. wen – [eː]
    27. die Mitte – [ɪ]
    28. das Koma – [oː]
    29. wegen – [eː]
    30. doch – [ɔ]
    31. Berlin – [iː]
    32. mürrisch – [ʏ]
    33. atmen – [aː]
    34. der Keks – [eː]
    35. lüften – [ʏ]
    36. gestern – [ɛ]
    37. die Züge – [yː]
    38. schlagen – [aː]
    39. die Hitze – [ɪ]
    40. vierzig – [ɪ]
    41. die Schnur – [uː]
    42. das Video – [iː]
    43. der Ort – [ɔ]
    44. das Ohr – [oː]
    45. wurden – [ʊ]
    46. die Größe – [øː]
    47. das Magazin – [iː]
    48. kühl – [yː]
    49. die Miete – [iː]
    50. die Bevölkerung – [œ]
    51. absolut – [uː]
    52. er kam – [aː]
    53. die Wörter – [œ]
    54. der Dienst – [iː]
    55. er schnurrt – [ʊ]
    56. treten – [eː]
    57. sitzen – [ɪ]
    58. die Kuhle – [uː]
    59. die Gothik – [oː]
    60. der Ruhm – [uː]
    61. der Fluss – [ʊ]
    62. Düsseldorf – [ʏ]
    63. das Herz – [ɛ]
    64. Italien – [aː]
    65. der Löffel – [œ]
    66. der Euro – [o]
    67. der Kamm – [a]
    68. übrig – [yː]
    69. benötigen – [ɪ]
    70. der Herd – [eː]
    71. der Bus – [ʊ]
    72. rüber – [yː]
    73. das Niveau – [oː]
    74. die Geste – [eː]
    75. die Mathematik – [a]
    76. groß – [oː]
    77. das Komma – [ɔ]
    78. der Fuß – [uː]
    79. übersetzen – [y]
    80. Prag – [aː]
    81. bröckeln – [œ]
    82. üppig – [ʏ]
    83. das Museum – [eː]
    84. mathematisch – [aː]
    85. das Öl – [øː]
    86. Benjamin – [iː]
    87. es tränt – [eː]
    88. worden – [ɔ]
    89. düster – [yː]
    90. die Gäste – [ɛ]
    91. Dresden – [eː]
    92. der Rum – [ʊ]
    93. sozial – [aː]
    94. sollen – [ɔ]
    95. fünf – [ʏ]
    96. die Asche – [a]
    97. der Opel – [oː]
    98. Hallo – [o]
    99. der Koch – [ɔ]
    100. das Alphabet – [eː]