Kategorien-Archiv Redewendungen und Sprichwörter

VonBenjamin

Fließend & akzentfrei Deutsch sprechen | Redemittel: es geht um | Wortschatz & Aussprache B1 B2 C1

In meinen Aussprachevideos bringe ich euch die reale Aussprache von Wörtern bei, die wir üblicherweise in der gesprochenen Sprache verwenden – und zwar sowohl in informellen als auch in formelleren Situationen. Dies unterscheidet sich möglicherweise von dem, was ihr in Lehrbüchern oder im Deutschunterricht gelernt habt.

Transkript:

Hallo liebe YouTube Deutschlerner! In diesem Video beschäftigen wir uns mit der realen Aussprache der Phrase: ES GEHT UM. Zuerst möchte ich, dass ihr wisst, was wir hier eigentlich machen und warum. Immer wieder höre ich: „Oh, Deutsche sprechen so schnell“. Aber stimmt das wirklich? Mitunter spricht man als Muttersprachler natürlich wirklich ein bisschen schneller als jemand, der Deutsch als Fremdsprache lernt. Ganz oft liegt es aber auch daran, dass wir die Wörter und Phrasen stark verkürzen. Im Deutschunterricht übt man dann normalerweise die korrekte oder lehrbuchmäßige Aussprache von Wörtern, aber wenn man dann in die reale Welt hinausgeht, stellt man halt fest, dass die Wörter irgendwie anders klingen und das liegt eben daran, dass wir Wörter verkürzen und miteinander verbinden. Und was man dabei auch verstehen muss, ist, dass das nicht nur in informellen Situationen, sondern auch formellen Situationen passiert.

Heute wollen wir uns mit einem sehr gebräuchlichen Ausdruck befassen, der im Alltag, im Geschäftsleben und auch in Prüfungen häufig vorkommt. Es ist ein Redemittel, das ihr sicherlich alle schon kennt. ES GEHT UM. Wir wollen also lernen, wie wir Deutschen diesen Ausdruck wirklich aussprechen, damit ihr selbst natürlicher klingt und auch uns Deutsche besser verstehen könnt. Bitte gebt dem Video einen Like, wenn es euch gefällt, abonniert meinen Kanal und klickt auf die Glocke, das wäre wirklich sehr hilfreich für mich.

Also, der Ausdruck, den wir uns anschauen wollen, lautet: ES GEHT UM. Er besteht aus drei Wörtern. Im wirklichen Leben wird dieser Ausdruck jedoch so gut wie nie so ausgesprochen, wie die drei Wörter im Einzelnen. Es geht um. Das liegt daran, dass es nur ein einziges sogenanntes Inhaltswort gibt – nämlich: GEHT. Die Wörter ES und UM sind sogenannte Funktionswörter. Funktionswörter sind normalerweise unbetont und werden oft reduziert. Üben wir zuerst mal das Wort GEHT. Es ist das einzige Inhaltswort, deshalb wird es in diesem Ausdruck auch am lautesten ausgesprochen. Es wird betont. GEHT. Es beginnt mit dem G-Laut ​ [ɡ].​ Das ist ein Plosiv, also ein Verschlusslaut. Das heißt, er besteht aus zwei Teilen. Zuerst wird der Luftstrom angehalten und als zweites wird die Luft ausgestoßen. Um den Luftstrom anzuhalten, wird der hintere Teil der Zunge nach oben geführt und berührt das Gaumensegel, was sozusagen den Weg für die Luft versperrt. Das ist der erste Teil dieses Lautes, also der Verschluss. Beim zweiten Teil wird die Zunge wieder weggezogen also wieder runtergezogen und dadurch wird die angestaute Luft schlagartig mit einem Explosionsgeräusch freigesetzt [ɡ]. Die Lippen haben, wenn wir das [ɡ] aussprechen, schon die Position des nächsten Lautes, also in unserem Fall, des E-Lautes. [e], [ɡe] Es sieht ein bisschen so aus, als würde ich lächeln. Zuletzt kommt [t], auch wieder ein Plosiv, also ein Verschlusslaut. Dabei bildet der vorderste Teil der Zunge an den oberen Schneidezähnen bzw. kurz dahinter den Verschluss, die Zunge kann die Zähne berühren, muss sie aber nicht. Dieser Verschluss wird auch wieder schlagartig gelöst, sodass die Luft halt auch wieder mit einem Explosionsgeräusch aus dem Mund entweicht. [t] Die Zähne sind entweder zusammengedrückt oder ganz leicht geöffnet. Bei mir sind sie meistens leicht geöffnet.

Jetzt das erste Wort des Ausdrucks. ES. Das ist eines meiner Lieblingswörter im Deutschen, weil es fast nie wirklich wie „es“ ausgesprochen wird. Dieses Wort ist kein Inhaltswort, es ist ein Funktionswort. Es ist also unbetont, sehr tief und wird sehr schnell ausgesprochen. Es gibt zwei Arten, auf die es in der Regel ausgesprochen wird. Erstens, mit dem e-schwa. Zusammen mit dem zweiten Wort würde das lauten: Es geht. Hört ihr, dass ich nicht sage: Es geht, sondern es geht. Die zweite Möglichkeit ist eigentlich nur das [s] auszusprechen. Nur ein Laut. Ein stimmloses S. Also, ES GEHT noch mehr reduziert auf „SGEHT“. Es ist ganz normal, das so auszusprechen, auch in formelleren Situationen. Nur wenn ihr wirklich ganz deutlich sprechen wollt oder müsst, oder wenn es darauf ankommt, besonders schön zu sprechen, z.B. wenn ihr eine Präsentation haltet, oder bei einer Deutschprüfung seid. Dann würde ich euch eher empfehlen, das Wort mit dem e-Schwa auszusprechen. Es ist dann besser als: [s].

Zuletzt die Präposition UM. Auch diese ist ein Funktionswort. Das heißt: dieses Wort ist auch wieder unbetont, tief und wird relativ schnell ausgesprochen. Um. Abgesehen davon wird dieses Wort normalerweise aber nicht wirklich reduziert. Die Aussprache unterscheidet sich in diesem Fall also nicht von dem, was ihr gelernt habt. Es wird halt einfach nur unbetont, tief und schnell ausgesprochen. Meistens verbindet man es jedoch mit dem Wort davor. Anstatt also zu sagen: „Es geht um“, könnt ihr einfach diesen Knacklaut am Anfang von „um“ weglassen und den gesamten Ausdruck einfach so sagen, als wäre das alles nur ein Wort. Also nicht: es geht um, sondern: „esgehtum“. Oder, ganz verkürzt: „sgehtum“.

Jetzt gehen wir mal zusammen auf Youglish und hören uns ein paar Beispielsätze an, damit ihr seht, dass die meisten deutschen Muttersprachler das wirklich so aussprechen, wie ich es euch gerade beschrieben habe. Wenn der Satz mit einem Adverbial beginnt, muss man ja die Wortfolge ändern. Zum Beispiel in diesem Satz: In der Serie geht es um Zeitreisen. Das Verb muss ja an der zweiten Stelle stehen, deshalb haben wir jetzt GEHT ES, nicht mehr ES GEHT. In diesem Fall verbinden wir diese beiden Wörter oft zu: „GEHTS“. Das kennt ihr mit Sicherheit schon von der Frage: wie geht es? Und die Präposition UM wird auch hier wieder direkt hinten drangehängt, also ohne Knacklaut, sodass alles wieder so gesagt wird, als ob es nur ein einziges Wort wäre: „GEHTSUM“. Und auch hier ist es wieder so: wenn man besonders deutlich oder schön sprechen will, dann ist es mit dem Schwa-Laut angemessener: „GEHTES“. Aber trotzdem eben miteinander verbunden und ohne Knacklaut. Wie als wäre das ein Wort. „GEHTESUM“ Noch eine Sache: Das gilt jetzt nur für die Umgangssprache, also z.B. im Gespräch mit Freunden.

Schauen wir uns mal diesen Satz hier an. Hier geht es um einen wichtigen Schritt. Die Formen EIN bzw. EINEN des unbestimmten Artikels werden oft auf [n] reduziert. So, und UM endet ja auf [m]. [m] und [n] liegen sehr nahe beieinander. Also lassen wir im informellen Rahmen diesen unbestimmten Artikel manchmal ganz weg. Man verbindet den Artikel mit der Präposition UM davor so stark, dass der Artikel gar nicht mehr zu hören ist. Also sagt man dann: „HIER GEHT ES UM WICHTIGEN SCHRITT“. Beim Schreiben kann man den Artikel auf keinen Fall weglassen! Der muss da sein! Aber in informellen Gesprächen ist es eben üblich, diesen unbestimmten Artikel sehr sehr stark zu reduzieren und mit den Wörtern davor und dahinter zu verbinden. Der Ausdruck „es geht um“ wird übrigens immer zusammen mit dem Akkusativ verwendet. Sodass also danach die Artikel DEN, DIE, DAS, EINEN, EINE, EIN folgen können. DEN, EINEN und EIN reduzieren sich bei informellen Gesprächen so stark, dass man sie weglassen kann, und viele deutsche Muttersprachler tun das auch. Die anderen Artikel können auch reduziert werden, aber die sind immer noch zu hören. Aber: DEN, EINEN und EIN kann man bei informellen Gesprächen hinter dem Ausdruck „ES GEHT UM“ halt einfach weglassen.

So, das war’s für heute. Ich hoffe, dass das ein nützlicher Input für euch war. Schreibt bitte unten in die Kommentare weitere Ausdrücke oder Wörter, deren Aussprache wir gemeinsam in einem anderen Video behandeln sollen. Und noch eine kleine Anmerkung in eigener Sache: Ich habe gerade mein erstes E-Book fertiggestellt, in dem ich euch 7 Tipps verrate, um sicher und selbstbewusst Deutsch zu sprechen. Es ist völlig kostenlos, ladet es euch gerne runter, lest es. Ich bin mir sicher, dass jeder von euch mindestens 3-4 Tipps da findet, die ihm wirklich helfen, sicherer und selbstbewusster zu sprechen. Der Link zu diesem E-Book zu diesen 7 Tipps befindet sich unter dem Video. Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf YouTube und ich freue mich auf euch im nächsten Video.

 

VonBenjamin

Wortschatz Deutsch: die Flaute | 30 Sekunden Deutsch | Deutsch mit Benjamin C1 C2

Lasst uns mal wieder den Wortschatz erweitern! Heute lernt ihr das Verb ABFLAUEN kennen sowie das Nomen DIE FLAUTE.

 

Transkript:

Hallo zu einer weiteren Folge 30 Sekunden deutsch! Eben bin ich auf diesen Instagram-Beitrag von der Tagesschau gestoßen, in dem steht: die Lage auf den Intensivstationen flaut ab. Mir geht es hier um das Verb abflauen. Das bedeutet, dass sich die Lage entspannt. Dieses Wort stammt von dem Nomen die Flaute, das wiederum ein Begriff aus der Wirtschaft ist und eine Situation beschreibt, in der von einem bestimmten Produkt wenig gekauft wird. Man benutzt aber dieses Nomen auch in anderen Situationen. Es herrscht Flaute, es passiert nichts.

 

VonBenjamin

30 Sekunden Deutsch: Hörverstehen verbessern | Sätze für euren nächsten Skype-Call

Lernt, wie man schnell und authentisch sagt: „Ich höre dich nicht. Das habe ich nicht verstanden.“

Transkript:

Wenn also das nächste Mal auf Zoom oder auf Skype die Internetverbindung wieder nicht mitspielt, dann könnt ihr sagen: ich höre dich nicht. Das habe ich nicht verstanden. Ich hoffe das hilft.

VonBenjamin

3 Adjektive statt SEHR: Synonyme für LAUT, REICH, KALT | Wortschatz B2 C1

3 Synonyme: Adjektive statt „sehr“

  • wohlhabend: sehr reich
  • ohrenbetäubend: sehr laut
  • eisig: sehr kalt

Transkript:

Statt sehr reich könnt ihr sagen wohlhabend. Die Familie ist wohlhabend. Sehr laut ist ohrenbetäubend. Kannst du mal diese ohrenbetäubende Musik ausmachen? Sehr kalt ist eisig. Draußen ist es eisig. Der Kaffee ist eisig.

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30 Sekunden Deutsch: Das soll es für heute gewesen sein! | Deutsch mit Benjamin

Das soll es für heute gewesen sein. Eine gebräuchliche Formulierung, mit der man im Deutschen eine Präsentation, einen Vortrag, eine Unterrichtsstunde o.Ä. beenden kann.

Transkript:

Hallo und willkommen bei 30 Sekunden deutsch bei Deutsch mit Benjamin. Eine sehr gebräuchliche Art eine Präsentation, einen Vortrag oder auch als Lehrer beispielsweise eine Unterrichtsstunde zu beenden, ist: das soll es für heute gewesen sein. Das soll es für heute gewesen sein. Betonung auf gewesen. Das soll es für heute gewesen sein heißt ganz einfach: wir sind fertig, der Vortrag ist zu Ende, die Unterrichtsstunde was auch immer ist zu Ende.

VonBenjamin

Wortschatz B2 C1 C2: Corona, Lockdown | Deutsche Aussprache verbessern | Deutsch mit Angela Merkel

In dieser umfangreichen Lektion lernt ihr Deutsch von Angela Merkel! Wir schauen uns einen Teil ihrer Rede an. Dabei werdet ihr euren Wortschatz verbessern und viele nützliche trennbare Verben, Verben mit Präpositionen, Kollokationen und Redewendungen kennenlernen. Ziel ist es, dass ihr diesen Wortschatz einerseits versteht, andererseits jedoch auch selbst korrekt benutzen könnt. Außerdem seht ihr viele Beispiele aus anderen Videos, in denen der neue Wortschatz in authentischen Situationen verwendet wird. Mit dieser Lektion werdet ihr also auch euer Hörverstehen erhöhen und euer mündliches Sprachvermögen bzw. eure deutsche Aussprache verbessern.

Transkript:

Hallo liebe YouTube-Deutschlerner! Seit letztem Montag ist Deutschland ja nun wieder im Lockdown. Man will ja damit versuchen, mit der Corona-Pandemie fertig zu werden. Es mussten also erneut alle Gastronomiebetriebe und auch viele Betriebe im Bereich der Kultur schließen, was ja für viele Unternehmer aus finanzieller Sicht sehr sehr hart ist. Angesichts dessen hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel vergangene Woche dann an Unternehmer und Selbstständige gewandt, um sie über die neuen Entscheidungen der Bundesregierung zu informieren und ihnen finanzielle Unterstützung zuzusichern.

Wir schauen uns einen Teil dieser Rede von Frau Merkel an. Dabei lernt ihr jede Menge nützlicher Wörter und Ausdrücke aus dem Bereich der Wirtschaft, und zwar im Hinblick auf die aktuelle Corona-Krise. Viele dieser Wörter könnt ihr allerdings auch in anderen Situationen antreffen und dementsprechend auch selbst benutzen. Außerdem schauen wir uns natürlich genau die Aussprache an, was euch wiederum auch mit eurem Hörverstehen helfen wird. Es lohnt sich also auf jeden Fall, dranzubleiben.

Bevor wir starten, gebt dem Video doch bitte einen Daumen nach oben und aktiviert Benachrichtigungen für neue Videos. Das würde mir wirklich sehr sehr helfen und es würde mich dementsprechend auch wirklich sehr freuen.

Mit jemandem oder etwas umzugehen heißt, mit dieser Person oder Sache ohne große Schwierigkeiten fertig zu werden. Also damit klarzukommen. Ob wir wollen oder nicht, wir müssen mit den Corona-Maßnahmen irgendwie umgehen. Das heißt: Er kommt nicht gut mit Kindern klar. Es handelt sich hier um ein trennbares Verb. Betont wird also nicht das Verb an sich, sondern das Präfix: umgehen, umgegangen. Außerdem haben wir hier ein typisches Beispiel für die sogenannte e-Schwa-Tilgung. Was das e-Schwa ist, behandeln wir in dem Video, jetzt hier oben rechts und statt [ˈʊmgeːǝn] – das ist die Aussprache, die man im Wörterbuch findet, mit 3 Silben (umgehen) da haben wir das e-Schwa in der letzten Silbe stattdessen würde man aber eben viel öfter die Aussprache [ˈʊmgeːn] bevorzugen. [ˈʊmgeːn] Mit 2 Silben, [ˈʊmgeːn]. Gleiches gilt auch für das Partizip 2. Statt [ˈʊmgǝgaŋǝn] ist es sehr üblich [ˈʊmgǝgaŋ] zu sagen: [ˈʊmgǝgaŋ]

Jemandem etwas abzuverlangen heißt, hohe Anforderungen an diese Person zu stellen. Wenn ich also sage. Diese Sache verlangt mir viel ab, dann bedeutet das, dass diese Sache sehr sehr schwer, sehr sehr anstrengend, sehr sehr anspruchsvoll ist, eben hohe Anforderungen an mich stellt. Ich kann damit halt nicht so einfach umgehen. Und jetzt eben in dieser aktuellen Situation wird durch die Maßnahmen der Regierung der Wirtschaft viel abverlangt. Also es werden hohe Anforderungen an die Wirtschaft gestellt. Bei diesem Verb gilt einiges zu beachten, was die Aussprache betrifft. Wir schauen uns dazu mal die häufigsten Formen an, in denen dieses Verb überhaupt benutzt wird: abverlangt In dieser Form wird das Verb mit Abstand am häufigsten benutzt. Auch Frau Merkel hat es in dieser Form benutzt. Ihr werdet es also in den meisten Fällen in dieser Form irgendwo dieses Werb antreffen und dementsprechend am wahrscheinlichsten auch in dieser Form selbst verwenden. Das kann ja nicht nur das Partizip 2 sein, das wir für das Perfekt, Plusquamperfekt und Passiv brauchen, sondern auch die 3. Person Singular (er/sie/es) und die 2. Person Plural (ihr). Und zwar immer genau dann, wenn das Verb in einem Nebensatz vorkommt, weil es ja dann nicht getrennt wird. Das Präfix trägt die Betonung und wird somit am lautesten ausgesprochen. Es ist allerdings trotzdem kurz. Wichtig ist hier die Auslautverhärtung, d.h. wir sprechen ein P. Statt des B, was wir schreiben. Die beiden anderen Silben werden sehr schnell ausgesprochen. Zunächst ver-. Nur zwei Laute: der F-Laut [f] und das a-Schwa [ɐ]. Verbinden wir das nun mit dem Präfix ab-, dann klingt das so:[ˈapfɐ]. Zum Schluss noch: [laŋt] – mit dem nasalen Laut [ŋ]. [ˈapfɐlaŋt]. Im Wörterbuch findet man die Aussprache: [ˈapfɛɐ̯laŋt] – [fɛɐ̯]. Das würde man so allerdings nur sagen, wenn man dieses Wort ausdrücklich hervorheben will. Im Normalfall also nur mit dem a-Schwa: [fɐ]. nicht: [ˈapfɛɐ̯laŋt], sondern [ˈapfɐlaŋt]. Hier sind ein paar Beispiele mit dieser Wortform. Die zweithäufigste Form, in der man dieses Verb antreffen kann, ist: abverlangen. Das kann ja der Infinitiv sein, offensichtlich. Oder auch die wir-Form und die sie-Form im Plural, wenn das Verb wieder im Nebensatz vorkommt. Denn dann trennen wir es ja nicht. Aussprache: [ˈapfɐlaŋ]. Wir haben auch hier wieder eine e-Schwa-Tilgung, da es viel gängiger ist, zu sagen: [ˈapfɐlaŋ] statt [ˈapfɐlaŋǝn]. In der wir-Form kommt dieses Verb übrigens eher selten vor. Wenn wir diese Form antreffen, dann handelt es sich also meistens um die sie-Form im Plural, oder den Infinitiv. Hier kommen Beispiele: verlangt … ab. Das kann ja wie schon gesagt die 3. Person Singular (er/sie/es) und die 2. Person Plural (ihr) sein, allerdings wird es am meisten in der 3. Person Singular so benutzt. Und wir müssen es ja trennen, wenn es im Hauptsatz vorkommt. Also das ist eigentlich dieselbe Form, wie ABVERLANGT, aber jetzt einfach, wenn es im Hauptsatz benutzt wird. Verlangen … ab. Das wäre dann die 1. Person Plural (wir) oder die für dieses Verb relevantere Form, nämlich die 3. Person Plural (sie). Auch wieder, wenn wir es im Hauptsatz verwenden. In beiden Fällen ist drauf zu achten, dass man das Präfix klar artikuliert, mit einem Knacklaut, also einer klar erkennbaren Pause davor. Zum Beispiel: Die Hauptbetonung liegt in diesem Satz nicht auf dem Präfix, sondern auf dem Nomen „Geduld“. Trotzdem ist das Präfix „ab“ klar zu hören.

Unter einem Spitzenverband versteht man ein Zusammenschluss von Menschen gleicher Gesinnung, oder mit dem gleichen Ziel. Also in dem Fall ein Zusammenschluss von Arbeitgebern, die eben alle zusammen zu einem bestimmten Zweck zusammen arbeiten. In diesem Fall haben wir also Spitzenverbände der Arbeitgeber. Das sind dann also alles Arbeitgeber, die alle zusammen in dieser einen Organisation zusammengeschlossen sind. Eine Auswirkung ist der Effekt oder Einfluss bzw. auch die Folge, die eine Sache auf eine andere Sache hat. Die Corona-Krise hat beispielsweise viele negative Auswirkungen auf die Wirtschaft. Beeinflusst die Wirtschaft also im negativen Sinne. Bei diesem Nomen betonen wir das Präfix: Aus- [ˈaʊ̯svɪɐ̯kʊŋ]. Dieses Nomen endet ja außerdem auf -ung. Im Plural haben wir ja dann -ungen. In der Regel sprechen wir bei Nomen mit dieser Endung -ung aber die Pluralform genauso wie die Singularform aus. Und so ist es eben auch hier: [ˈaʊ̯svɪɐ̯kʊŋ] – sowohl für den Singular als auch für den Plural. Hier sehen wir das in der Praxis. Frau Merkel hat gesagt, dass sie Beratung mit den Spitzenverbänden der Arbeitgeber plant und sie möchte eben mit ihnen eben darüber beraten, wie sie die Auswirkungen der Krise weiter abfedern können. Also die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft sollen abgefedert werden. Das heißt, man möchte diese schlechten oder unbeabsichtichten Folgen vermeiden. Ja? Also man hat ja jetzt diese Maßnahmen ergriffen, um die Bevölkerung vor der Ausbreitung des Virus zu schützen, um das Gesundheitsystem nicht zu überlasten usw. Und damit verbunden sind aber eben auch negative Auswirkungen.

Diese negativen Auswirkungen möchte man natürlich so gering wie möglich halten. Das heißt, man möchte diese negativen Auswirkungen abfedern. Ähnlich wie bei dem Verb „abverlangen“ betonen wir auch hier das Präfix. Das Präfix ab- wird übrigens immer betont. Deswegen sind auch alle Verben, die dieses Präfix haben, trennbar. Und wir haben auch hier wieder diese drei Laute am Anfang: [ˈapf]. Wie bei dem Wort Apfel. Außerdem haben wir in der letzten Silbe das a-Schwa. Und jetzt gibt es wieder diese 2 Möglichkeiten: [ˈapfeːdɛɐ̯n] oder [ˈapfeːdɐn]. Wir bevorzugen die zweite, ja? Das hatten wir auch vorhin schon. Statt [ɛɐ̯] also einfach nur das a-Schwa: [ˈapfeːdɐn].

Bund und Länder. Das ist eine oft benutzte Kollokation und diese Kollokation werdet ihr wahrscheinlich nicht so oft in eurem Land hören. Es sei denn es handelt sich auch um einen föderalistischen Staat. Wie z.B. Deutschland oder Österreich. Nur in solchen Staaten macht das Sinn von Bund und Ländern zu sprechen. Und mit dem Bund meint man dann immer den gesammten Staat in Gegensatz zu den einzelnen Bundesländern. Ja? Die Länder sind dann die Bundesländer. Also z.B. haben wir das ja auch in vielen Komposita. Wie z.B.: Das wäre Berlin, usw. Beispiel mit dieser Kollokation: Weitreichend ist ein Adjektiv, kann auch als Adverb verwendet werden und bedeuted: für einen großen Bereich wichtig. Beschließen heißt übrigens: nach gründlicher Beratung und Überlegung eine verbindliche Entscheidung zu treffen. Wenn ich also sage: Bund und Länder haben weitreichende Beschrenkungen beschlossen, dann heißt das, sie haben über diese Beschrenkungen diskutiert, sie haben überlegt, was Sinn macht, was eher nicht Sinn macht und am Ende haben sie eine verbindliche Entscheidung getroffen.

Konsequent ist auch wieder ein Adjektiv, wird aber häufiger als Adverb verwendet und eher seltener als Atribut. Das heißt. Es wird eher häufiger mit Verben zusammen verwendet und eher seltener mit Nomen zusammen. Und konsequent bedeutet: Etwas passiert so, dass eine Sache nicht verändert bzw. beeinflusst wird. Frau Merkel hat gesagt, wir müssen schnell und konsequent handeln. Also wir müssen schnell handeln auf der einen Seite und auf der anderen Seite müssen wir auch so handeln, dass wir unsere Handlungsweise, unser Verhalten nicht die ganze Zeit verändern. Also wir müssen einer Linie folgen. Dieses Wort wird auf der letzten Silbe betont: [ˌkɔnzǝˈkvɛnt]. Genau genommen gibt es für dieses Wort zwei Aussprachevarianten: [ˌkɔnzǝˈkvɛnt] mit dem e-Schwa in der zweiten Silbe. Diese Aussprache hört man öfter. Allerdings ist auch die Aussprache [ˌkɔnzeˈkvɛnt] durchaus üblich, mit einem sogenannten gespannten E, aber trotzdem ist das E kurz.

Rapid ist auch wieder ein Adjektiv und kann sowohl Atributiv, also vor Nomen als auch adverbiel, also mit Verben zusammen benutzt werden. Es bedeutet schnell und unaufhaltsam. Es ist also quasi ein Synonym zu schnell. Typische Kollokationen sind: Ein rapider Anstieg, das rapide Wachstum.

Wenn etwas überlastet ist, dann muss es zu viel aufnehmen, oder bewältigen. Beispielsweise wird seit Jahren im Stadtzentrum Münchens ein zweiter S-Bahn-Tunnel geplant, da der bestehende S-Bahn-Tunnel überlastet ist. Durch diesen Tunnel fahren alle S-Bahn-Linien der Stadt München. Es ist Wahnsinn. Also wenn ihr schon mal in München wart, dann werdet ihr das vielleicht auch gesehen haben. Wenn ihr da an einer S-Bahn-Station im Zentrum steht, da kommt wirklich jede Minute eine S-Bahn. Es können also nicht mehr S-Bahnen durch diesen Tunnel durchfahren. Und trotzdem, obwohl dieser Tunnel also an seiner Kapazitätsgrenze ist, müssten eigentlich noch mehr S-Bahnen fahren, um diesen ganzen Fahrgastufkommen gewachsen zu sein. Deswegen plant man eben einen zweiten Tunnel. Im März 2020, war das italienische Gesundheitsystem schnell überlastet. Wir betonen hier nicht das Präfix, sondern den Stamm: [ˌyːbɐˈlastət] Dadurch haben wir hier das Phänomen, dass wir das Präfix sehr sehr schnell aussprechen. Aus dem langen Ü wird dann also oft ein kurzes Ü. Es bleibt aber trotzdem gespannt: [ˌybɐˈlastət].

In erster Linie bedeutet: hauptsächlich. Betonung auf dem Wort „erster“. Dieses Wort wird in der Regel in dieser Phrase auch deutlich von der Präposition „in“ abgegrenzt, nämlich durch den Knacklaut: [ɪn ˈʔɛɐstɐ ˌliːniǝ̯]. Wenn diese Phrase in der Satzmitte oder am Satzende auftritt, dann verkürzt man sehr sehr oft die Präposition „in“ und verbindet sie mit dem Wort davor. Das ist ja ein Funktionswort, eben eine Präposition. Und wie wir bereits wissen, werden ja Funktionswörter in der Regel stark verkürzt. So, und obwohl diese Präposition mit einem Vokal beginnt, wo wir ja eigentlich am Anfang auch den Knacklaut hören müssten, haben wir den hier in diesem Fall eben ganz oft nicht, weil wir die Präposition „in“ eben mit dem Wort davor verbinden. Außerdem wird der Vokal oft so stark reduziert, dass eigentlich nur noch das N übrig bleibt, also einfach [n] statt [ɪn].

Sagt mir bitte mal in den Kommentaren, welche Wörter neu für euch waren. Wenn euch diese Art zu lernen übrigens gefällt, dann empfehle ich euch, meiner Akademie beizutreten. Dort gibt es jede Menge solcher Videos wie dieses hier. Außerdem zu jedem Video eine Übersicht über den neuen Wortschatz mit vielen vielen Beispielen sowie einem handlichen Shadowing-Tool zum Trainieren eurer Aussprache und Reduzierung eures Akzentes, das ihr nirgendwo anders im Internet findet. Unter dem Video hier in der Beschreibung findet ihr den Link zur Webseite meiner Akademie. Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf YouTube und ich freue mich auf euch im nächsten Video.

 

VonBenjamin

Synonyme für „(nicht) zögern“

Heute könnt ihr wieder euren Wortschatz erweitern. Also fackelt nicht lange und schaut euch das Video an!

Transkript:

Hallo liebe YouTube-Deutschlerner und willkommen bei Deutsch mit Benjamin, der ersten Adresse für alle fortgeschrittenen Deutschlerner, die ihre Deutschkenntnisse perfektionieren wollen.

Und heute gebe ich euch ein paar Redewendungen beziehungsweise Formulierungen mit dem Wort fackeln. Und wir fangen an mit dem Nomen die Fackel. Was ist eigentlich eine Fackel? Eine Fackel ist eigentlich so ein Stock. Ein Stock, auf dem oben eine Flamme brennt. Das heißt, man kann das oben anzünden und dann hat man diesen Stock. Oben ist die Flamme und man kann das nutzen als Beleuchtung als Beleuchtungskörper sozusagen, ja. Um einen sehr dunklen Raum unter der Erde zum Beispiel zu erhellen. Das ist eine Fackel.

So und dann haben wir das Verb fackeln. Und im übertragenen Sinne bedeutet das sowie zögern. Man benutzt es meistens in einer Negation. Das heißt, man sagt meistens: Ich habe nicht lange gefackelt. Oder: Ohne lange zu fackeln, habe ich das gemacht. Und das bedeutet: Ohne lange zu zögern. Ich habe nicht gezögert, ich habe es gleich gemacht. Zum Beispiel, wenn ich über ein Problem eine Herausforderung spreche.

Nehmen wir das Beispiel. Ja, meine Schwester möchte sich von ihrem Freund trennen, ja. Und sie möchte sofort ausziehen. Sie hält es da nicht mehr aus. Die ganze Zeit streiten die sich. Es fliegen die Fetzen. Das ist übrigens auch eine schöne Redewendung. Es fliegen die Fetzen heißt: Sie streiten sich, ja. Sehr sehr heftig. Genau. Sie hält es nicht mehr lange da aus. Sie will weg. Sie ruft mich an, erzählt mir davon und bittet mich um Hilfe. Dann kann ich sagen: Komm! Fackeln wir nicht lange, ich komme zu dir. Ich hole dich ab und du kannst erst mal ein paar Tage bei mir unterkommen. Wenn ich dann später davon erzähle, dann könnte ich sagen: Als sie mich angerufen hat und mir von ihrem Schicksal erzählt hat. Von ihrem Leiden, von ihrer Situation erzählt hat, habe ich nicht lange gefackelt. Ich bin einfach hingefahren, habe sie abgeholt und habe ihr gesagt, dass sie erst mal eine Weile bei mir unterkommen kann, ja.

Ich habe nicht lange gefackelt. Ohne lange zu fackeln, bin ich zu ihr gekommen und habe sie abgeholt und mitgenommen. Ohne lange zu fackeln. Ich habe nicht lange gefackelt, okay? Das wäre eine Möglichkeit. Also ein Problem einfach angehen, ohne lange zu warten, ohne länger darüber nachzudenken, dass irgendwie abzuwägen, ja. Sollte ich das jetzt machen? Was wären jetzt die Vor- und Nachteile. Sondern einfach das Problem angepackt. Ich habe das Problem angepackt, ja.

Eine andere oder ein anderes Beispiel wäre: Ich sehe ein Angebot für einen neuen Computer und dieses Angebot fesselt mich. Ich finde das Angebot so gut, so Klasse. Ohne zu fackeln, kaufe ich den Computer einfach. Also ich denke mir einfach: So ein super gutes Angebot, das kommt mir nicht alle Tage unter. Also werde ich jetzt einfach kaufen. Ich werde jetzt einfach annehmen dieses Angebot, ja. Ich werde jetzt nicht lange fackeln. Ich werde jetzt nicht lange drüber nachdenken, ich kaufe mir den Computer einfach. Also ich fackele nicht lange. Ohne lange zu fackeln, kaufe ich mir den Computer. Das wäre auch eine Möglichkeit, das so zu benutzen.

Eine andere Möglichkeit, das ist dann schon noch übertragener, würde ich sagen und auch nicht mehr so häufig, aber auch in dieser Bedeutung kann man es antreffen. Wenn jemand… Zum Beispiel, wenn ihr bei einem Vortrag euch anmeldet oder so, ja. Oder bei einem Seminar und ihr geht dahin und ihr erwartet vielleicht, dass es erstmal langsam losgeht. Ihr bekommt vielleicht erstmal eine Einführung. Aber es geht sofort los. Also von Minute eins an werdet ihr dort mit Informationen überschüttet und überhäuft und ihr könnt euch gar nicht mehr retten, ja. Also ihr seid ein bisschen überfordert, es geht irgendwie viel schneller als gedacht, viel schneller als erwartet. Entschuldigt, dass jetzt hier gerade dieser uralte VW-Bus steht. Sorry, aber ich hoffe, dass sein Motor gleich ausgeht. Na ja auf jeden Fall …
Genau, dann könntet ihr auch sagen: Okay ich bin da zu diesem Seminar hingegangen und ich dachte,
dass wir erst mal eine Einführung bekommen. Aber nee, also ohne zu fackeln, ohne Umschweife könnte man auch sagen. Ohne Umschweife, ohne zu fackeln sind wir gleich richtig in die Materie eingestiegen und es ging gleich los mit dem Unterricht, ja. Mit dem Thema. Also ohne zu fackeln jetzt… Warum muss er jetzt ausgerechnet genau hier parken weiß ich nicht und doch noch weiterfahren… Aber jetzt ist er weg, super! Also ohne Umschweife, ohne abzuschweifen, ohne lange zu fackeln sind wir direkt los also sind wir direkt in die Materie eingestiegen und haben direkt angefangen.

Ja, das wäre also auch noch eine Möglichkeit, wie man diese Redewendung benutzen beziehungsweise antreffen könnte, ja. Kennt ihr vielleicht auch solche Situation, beziehungsweise könnt ihr euch noch andere Situationen vorstellen, wo ihr das benutzen könntet. Also ich habe nicht lange gefackelt. Und dann sagt man oft auch einfach dazu, ja. Ich habe nicht lange gefackelt und dann bin ich einfach zu meiner Schwester gefahren und habe sie abgeholt. Ich habe nicht lange gefackelt und habe den Computer einfach gekauft. Also ich habe nicht lange gefackelt. Einfach und einfach, ja. Oder ohne lange zu fackeln habe ich einfach das und das gemacht. Kennt ihr solche Situationen? Habt ihr vielleicht eigene Beispiele, die ihr in die Kommentare schreiben könntet? Ich würde mich sehr freuen. Gebt gerne dem Video auch ein Daumen nach oben, wenn euch das geholfen hat und euch diese Redewendung gefällt.

Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf YouTube und ich freue mich auf euch im nächsten Video.

VonBenjamin

Deutscher Wortschatz für den Sommer

Mit diesen 10 Redewendungen und Kollokationen, die man eher nicht in Deutschkursen lernen würde, könnt ihr euren Wortschatz erweitern und in Gesprächen mit Muttersprachlern punkten.

Schaut euch zuerst das Video an und übt den erlernten Wortschatz danach in dem kostenlosen Übungs-PDF, das ich für euch erstellt habe. Feedback dazu könnt ihr mir gerne in die Kommentare schreiben.

1. die Affenhitze aushalten

große Wärme ertragen

  • Im Juli wird es oft mehr als 30 Grad warm, dann müssen alle die Affenhitze aushalten.
  • Wir mussten die Affenhitze 3 Stunden aushalten! Im Schwimmbad gab es nirgends einen Platz im Schatten.

2. Sandalen mit weißen Tennissocken tragen

ein Vorurteil über deutsche Männer, die offene Schuhe im Sommer mit (weißen) Strümpfen kombinieren

  • Da ist ja wieder der Trupp der deutschen Urlauber: Sie tragen am liebsten ihre Sandalen mit weißen Tennissocken!
  • Auch im Ausland sieht man sie oft – die deutschen Männer, die ihre Sandalen mit weißen Tennissocken tragen!

3. dem Summen der Bienen lauschen

den Geräuschen der Insekten, die Honig sammeln, zuhören

  • An so einem schönen Nachmittag wie heute liege ich am liebsten in der Hängematte und lausche dem Summen der Bienen.
  • Im Sommer lauschen viele Menschen dem Summen der Bienen – einige empfinden das als sehr erholsam.

4. im Strandkorb chillen

sich in einer Sitzgelegenheit entspannen, die an deutschen Stränden sehr häufig anzutreffen ist

  • Heute ist wirklich tolles Wetter, lasst uns doch einen Strandkorb mieten und da drin chillen!
  • Schau dir nur die ganzen Leute hier am Meer an! Alle chillen sie ganz entspannt im Strandkorb.

5. die Sonne knallt ordentlich

wenn man starke Hitze und Wärme durch die Sonne empfindet

  • Wir sitzen hier jetzt schon ganz schön lange, so langsam knallt die Sonne aber ordentlich!
  • Im Juli knallt die Sonne eigentlich überall in Deutschland ganz ordentlich.

6. sich (Dat.) mit dem Badetuch die Liege reservieren

Vorurteil über Deutsche, die ein großes Handtuch auf Sitzgelegenheiten am Strand oder am Pool legen, um den Platz für sich selbst freizuhalten

  • Der vom Zimmer 131 hat sich wohl schon um 6 Uhr früh mit seinem Badetuch die Liege reserviert!
  • Ich finde die Leute immer unmöglich, die sich mit ihrem Badetuch die Liege am Pool reservieren.

7. Weißweinschorle genießen

eine Mischung aus Weißwein und Wasser mit Kohlensäure genussvoll trinken

  • Ich freue mich schon wieder auf die lauen Sommernächte, in denen wir immer unsere Weißweinschorle auf dem Balkon genießen!
  • In Österreich wurde ich letztes Jahr ausgelacht, als ich meine Weißweinschorle genießen wollte. Die nennen die ja „Weißer Spritzer“.

8. mit dem Tretboot fahren

ein kleines Boot, das mit den Füßen angetrieben wird, benutzen

  • Auf der Müritz fahren viele Menschen gerne mit dem Tretboot.
  • Längere Zeit mit dem Tretboot zu fahren, ist gar nicht so einfach, wie viele Menschen immer glauben!

9. Schmetterlinge im Bauch haben

frisch verliebt und dabei glücklich sein

  • Du siehst ja richtig glücklich aus! Hast du etwa Schmetterlinge im Bauch?
  • Ich kann gar nicht mehr aufhören zu grinsen. Ich habe wirklich richtig Schmetterlinge im Bauch!

10. eine Nachtwanderung machen

in der Dunkelheit einen längeren Weg durch die Natur zurücklegen

  • Immer wenn wir zelten, machen wir eine Nachtwanderung durch den Wald mit Stirnlampen. Das ist manchmal richtig gruselig!
  • Eine Nachtwanderung zu machen, hat in manchen Vereinen eine langjährige Tradition.

Um den Wortschatz nicht zu vergessen, ist es wichtig, ihn direkt anzuwenden. Lade dir dazu mein kostenloses Übungs-PDF zu diesem Video herunter!

VonBenjamin

10 Redewendungen, um Menschen zu beschreiben

Redewendungen und Redensarten sind unerlässlich, wenn ihr euren Wortschatz erweitern wollt. Deswegen habe ich hier eine Liste für euch mit 10 Redewendungen, mit denen man Menschen beschreiben kann.

1. ein dickes Fell haben

die Fähigkeit, Kritik, Rückschläge oder ähnliche negative Eindrücke und Situationen problemlos aufzunehmen

  • Servicemitarbeiter bei der Deutschen Bahn brauchen ein dickes Fell, weil sie täglich mit aufgeregten und wütenden Fahrgästen konfrontiert werden.
  • Mach dir keine Sorgen, dass Lena sauer auf dich wird – sie hat ein dickes Fell und kann mit Kritik umgehen.

2. keiner Fliege was zuleide tun können

gutmütig, liebenswürdig, vorbildlich und harmlos sein

  • Ich kann gar nicht glauben, dass die Chefin Karl wirklich angeschrien haben soll – sie kann doch keiner Fliege was zuleide tun.
  • Der Nachbar sieht zwar ein bisschen gefährlich aus, aber in Wirklichkeit könnte er keiner Fliege was zuleide tun.

3. sich (Dat.) einen Namen gemacht haben

sehr bekannt für eine Errungenschaft oder Eigenschaft sein

  • Die Politikerin hat sich einen Namen für ihren Einsatz gegen Rassismus gemacht.
  • Die Sängerin hat sich weltweit durch ihre atemberaubenden Live-Konzerte einen Namen gemacht.

4. auf jmd. (Akk.) ist Verlass

wenn jemand verlässlich ist

  • Auf sie ist immer Verlass: egal, was ich brauche – sie ist immer für mich da.
  • David ist der einzige, auf den wirklich immer Verlass ist.

5. sich (Akk.) für sonst wen halten

arrogant und hochnäsig sein, da man glaubt, dass man alles am besten kann

  • Du hältst dich wohl für sonst wen!
  • Eine der Kolleginnen überschreitet ständig ihre Kompetenzen und hält sich für sonst wen.

6. nicht (gerade) der/die Hellste sein

dumm sein

  • Frank hat wirklich gedacht, dass Bonn die Hauptstadt von Deutschland ist. Na ja, er ist eh nicht gerade der Hellste.
  • Wenn sie dieses Argument nicht begreift, dann scheint sie wohl nicht die Hellste zu sein.

7. sein Herz auf der Zunge tragen

kommunikativ sein

  • Der Schauspieler trägt sein Herz auf der Zunge und hat keine Angst, öffentlich seine Meinung zu sagen, auch auf die Gefahr hin, dass er kritisiert wird.
  • An meiner Uroma mochte ich besonders, dass sie ihr Herz auf der Zunge getragen hat.

8. Stille Wasser sind tief.

Sprichwort

Auch introvertierte, zurückhaltende Menschen können bemerkenswerte Fähigkeiten haben oder selbstbewusst handeln.

  • Er ist ja eigentlich eher ruhig, aber diesmal hat er lautstark mitdiskutiert. Stille Wasser sind tief.
  • Zu Hause redet Toni ja nicht viel, aber sie hat jetzt einen neuen Job als Motivationstrainerin. Stille Wasser sind tief.

9. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Sprichwort

Oft übernimmt man die Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen seiner Eltern.

  • Sie strebt genau wie ihr Vater immer nach Perfektion. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
  • Jetzt verhältst du dich genauso, wie du es bei deinen Eltern immer kritisiert hast. Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm.

10. die Ruhe weghaben

sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen; auch in schwierigen Situationen immer ruhig und gelassen bleiben

  • Während alle von dem Lärm fast verrückt geworden sind, hat Daniel weiter sein Buch gelesen. Er hat die Ruhe weg.
  • Du hast aber auch die Ruhe weg, oder? Wir müssen los! In fünf Minuten kommt der Bus!