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VonBenjamin

Wortschatz B2 C1 C2 | Fließend & Akzentfrei Deutsch lernen mit Olaf Scholz

Heute lernen wir mit der ersten Rede von Olaf Scholz. Das ist authentisches Material, mit dem ihr euren Wortschatz erweitern, eure deutsche Aussprache verbessern, jede Menge über die Prosodie (Sprachmelodie und Sprechrhythmus) und die Umgangssprache lernen und euer Hörverstehen verbessern könnt. Deutsch lernen mit Nachrichten, Filmen und Serien könnt ihr in vielen anderen Videos auf meinem Kanal.

 

Transkript:

Angela Merkel –16 Jahre lang war sie Bundeskanzlerin und hat das Ansehen und den Einfluss Deutschlands gestärkt, vorletzte Woche Mittwoch dann, am 8. November 2021 hat sie ihr Amt an ihren Nachfolger Olaf Scholz übergeben, und wir schauen uns heute gemeinsam die allererste Rede von Olaf Scholz in seiner Funktion als neuer Bundeskanzler an, ihr werdet euren aktiven Wortschatz erweitern, euer Hörverstehen verbessern und auch eure Aussprache verbessern, um akzentfrei Deutsch sprechen zu lernen. Und es gibt auch noch eine Überraschung, was ganz Besonderes, was wir hier in meinen bisherigen YouTube-Videos noch nie hatten. Wir haben nämlich heute einen Gast hier. Deshalb auf jeden Fall dranbleiben.

Hallo liebe YouTube-Deutschlerner und willkommen bei Deutsch mit Benjamin. Lasst uns zuerst einmal die Rede komplett anschauen, Olaf Scholz spricht relativ langsam und deutlich, benutzt aber auch viele spannende Wörter und auch zur Aussprache gibt es jede Menge interessanter Beobachtungen zu machen. Das schauen wir uns dann sukzessive danach an. Und außerdem werden wir ein paar Sätze aus der Rede rausnehmen, die ihr dann mit einer innovativen bilingualen Methode mit Hilfe der englischen und russischen Übersetzung euch aneignen könnt. Jetzt aber erstmal die Rede, bewusst ohne Untertitel, ja, den Text sehen wir uns dann ja auf jeden Fall noch an.

Wie gut habt ihr das verstanden? Übrigens könnt ihr, wenn ihr mögt, dieses Video auch gerne dafür nutzen, um die Rede komplett oder teilweise zu transkribieren. Falls ihr die Transkriptionsmethode noch nicht kennt, könnt ihr euch auch gerne das Video ansehen, das jetzt oben rechts und auch unten in der Infobox verlinkt ist, wo ich euch die Transkriptionsmethode vorstelle. Wenn ihr also die Rede oder Teile davon transkribieren wollt, dann könnt ihr dieses Video jetzt gerne kurz pausieren, wieder zurückspulen, transkribieren und dann könnt ihr das mit dem Text vergleichen, den ich euch ja jetzt gleich zeige. Und ich habe euch ja auch eine Überraschung versprochen. Den allerersten Satz, den schauen wir uns jetzt mal gemeinsam mit David an. David und ich sind Freunde, er ist mehrfacher Polyglot, Übersetzer, Dolmetscher sowie Englisch- und Deutschlehrer und außerdem der Entwickler der innovativen bilingualen Sprachlernmethode TranslationCubed (zu Deutsch Übersetzung hoch Drei) und er ist Mitgründer von LinguaThor, einem Unternehmen zur Förderung von effektiverem und gehirngerechtem Sprachenlernen.

Präzise ist ein Adjektiv, man kann sagen „präzise“, wie Olaf Scholz, oder auch „präzis“. Und das bedeutet: sehr genau, exakt, eindeutig. Kollokationen mit diesem Wort sind: Also etwas eindeutig und klar sagen. Also sehr gewissenhaft und sorgfältig arbeiten. Darauf achten, dass auch wirklich alles korrekt und genau ist. Und davon leitet sich das Verb „präzisieren“ ab. Präzisieren, das bedeutet so viel wie „konkretisieren“. Hier verschiebt sich auch der Wortakzent: präzis – zweite Silbe betont, präzisieren – dritte Silbe betont und somit wird auch das I nun kurz, also nicht [pʁ̥ɛˈt͡siːziːɐ̯n], sondern [pʁ̥ɛt͡siˈziːɐ̯n]. Falls ihr dieses Verb nicht so gut versteht, präzisiere ich meine Erklärung gerne: wenn man etwas konkretisiert oder präzisiert, dann formuliert man es eindeutiger, klarer und verständlicher. Wenn euch jemand einen Vorschlag macht, den ihr aber nicht hundertprozentig verstanden habt, dann könntet ihr z.B. nachfragen: „Könntest du das präzisieren?“ Das klingt allerdings sehr gehoben, bildungssprachlich, könnte man an der Uni z.B. sagen, im Alltag würde man stattdessen eher sagen: „Wie meinst du das genau?“ oder „Wie genau stellst du dir das vor?“ Meistens sagen wir „präzisieren“ und nicht so häufig „präzisie-ren“. Es fällt also eine ganze Silbe weg und statt des Reibe-R [ʁ] wird das a-Schwa gesprochen. Das gilt für alle Wörter dieser Art, also z.B. sagen wir normalerweise auch statt „Jah-ren“ im Dativ eher „Jahren“ und statt „wa-ren“ eher „waren“. Hier ist noch ein Beispiel mit dem Wort „präzisieren“.

Ich weiß ja, dass viele von euch Schwierigkeiten mit der Aussprache des Wortes „erinnern“ haben. Wenn wir besonders deutlich sprechen wollen, dann haben wir hier drei Silben, wobei die zweite betont wird: erinnern [ɛɐ̯ˈʔɪnɐn] und weil die betonte Silbe mit einem Vokal beginnt, wird diese Silbe mit Vokalneueinsatz gesprochen: also mit Knacklaut. Das gilt natürlich dann auch für die ganzen Formen, z.B. ich erinnere mich daran. Erinnere. Hört euch aber mal an, wie das Wort ganz oft im Satz klingen kann: Was fällt uns hier auf? Na ja, erstens mal hat er die Endung der ich-Form, also das e-Schwa, nicht mitgesprochen und dadurch hat er auch hier statt dem Reibe-R [ʁ] ein a-Schwa gesprochen, denn am Ende eines Wortes sprechen wir ja niemals ein Reibe-R. Zweitens: er hat keinen Knacklaut gesprochen, also keinen Vokalneueinsatz. Und drittens: er hat die allererste Silbe nur als a-Schwa gesprochen. Das sind also 3 Reduzierungen und 1 Assimilation, die wir hier haben und diese Aussprache von dem Verb „erinnern“, das in diesem Satz übrigens nur eine leichte Nebenbetonung hat, ist schon um einiges leichter, würde ich sagen, und lässt auch den ganzen Satz einfach flüssiger und auch vom Rhythmus her natürlicher klingen. Diese Aussprache ist sehr verbreitet, also könnt ihr sie ruhig auch benutzen. Das klingt fast wie das Artikelwort „einer“, stellt euch also einfach vor, das zu sagen: einer, einer, ich einer nur an die, ich einer nur an die, ich erinnere nur an die Finanzkrise 2008/2009. Vielleicht habt ihr euch ja jetzt gefragt, warum die Singular- und Pluralform von dem Wort „Herausforderung“ genau gleich geklungen haben. Das ist auch eine sehr häufige Reduzierung im Deutschen, die ich bereits in einem anderen Video aufgegriffen habe, zu dem ihr über den Button in der oberen rechten Ecke dieses Videos und auch in der Beschreibung unten gelangen könnt.

Schweißen bedeutet eigentlich, zwei Metallteile miteinander zu verbinden, indem man sie an den Stellen, wo sie sich berühren sollen, schmilzt, also durch große Hitze verflüssigt. Schweißer sind Handwerker, die genau das in ihrem Beruf tun. Man schweißt zwei Metallteile zusammen. Im übertragenen Sinne sagt man, wenn die Beziehung zwischen zwei oder mehreren Menschen durch ein Ereignis oder eine gemeinsame Erfahrung gestärkt wird, eben auch, dass dieses Ereignis die Menschen zusammenschweißt. Das Verb ist trennbar, somit betonen wir „zusammen“ und wir sagen „zusamm“, „zusamm-schweißen“. Also die Flüchtlingskrise und die Finanzkrise haben die Parteien zusammengeschweißt. Diese Krisen haben die Beziehung zwischen ihnen gestärkt. Hier ist ein anderes Beispiel: Die beiden Brüder mussten sich als Kinder immer Sorgen um ihr Auskommen machen, d.h. die Familie war arm, es war nie klar, ob sie auskommen würden, ob das Geld also reicht, und diese Erfahrung hat die Familie bzw. insbesondere eben die Kinder, die beiden Brüder zusammengeschweißt, also ihre Beziehung gestärkt.

Olaf Scholz sagt „es zeigt“. Diese Aussprache ist eine dialektale Variante, d.h. die Standardaussprache ist „es zeigt“ oder „es zeigt“ – den Laut [k] kann man ganz klassisch mitsprechen, man kann ihn aber auch glottal lösen. Schaut euch dazu gern auch mein Video zum Aufeinandertreffen zweier Plosive an, das ich euch auch oben rechts sowie unter dem Video einblende. Zuerst mal auch hier wieder eine Reduzierung der Endung, sodass der Plural der weiblichen Form „Demokratinnen“ genau wie der Singular klingt.

Und dann haben wir hier das Nomen „der Konsens“. Das S in der Mitte ist stimmhaft, also nicht [kɔnˈsɛns], sondern [kɔnˈzɛns]. Ihr merkt schon, dass ich die zweite Silbe betone, ja, Konsens, aber manche Leute betonen auch die erste Silbe: Konsens. Beides geht. Ein Konsens ist eine Einigung. Also, die verantwortlichen Politiker sind sich einig. Es gibt einen großen Konsens zwischen ihnen. Oder eine Kollokation wäre auch: Wenn verschiedene Parteien oder auch Personen miteinander diskutieren, ist es ja oft so, dass erstmal kein Konsens herrscht, aber dass man sich dann im Laufe des Gesprächs doch einigt, dass man also zu einem Konsens kommt. Wir sind zu einem Konsens gekommen. Das ist auch ein typischer Satz. Heißt: Wir haben uns geeinigt. Wenn man gute Texte schreiben möchte oder auch geschäftliche E-Mails, dann würde man „etwas Besonderes“ bevorzugen. Achtung, man schreibt dann das Adjektiv auch groß, da es substantiviert ist. Im gesprochenen Deutsch ist aber die reduzierte Form „was“ statt „etwas“ weiter verbreitet.

Olaf Scholz sagt außerdem, dass Angela Merkel Deutschland geprägt hat. Das bedeutet, sie hat seiner Ansicht nach den Charakter von Deutschland, das, was Deutschland ausmacht, sehr stark beeinflusst. Als ich Kind war, sind wir z.B. sehr selten in den Urlaub gefahren, weil wir, also wir waren keine arme Familie in dem Sinne, aber wir waren eben auch nicht reich und ich habe auch noch Geschwister und meine Mutter war alleinerziehend, d.h. es war kein Vater mit im Haushalt, ja, und das hatte eben zur Folge, dass wir eben nicht so oft im Urlaub waren und wenn doch mal, dann ja, eigentlich meistens in Deutschland oder auch oft in Tschechien, weil ich ja in Dresden aufgewachsen bin, was nicht weit von Tschechien entfernt ist. Ja, und ich kann sagen: dass wir so selten im Urlaub waren, das hat mich schon in gewisser Weise auch geprägt: bis heute fahre ich nämlich im Vergleich zu anderen, relativ selten in den Urlaub und wenn ich in den Urlaub fahre, dann eben oft auch innerhalb Deutschlands oder innerhalb Tschechiens, oder innerhalb Europas, ich war z.B. in meinem ganzen Leben noch nie außerhalb von Europa gewesen. Also, die Familie prägt einen, Kindheitserlebnisse prägen einen, ja, sie beeinflussen unseren Charakter, Erfahrungen prägen einen. Man sagt also: Das hat mich geprägt. Diese Erfahrung hat ihn geprägt, usw. Im Magazin „Stern“ vom 28. März 2018 habe ich diesen Satz gefunden: Die Kirche prägt unsere Gesellschaft, hat also Einfluss auf gesellschaftliche Normen. Unsere Gesellschaft orientiert sich an der Kirche. Man liest das auch oft in Reiseführern, wie z.B. hier von AK Touristik: Diese Gebäude sind also charakteristisch für Dresden.

Lasst uns hier mal ein bisschen mit dem Sprechrhythmus und der Sprechmelodie arbeiten. Dazu teile ich euch die nächsten 3 Sätze in rhythmische Gruppen, in jeder Gruppe gibt es genau eine Silbe, die die Hauptbetonung, also den Akzent trägt, und ihr sollt mal versuchen, diese Silbe, diesen Akzent in jeder Gruppe zu finden. Nehmt euch am besten Zettel und Stift und notiert euch die entsprechenden Silben. Manchmal gibt es auch noch eine oder zwei Nebenbetonungen, also einen oder zwei sekundäre Akzente. Ihr hört jede Gruppe dreimal. Danach zeige ich euch die Lösung. Hier habe ich für euch alle Hauptbetonungen und Nebenbetonungen markiert. Jetzt könnt ihr das mal mit euren Notizen vergleichen, dazu könnt ihr gerne auch das Video kurz anhalten.

So, jetzt machen wir Shadowing, d.h. ihr hört nun nochmal jede rhythmische Gruppe dreimal hintereinander und danach kommt immer eine Pause für euch zum Nachsprechen, wobei ihr eben besonders auf die Betonungen achten solltet, also auf diesen Sprechrhythmus, ja um euch den richtigen Sprechrhythmus eben anzueignen. Genau und das PDF, das David dazu für euch erstellt hat, könnt ihr euch kostenlos runterladen. Es gibt ein PDF mit der englischen Version sowie auch eins mit der russischen Version – klickt dazu einfach auf den Link gleich hier unten in der Infobox und wählt euch dann das gewünschte PDF aus.

Okay, achtet nun mal darauf, wie Olaf Scholz die Wörter „Bundestag“, „Auftrag“ und „gekriegt“ ausspricht. Dreimal der Buchstabe G – wegen der Auslautverhärtung müsste hier ja eigentlich ein k-Laut gesprochen werden, aber: Olaf Scholz sagt „Bundestag“ und „Auftrag“ jeweils mit Ach-Laut und kurzem A sowie „gekriegt“ mit Ich-Laut und kurzem I. Diese drei Wörter werden normalerweise, also im Standarddeutschen, nicht so ausgesprochen. Olaf Scholz kommt aus NRW, dort ist diese Aussprache verbreitet, aber nicht nur dort, sondern auch in einigen anderen Regionen, durchaus auch in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, beispielsweise, d.h. ihr werdet immer wieder auch Deutsche hören, die das so aussprechen. Wenn ihr also in Deutschland lebt und merkt, dass die Leute um euch rum solche Wörter auch so aussprechen, z.B. auch Bundestag, Auftrag, gekriegt usw. dann könnt ihr das getrost auch so machen, aber ihr müsst das nicht machen, ja, ihr könnt auch ganz einfach hier k-Laute aussprechen, also: „Ich bin sehr dankbar, dass ich nun von den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes und vom Deutschen Bundestag den Auftrag gekriegt habe, das zu machen.“ Schauen wir uns noch genauer an, was ein Auftrag ist. Olaf Scholz sagt, dass er vom deutschen Volk und vom Bundestag den Auftrag bekommen hat, Bundeskanzler zu sein. Das bedeutet, das Volk und das Parlament haben ihm die Anweisung geben, diese Aufgabe zu erfüllen. Ein Auftrag ist also im Prinzip so was wie eine Aufgabe, das Wort „Auftrag“ benutzt man allerdings sehr oft in formelleren Kontexten, z.B. eben ein Regierungsauftrag, aber auch ein Kundenauftrag z.B. ja, wenn ein Kunde bei einer Firma eine Dienstleistung in Auftrag gibt, also bucht, dann bezeichnet man den Kunden auch als Auftraggeber und die Firma als Auftragnehmer. Die Firma bekommt also den Auftrag und muss den Auftrag ausführen, sie muss den Auftrag erfüllen, sie muss den Auftrag erledigen. Wenn die Firma dem Auftrag nicht sorgfältig und gewissenhaft nachkommt, dann kann der Auftraggeber, also der Kunde, der Firma den Auftrag auch entziehen. Er baut darauf, dass die nicht anwesenden Mitarbeiter weiterhin gute Arbeit leisten werden. Er setzt darauf, dass sie weiterhin gute Arbeit leisten werden. Das bedeutet, er verlässt sich drauf, er glaubt fest da dran, er vertraut da drauf. Kontinuität. Ein fünfsilbiges Wort. Die letzte Silbe trägt die Hauptbetonung, also den Wortakzent. Und wir sprechen keinen Vokalneueinsatz, also keinen Knacklaut zwischen dem U und dem I. Das bedeutet, Arbeit ohne Unterbrechung, Durchhaltevermögen, Ausdauer.

Das Adjektiv dazu ist kontinuierlich. Das benutzt man öfter als das Nomen. Und hier verschiebt sich der Wortakzent auf die Silbe „ier“: kontinuierlich. Deswegen kann hier in dem Adjektiv auch der Vokalneueinsatz, also Knacklaut gesprochen werden. Wir sagen also Kontinuität, aber kontinuierlich. [ɪzəs] – das ist die am weitesten verbreitete Aussprache von „ist es“. Man sagt fast nie „ist es“, sondern fast immer [ɪzəs]. [sɪs] – auch eine übliche Aussprache für „das ist“ oder „es ist“, vor allem am Satzanfang. Es soll ein guter Aufbruch werden, also ein guter Neuanfang. Als Aufbruch bezeichnet man den Anfang einer neuen Epoche. Man sagt auch oft, wenn sich in einem Land oder einer Stadt oder einer Region viel verändert gerade, dass dieses Land oder diese Region im Aufbruch ist. Und kennt ihr das Gefühl, irgendwo zu Besuch zu sein und dann seid ihr so unruhig, weil ihr eigentlich nach Hause wollt? Dann könnt ihr sagen: Ich bin schon in Aufbruchsstimmung. Manchmal hat man auch andersrum das Gefühl, man kommt z.B. gerade erst an, zu einer Feier oder so was. Man denkt eigentlich, es geht jetzt los, aber die ersten, die schon da sind, die wollen schon gehen. Und dann könnte man auch sagen: Schönen Dank! Ja, statt „schönen Dank“ sagt wirklich lieber „schönen Dank“, macht einfach nur zwei Silben da draus, das klingt so viel natürlicher und flüssiger. Schönen Dank! Schönen Tag noch! Schönen Urlaub! Usw., ja.

So, vergesst nicht, euch das entsprechende PDF runterzuladen, die Links sind hier unten in der Infobox. Und schreibt mir bitte in die Kommentare, was ihr in der heutigen Deutschstunde hier Neues gelernt habt, ob euch die Methodik gefällt, bzw. die zwei Methodiken und gerne auch eure Fragen oder Wünsche für zukünftige Videos. Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf YouTube und ich freue mich auf euch im nächsten Video.

VonBenjamin

Öffentlicher Verkehr: Straßenbahn Bus S-Bahn | WORTSCHATZ DEUTSCH A2 B1 B2 | Deutsch mit Benjamin

Thema heute: Öffentlicher Verkehr in Deutschland. Straßenbahn, Bus, S-Bahn auf dem Weg zu Expolingua.

Transkript:

Guten Morgen zusammen! Also für mich ist es zumindest Morgen. Ich weiß nicht, wie spät es ist, wenn ihr euch das Video anschaut, aber bei mir ist es Morgen und zwar richtig früh am Morgen und ich hasse es normalerweise, so früh aufzustehen. Normalerweise würde ich niemals so früh aufstehen. Es ist kurz vor fünf und ich bin schon draußen, weil ich auf dem Weg zum Hauptbahnhof bin. Ich fahre gleich mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof – ich bin hier in Dresden – und dann fahre ich nach Berlin. Dort findet nämlich heute die Expolingua statt. Das ist Deutschlands größtes Sprachevent und ich bin auch mit dabei.

Nächste Haltestelle: Hauptbahnhof / main station. Übergang zum Fern- und Regionalverkehr. So, jetzt bin ich am Hauptbahnhof. Um diese Zeit ist es hier noch total leer, also eigentlich kaum jemand unterwegs. Es ist kurz vor halb sechs. Also mein Bus fährt halb sechs. Ich habe, glaube ich, noch zehn Minuten Zeit oder so und ja, Um diese Zeit ist in Deutschland meistens noch nicht so viel los auf den Straßen und an den Bahnhöfen, weil das Leben eigentlich meistens erst so um sechs beginnt. Hier ist die große Abfahrtstafel. Da sieht man, wann die ganzen Züge abfahren. Aber, ja, ich fahre heute wie gesagt nicht mit dem Zug, sondern mit dem Bus. So, jetzt habe ich mir gerade etwas Kleines zu essen für den Bus gekauft. Jetzt gehe ich zur Bushaltestelle. Ich habe eigentlich nur noch fünf Minuten Zeit, bis er abfährt. Also er soll eigentlich 5:25 Uhr abfahren und jetzt ist es 5:20 Uhr. Ich habe aber gerade eine SMS bekommen von der Busgesellschaft, dass der Bus zehn Minuten Verspätung hat. Also muss ich noch eine Viertelstunde warten.

Ich bin jetzt im Bus und wir fahren gerade aus Dresden raus. Ich melde mich dann in Berlin nochmal. Jetzt bin ich in Berlin! Ich bin jetzt aus dem Bus ausgestiegen, am Südkreuz. Der Bus fährt noch eine Haltestelle weiter bis zum ZOB. Das ist der Zentrale Omnibusbahnhof. Fast jede deutsche Großstadt hat einen ZOB und der ZOB in Berlin ist aber zu weit im Westen, also die Veranstaltung, wo ich heute hingehe, die Expolingua, die findet im Zentrum von Berlin statt. Deswegen bin ich lieber am Südkreuz ausgestiegen. Jetzt kaufe ich mir eine Fahrkarte und fahre mit der S-Bahn zur Friedrichstraße. Man kann sich seine Fahrkarte natürlich hier im Reisezentrum kaufen. Ich kaufe sie mir aber in der BVG-App. Die BVG ist die Berliner Verkehrsbetriebe, also das ist das Unternehmen, was für den öffentlichen Nahverkehr – das heißt die U-Bahnen und die Straßenbahnen und die Busse in Berlin verantwortlich ist. Und die haben eine App und dort kann man sich ganz einfach die Fahrkarte übers Handy kaufen. Das ist meiner Meinung nach bequemer. Hier steht auch schon eine S-Bahn. Das ist die Ringbahn. Mit der fahre ich aber nicht. Ich muss hier runter zu diesem Bahnsteig, denn ich fahre – wie ich schon gesagt habe – ins Zentrum. Eingefahrener Zug auf Gleis 6: S7 nach Lichtenberg über Zoologischer Garten, Berlin Hauptbahnhof, Friedrichstraße. S7 – Zurückbleiben bitte! Nächste Station: Friedrichstraße. Übergang zu den S-Bahn-Linien 1, 2, 25, 26, zur U-Bahn-Linie 6 und zum Regionalverkehr.

So, ich bin an der Friedrichstraße angekommen und jetzt kaufe ich mir erst mal einen Kaffee. Ja, den Kaffee brauchte ich jetzt. Der hat jetzt richtig gut getan. Er macht mich nicht wirklich munter, also das hilft mir persönlich nicht. Aber es war einfach ein schönes Gefühl, kurz da im Café zu sitzen und diesen heißen Kaffee zu trinken. Hier ist schon alles aufgebaut – das ist ganz witzig – für den Weihnachtsmarkt. Der startet nämlich nächste Woche. Na und jetzt mache ich mich auf den Weg zur Expolingua. Es ist jetzt 9:45 Uhr. In einer Viertelstunde beginnt das Ganze. Und ich freue mich schon total. Ich bin heute hier bei der Expolingua, weil ich nach tollen Programmen suche im Erwachsenenbildungsbereich. Meine Freundin ist Französin. Ich mag das Land, die Kultur. Dementsprechend ist es eine Bereicherung für mich, mich mit den Menschen auf Französisch zu unterhalten. Ich bin hier mit meiner Klasse und wir wollen einfach nur ein paar Workshops machen wie das hier. Ich war jetzt bei der Veranstaltung. Das hat fünf Stunden ungefähr gedauert. Es ist mittlerweile Nachmittag und ich bin ziemlich müde. Ich treffe mich jetzt mit einem Freund. Wir gehen ins Café. Wir haben uns lange nicht gesehen. Und danach fahre ich zu meinen Eltern. Die wohnen hier in Berlin und ich denke, die freuen sich schon auf mich. So, das war es erstmal von mir heute. Wenn euch das Video gefallen hat, dann gebt bitte einen Daumen hoch. Ich würde mich sehr freuen. Und wenn ihr in Zukunft keines meiner Videos mehr verpassen möchtet, dann abonniert doch einfach meinen Kanal! Übrigens: wenn ihr Schwierigkeiten habt mit Verben mit Präpositionen und endlich damit klarkommen wollt und endlich lernen wollt, wie man diese Präpositionsverben richtig benutzt, dann ist vielleicht mein Online-Kurs etwas für euch: meine „30-Tage-Challenge – endlich fertig werden mit Verben mit Präpositionen“. Es gibt eine Lite-Version und eine Premium-Version. Schaut doch einfach mal vorbei, wenn es euch interessiert. Ich freue mich auf euch und wir sehen uns im nächsten Video. Nächste Station: Westkreuz. Übergang zu den S-Bahn-Linien 3, 5, 7 und 9.

VonBenjamin

AUSSPRACHE von Anglizismen im Deutschen | einloggen – chatten – downloaden | Deutsch mit Benjamin

In meinen Aussprachevideos bringe ich euch die reale Aussprache von Wörtern bei, die wir üblicherweise in der gesprochenen Sprache verwenden – und zwar sowohl in informellen als auch in formelleren Situationen. Dies unterscheidet sich möglicherweise von dem, was ihr in Lehrbüchern oder im Deutschunterricht gelernt habt.

Transkript:

Hallo liebe You-Tube Deutschlerner! Heute gibt es drei englische Werben in der deutschen Sprache.

Nummer eins: sich einloggen. Betonung auf der ersten Silbe: einloggen. Wenn wir das im Perfekt oder im Passiv verwenden, dann sprechen wir diese beiden G wie K aus. Natürlich nur einmal, nicht doppelt aussprechen. Ich habe mich schon eingeloggt.

Nummer zwei: chatten. Nicht chatten! Wir schreiben zwar A, aber wir sprechen einen kurzen A-Umlaut. Ä, kurzes ä. Gestern abend haben wir eine halbe Stunde gechattet.

Nummer drei: downloaden. Betonung auch auf der ersten Silbe. In der ersten Silbe haben wir AU down, im zweiten Teil ein normales O in der Aussprache. Wir schreiben OA, aber wir sprechen nur O. Downloaden. Hast du dir das Dokument schon gedownloadet?

VonBenjamin

RICHTIG aussprechen wie ein Deutscher | Wortschatz & Aussprache A2 B1 B2 C1 | Deutsch mit Benjamin

In meinen Aussprachevideos bringe ich euch die reale Aussprache von Wörtern bei, die wir üblicherweise in der gesprochenen Sprache verwenden – und zwar sowohl in informellen als auch in formelleren Situationen. Dies unterscheidet sich möglicherweise von dem, was ihr in Lehrbüchern oder im Deutschunterricht gelernt habt.

Transkript:

Hallo liebe You Tube Deutschlerner! Es gibt ja viele Wörter im Deutschen, die in unterschiedlichen Kontexten unterschiedliche Bedeutungen haben. Viele davon benutzen wir tagtäglich. Und zwar nicht nur in der Umgangssprache, sondern auch in formelleren Situationen. Es ist wichtig für euch, die Bedeutung dieser Wörter zu lernen, denn sie lassen euch natürlicher klingen und Ihr werdet damit halt auch euer Hörverständnis verbessern.

Eines dieser Wörter ist „richtig“, um das es heute geht. Dieses Wort hat halt mehrere Bedeutungen. Die werden wir uns heute ansehen. Vorher abonniert doch bitte meinen Kanal mit Benachrichtigungen und klickt auf den Daumen nach oben. Das würde mich sehr sehr freuen. Zuerst gucken wir uns die richtige Aussprache an. Für dieses Wort gibt es eigentlich zwei Aussprachevarianten. Die obere ist die in Deutschland gebräuchlichere. Wir haben hier 6 Laute, 2 Silben. Die Betonung liegt auf der ersten Silbe. Diese erste Silbe beginnt mit dem R-Laut „​ʁ​“und endet mit dem Laut „​ç​“. Mit dem ich-Laut. Eigentlich ist es wie das „ʁ​“ und das Wort ICH zusammen. Die zweite Silbe ist so ähnlich. Der einzige Unterschied liegt im ersten Laut und das ist hier der Laut „​t​“. Und obwohl wir normalerweise bei der Aussprache vom T die Luft aus dem Mund ausstoßen, gibt man sich bei diesem Wort sozusagen nicht so viel Mühe mit diesem T-Laut, weil die Silbe eben unbetont ist. Es ist also quasi so was wie ein stimmloses D. Und dann halt wieder ICH hinzufügen. Also quasi stimmloses D. „​t​“ und dann ICH. TICH. Und nicht vergessen! Diese Silbe ist die unbetonte Silbe. TICH. RICHTICH. Betont, unbetont. RICHTICH.

In der zweiten Aussprachevariante, die wie schon gesagt in Deutschland eigentlich nicht so häufig vorkommt, aber man findet sie halt auch im Wörterbuch, deswegen habe ich sie jetzt hier mit reingenommen. Da ist der letzte Laut anders. Und zwar ist das hier ein K-Laut. „​k​“ RICHTIK. Und wie gesagt, das ist in Deutschland nicht so üblich. Eventuell in Bayern in Süden von Deutschland allgemein. Was jetzt für Österreich und die Schweiz gilt, dafür bin ich kein Experte, weil ich deutscher Muttersprachler aus Deutschland bin. Und dieses Phänomen, dass wir hier am Ende eigentlich „IG“ schreiben und in der Regel „ICH“ sprechen und nicht „IG“ gilt für alle Adjektive, die auf -ig enden. Diese „ICH-Aussprache“ ist zumindest in Deutschland eben gebräuchlicher als diese „IK-Aussprache“.

Was ihr auch beachten solltet, ist, dass beim Hinzufügen einer Endung das G in der Regel tatsächlich als G ausgesprochen wird. Also „​ɡ​“ Mein Freund ist ein richtiges Kind. In diesem Beispiel: richtiges, nicht richtiches, nicht richtikes, sondern richtiges. So, jetzt schauen wir uns ein paar Beispiele mit diesem Wort an um die verschiedenen Bedeutungen zu sehen. Diese Beispiele habe ich übrigens in der Zeitschrift Deutsch perfekt gefunden.

Ich habe heute richtig ausgeschlafen. Das bedeutet: ich habe heute schön ausgeschlafen. Ich habe heute schön ausgeschlafen, wie es sein soll.

Dein Wecker geht nicht richtig. Das bedeutet: dein Wecker geht nicht exakt.

Ja, richtig! Ich erinnere mich. Das bedeutet: ja, genau! Ja, du hast Recht!

Er ist der richtige Mann. Das bedeutet: er ist der passende Mann. Er ist am besten geeignet.

Das Café ist richtig gemütlich. Das bedeutet: es ist wirklich gemütlich. Es ist sehr gemütlich.

Sie ist ein richtiger Feigling. Das bedeutet: Sie ist ein Feigling, wie es die Definition des Wortes sagt. Wir haben dafür auch 2 gute Redewendungen, die man in diesem Fall oft benutzt. Man konnte sagen: sie ist ein Feigling, im wahrsten Sinne des Wortes. Oder: sie ist ein Feigling, wie er im Buche steht. Ein Feigling ist übrigens jemand, der viel Angst hat.

Was die Intonation, also die Betonung anbelangt, wird das Wort RICHTIG meistens betont. Es ist also selten unbetont. Es ist meistens betont. Wenn wir es im Sinne von SEHR oder WIRKLICH verwenden – als Adjektiv oder auch als Adverb ist es oft sehr stark betont. Ich habe richtig ausgeschlafen. Dieses Wort RICHTIG, das hat hier wirklich eine richtige starke Betonung. Wir sagen nicht: ich habe richtig ausgeschlafen. Sondern: ich habe richtig ausgeschlafen! Und man kann ruhig dieses „​ʁ​“ am Anfang ein bisschen lang ziehen. Und richtig schön laut aussprechen. Ich habe richtig ausgeschlafen! Oh ist das herrlich! Ich habe heute endlich mal wieder richtig ausgeschlafen! Das Café ist richtig gemütlich. Nicht: Das Café ist richtig gemütlich. Sondern sehr stark betont. Das Café ist richtig gemütlich. Sie ist ein richtiger Feigling! Nicht: Sie ist ein richtiger Feigling. Sondern: sie ist ein richtiger Feigling! Versucht das mal zu sagen. Sie ist ein richtiger Feigling! Ich habe richtig ausgeschlafen! Das Café ist richtig gemütlich. Natürlich kann sich die Betonung auch ändern, wenn wir andere Informationen im Satz hervorheben wollen. Das ist immer so in der deutschen Sprache. Hier ist jetzt die Rede von der neutralenen Betonungen in einem Satz.

Ein weiteres Phänomen bei diesem Wort ist, dass wir Muttersprachler oft dazu tendieren, wenn es eine Endung hat, diese Endung zu reduzieren. Und dazu zeige ich euch mal ein Beispiel, das ich auf Youglish gefunden habe. Youglish ist eine Seite, wo ihr Wörter eingeben könnt in ein Suchfeld und dann werden euch You Tube Videos angezeigt, in deren Untertitteln dieses Wort vorkommt. Ihr könnt dann also die authentische Aussprache euch anhören, nicht die einzelne Aussprache des Wortes, die ihr in einem Wörterbuch finden würdet, sondern die authentische echte Ausprache des Wortes innerhalb von einem Satz. Aus der ganz exakten deutlichen Aussprache RICHTIGER wird hier RICHTJA Das ist interessant, ich erkläre euch auch wie das zusammenhängt. Angela Merkel spricht so eine Art Berliner Dialekt. Sie kommt allerdings ursprünglich aus Meck-Pomm. Also Mecklenburg-Vorpommern, sodass ihre Sprechweise ein bisschen von den Dialekten aus diesen beiden Regionen geprägt ist. Und eben viele Berliner auch Brandenburger und eben auch Leute aus Meck-Pomm sprechen das manchmal so aus. Das ist ein Phänomen, was man immer wieder mal hören kann. RICHTJA Hier ist noch ein Beispiel dazu: Sehr sehr schnell wird das hier auch ausgesprochen. Die zweite Silbe ist natürlich wieder unbetont und wird so ausgesprochen: Am Ende dieser zweiten Silbe hätten wir eigentlich einen Schwa-Laut, aber der wird getilgt. Das passiert ganz ganz oft am Ende eines Wortes, wenn das Wort auf EN endet. Dann eigentlich haben wir hier nur „​t​“,“j“ und „​n​“​ sofort. Also man braucht eigentlich diesen Schwa-Laut gar nicht auszusprechen. Ich betone hier nochmal, dass das typisch ist, für die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und vielleicht Teile von Sachsen-Anhalt. Aber es gehört eben zur deutschen Sprache dazu und ihr werdet immer mal wieder Leute hören, die das so aussprechen. Die korrekte Aussprache ist eigentlich: Die wird auch so am häufigsten benutzt. In meinen Videos versuche ich euch immer die Aussprache beizubringen, die am gebräuchlichsten ist. Also die, die meisten Menschen in Deutschland so benutzen würden.

So, das war’s für heute. Ich hoffe, das war nützlich für euch. Wenn ja, dann gebt dem Video bitte einen Daumen hoch und hinterlasst einen Kommentar mit euren eigenen Beispielsätzen mit diesem Wort. Mit dem Wort:RICHTIG. Ich danke euch fürs Zuschauen. Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf You Tube und ich freue mich auf euch im nächsten Video.

VonBenjamin

Modalpartikel DENN | Aussprache & Wortschatz Deutsch B1 B2 C1 C2

Thema heute: Modalpartikeln. Konkret geht es um die Modalpartikel DENN und deren übliche Aussprache im Satz.

Transkript:

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen diesen beiden Fragen? Die erste Frage klingt ziemlich direkt. Die zweite Frage klingt viel höflicher, viel freundlicher. Mit der Modalpartikel DENN kann ich also in Fragen auf freundliche Weise Interesse zeigen. Wenn ich das jetzt aussprechen würde, dann würde ich sagen: was machst du denn morgen?Andere Beispiele wären doch: warum bist du denn so traurig? Wie meinst du denn das? Wie gefällt denn dir das? Warum hast du denn meine Seite noch nicht abonniert? Mach es doch am besten jetzt gleich: @deutsch_mit_benjamin.

VonBenjamin

Wortschatz Deutsch: die Flaute | 30 Sekunden Deutsch | Deutsch mit Benjamin C1 C2

Lasst uns mal wieder den Wortschatz erweitern! Heute lernt ihr das Verb ABFLAUEN kennen sowie das Nomen DIE FLAUTE.

 

Transkript:

Hallo zu einer weiteren Folge 30 Sekunden deutsch! Eben bin ich auf diesen Instagram-Beitrag von der Tagesschau gestoßen, in dem steht: die Lage auf den Intensivstationen flaut ab. Mir geht es hier um das Verb abflauen. Das bedeutet, dass sich die Lage entspannt. Dieses Wort stammt von dem Nomen die Flaute, das wiederum ein Begriff aus der Wirtschaft ist und eine Situation beschreibt, in der von einem bestimmten Produkt wenig gekauft wird. Man benutzt aber dieses Nomen auch in anderen Situationen. Es herrscht Flaute, es passiert nichts.

 

VonBenjamin

30 Sekunden Deutsch: Hörverstehen verbessern | Sätze für euren nächsten Skype-Call

Lernt, wie man schnell und authentisch sagt: „Ich höre dich nicht. Das habe ich nicht verstanden.“

Transkript:

Wenn also das nächste Mal auf Zoom oder auf Skype die Internetverbindung wieder nicht mitspielt, dann könnt ihr sagen: ich höre dich nicht. Das habe ich nicht verstanden. Ich hoffe das hilft.

VonBenjamin

3 Adjektive statt SEHR: Synonyme für LAUT, REICH, KALT | Wortschatz B2 C1

3 Synonyme: Adjektive statt „sehr“

  • wohlhabend: sehr reich
  • ohrenbetäubend: sehr laut
  • eisig: sehr kalt

Transkript:

Statt sehr reich könnt ihr sagen wohlhabend. Die Familie ist wohlhabend. Sehr laut ist ohrenbetäubend. Kannst du mal diese ohrenbetäubende Musik ausmachen? Sehr kalt ist eisig. Draußen ist es eisig. Der Kaffee ist eisig.

VonBenjamin

Auf DEUTSCH DENKEN, statt zu übersetzen | Fließend Deutsch sprechen

„Ich möchte Deutsch sprechen wie ein Muttersprachler. Wie kann ich auf Deutsch denken und nicht mehr ständig im Kopf aus meiner Muttersprache übersetzen?“ Dieser Frage gehen wir heute auf den Grund. Dabei gebe ich euch praktische Tipps an die Hand, wie ihr lernen könnt, auf Deutsch zu denken, sodass ihr eurem Ziel, fließend Deutsch sprechen zu können, wieder ein Stück näher kommt.

  • Stellt euer Handy, Tablet und euren PC auf Deutsch ein!
  • Benutzt einsprachige Wörterbücher!
  • Führt Selbstgespräche auf Deutsch!
  • Schreibt eure Einkaufslisten auf Deutsch!
  • Lernt etwas Neues nur auf Deutsch!
  • Macht Shadowing!

Transkript:

Hallo liebe YouTube-Deutschlerner! Kennt ihr das Gefühl, dass ihr beim Deutschsprechen immer wieder aus eurer Muttersprache übersetzt? Wie man es schaffen kann, das zu vermeiden und dafür sorgen kann, auf Deutsch zu denken, darüber sprechen wir heute.

Und damit willkommen bei Deutsch mit Benjamin, der ersten Adresse für alle fortgeschrittenen Deutschlerner, die ihre Deutschkenntnisse perfektionieren wollen. Na ja, heute geht es uns also um die Frage, was man tun kann, um nicht mehr ständig im Kopf zu übersetzen, wenn man Deutsch spricht. Diese Frage ist mir im Laufe der Jahre immer wieder von Deutschlernern gestellt worden und ich bin fest davon überzeugt, dass uns das alle in irgendeiner Weise betrifft, ja, also mich persönlich eingeschlossen, natürlich nicht, wenn ich Deutsch spreche, aber wenn ich eben Englisch oder Tschechisch spreche. Die meiste Zeit übersetze ich dann nicht aus meiner Muttersprache, also aus dem Deutschen, aber hin und wieder ertappe ich mich dann doch dabei. Also, das kommt einfach vor und meiner Meinung nach ist das ganz normal, nichts, worüber man sich ärgern sollte oder weswegen man deprimiert sein sollte und das ist mir an dieser Stelle ganz wichtig zu betonen, nämlich, dass auch ihr euch da nicht unnötig stressen solltet. Wenn ihr also das Gefühl habt, dass ihr nicht gut genug seid oder wenn euch das deprimiert, dass ihr eben oft noch im Kopf aus eurer Muttersprache übersetzt, wenn ihr Deutsch sprecht, dann entspannt euch erstmal, macht euch damit nicht fertig, weil es eben, wie ich ja eingangs schon sagte, einfach ganz normal ist. Das gehört dazu. Jeder von uns – und wenn er noch so gut und fließend Deutsch spricht – hat auch mal einen Gedanken in seiner Muttersprache, den er dann ins Deutsche übersetzt. Ja, man ist einfach auch mal müde, gerade wenn man einen schweren Tag hatte, oder gerade Stress auf Arbeit und so weiter und so fort, ja, dann schafft man es einfach nicht immer, sein Gehirn komplett auf Deutsch einzustellen und auf Deutsch zu denken. Das war mir an dieser Stelle wirklich ganz wichtig euch mitzugeben, weil es einfach nicht zum gewünschten Erfolg führt, ja, wenn man an eine Sache so negativ rangeht und das als etwas Schlechtes, Negatives betrachtet, dann macht man sich damit zu sehr fertig, das demotiviert einen dann und man gelangt in so einen Teufelskreis.

So, jetzt zu meinen Tipps, die ihr natürlich generell befolgen könnt, um eben möglichst nicht mehr bzw. nicht mehr so oft aus eurer Muttersprache zu übersetzen und stattdessen eben so oft es geht auf Deutsch zu denken. Was ich euch zu allererst empfehle, um euer Gehirn, euren Kopf dahingehend zu trainieren, ist, euch mit der deutschen Sprache zu umgeben. Der Begriff der Immersion spielt hier eine ganz wesentliche Rolle. Umgebt euch mit der deutschen Sprache, es muss nicht zwangsläufig den ganzen Tag sein, dann läuft man nämlich auch wieder Gefahr, dass man schnell aufgibt, weil es einen müde macht, wenn man sich zwingt, den ganzen Tag alles auf Deutsch zu machen. Viel effektiver ist es, wenn ihr z.B. jeden Tag nur eine bestimmte Zeit lang vollständig in die Sprache eintaucht. Wenn ihr es nicht jeden Tag schafft, dann legt euch 3-4 feste Zeiten pro Woche fest, ja, sagen wir beispielsweise jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 16 bis 18 Uhr, macht ihr alles auf Deutsch. Das heißt, deutsches Radio hören, einen deutschsprachigen Film schauen, ihr könnt auch was lesen, aber etwas zu hören, ist immer effektiver. Eine Kleinigkeit, die ich euch auch empfehle, ist, euer Handy, Tablet, euren Computer auf Deutsch einzustellen. Das dann natürlich nicht nur zu den festen Zeiten, sondern dauerhaft und wenn euch das zu viel ist, alle Geräte auf Deutsch einzustellen, dann entscheidet ihr euch eben nur für eins, ja, z.B. ich persönlich hatte sehr lange Zeit mein iPhone auf Tschechisch eingestellt, mein Computer war aber weiterhin auf Deutsch. Und es gab nie die Situation, dass da etwas auf meinem Handy angezeigt wurde, womit ich völlig überfordert gewesen wäre, weil man ja in der Regel eh alles intuitiv macht, an seinem Handy, von daher, ja, liest man das ja gar nicht alles aktiv, aber man nimmt das so passiv auf.

Das nächste, was ihr tun könnt, ist, einsprachige Wörterbücher zu benutzen. Also wenn ihr neue Wörter und Redewendungen antrefft, dann schlagt sie in einem einsprachigen Wörterbuch nach und eben nicht in einem zweisprachigen Wörterbuch. Dafür eignen sich natürlich die zahlreichen Online-Wörterbücher wie Duden oder DWDS, manchmal kann es aber vorkommen, dass die Erklärungen und Definitionen dort zu kompliziert sind. Deshalb empfehle ich euch tatsächlich das gute alte Wörterbuch in Papierform, und zwar genauer gesagt dieses hier: Langenscheidts Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache. Wie der Name schon sagt, ist das ein Wörterbuch, das extra für Deutschlerner wie euch zusammengestellt wurde, heißt, die Definitionen sind verständlicher als in den anderen Wörterbüchern und es wird auch auf Besonderheiten eingegangen, die eben für euch Deutschlerner relevant sind, spezielle Kollokationen, wichtige Hinweise zur Verwendung der Wörter usw. Wenn man das Wörterbuch kauft, bekommt man übrigens kostenlosen Zugang zur Online-Version dieses Wörterbuchs. Ich packe euch den Link zu diesem Wörterbuch unten in die Infobox.

Mein nächster Tipp ist: Führt Selbstgespräche auf Deutsch. Klingt merkwürdig, hilft aber ungemein. Also versucht einfach regelmäßig, wenn ihr über irgendwas nachdenkt, das kann ruhig was ganz Banales sein, z.B. was ihr einkaufen müsst oder was ihr noch zu erledigen habt, also versucht das einfach mal auf Deutsch zu machen und dabei eben laut zu denken, also mit euch selbst zu reden. So zeigt ihr eurem Gehirn, dass die deutsche Sprache in euren Alltag gehört und wenn ihr das häufiger macht, also beispielsweise über euren Einkauf immer wieder auf Deutsch nachdenkt, idealerweise dann damit verbunden auch die Einkaufsliste jedes Mal auf Deutsch schreibt, ja, dann gewöhnt ihr euch daran und euer Kopf stellt sich irgendwann automatisch auf Deutsch ein, wenn ihr das nächste Mal wieder über euren Einkauf nachdenkt.

Damit verbunden ist auch mein nächster Tipp: Lernt etwas Neues auf Deutsch und zwar nur auf Deutsch. Und damit meine ich nicht unbedingt was, was mit der deutschen Sprache unmittelbar zu tun hat, sondern einfach irgendwas, was euch interessiert. Ich gebe euch ein Beispiel: alle Kenntnisse, die mit Social-Media-Marketing zu tun haben und mit der Arbeit als Lehrperson auf YouTube und Instagram, habe ich mir auf Englisch angeeignet. Das heißt, jedes Mal, wenn ich darüber was Neues erfahren will oder einfach darüber nachdenke, fällt mir das alles auf Englisch ein. Es fällt mir tatsächlich sogar schwer, darüber auf Deutsch zu reden oder nachzudenken, weil dieses Thema in meinem Kopf einfach auf Englisch gespeichert ist. Also versucht es doch auch mal.

Der nächste Tipp: Macht Shadowing. Shadowing ist eine Methode, über die ich auf Instagram schon häufig gesprochen habe und in meinen Videos hier auf YouTube, in denen ich authentische gesprochene Sprache analysiere, wenden wir diese Methode auch regelmäßig gemeinsam an. Diese Videos blende ich euch jetzt oben rechts ein und verlinke sie euch auch unten in der Infobox. Shadowing ist kurz gesagt: Hören und Nachsprechen. Ihr nehmt euch ein kurzes Audio oder Video und sprecht einfach immer wieder denselben Satz 10-20 mal nach. Also: anhören, nachsprechen, anhören, nachsprechen. Immer wieder. So gewöhnt ihr euch an bestimmte grammatikalische Strukturen, Wörter, Redewendungen und beim nächsten Mal, wenn ihr Deutsch sprecht, fällt euch das direkt ein und ihr müsst nicht erst übersetzen. Das kann allerdings sehr mühsam sein, wenn ihr euch ein YouTube-Video beispielsweise nehmt und dann immer wieder nach jedem Satz Pause drücken müsst, um nachzusprechen und dann wieder zwei Sekunden zurückgehen, um wieder zu hören und nachzusprechen. Das ist echt mühsam und man verliert schnell die Lust. Daher habe ich in meiner Online-Akademie jede Menge Audiomaterial für euch zusammengetragen und füge auch immer mehr Audios hinzu, die ihr für diese Übung nutzen könnt. Diese Methode hilft euch übrigens nicht nur dabei, auf Deutsch zu denken und aufs Übersetzen zu verzichten, sondern auch flüssiger und natürlicher Deutsch zu sprechen. Ich zeige euch diese Methode mal in einem gesonderten Video.

Das soll es für heute erstmal gewesen sein. Wenn diese Tipps nützlich für euch waren, gebt dem Video doch bitte einen Daumen nach oben und schreibt mir doch bitte mal in die Kommentare, was ihr noch empfehlen könnt, was euch hilft, aber gerne auch, was euch schwerfällt, dann gehe ich darauf gern in zukünftigen Videos ein. Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf YouTube und ich freue mich auf euch im nächsten Video.

VonBenjamin

30 Sekunden Deutsch: Das soll es für heute gewesen sein! | Deutsch mit Benjamin

Das soll es für heute gewesen sein. Eine gebräuchliche Formulierung, mit der man im Deutschen eine Präsentation, einen Vortrag, eine Unterrichtsstunde o.Ä. beenden kann.

Transkript:

Hallo und willkommen bei 30 Sekunden deutsch bei Deutsch mit Benjamin. Eine sehr gebräuchliche Art eine Präsentation, einen Vortrag oder auch als Lehrer beispielsweise eine Unterrichtsstunde zu beenden, ist: das soll es für heute gewesen sein. Das soll es für heute gewesen sein. Betonung auf gewesen. Das soll es für heute gewesen sein heißt ganz einfach: wir sind fertig, der Vortrag ist zu Ende, die Unterrichtsstunde was auch immer ist zu Ende.