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VonBenjamin

Ist R ein Vokal? | Aussprachetraining: a-Schwa [ɐ] | Aussprache R

Das heutige Sprechtraining ist ein Muss für jeden, der richtig Deutsch sprechen und seine deutsche Aussprache verbessern will. Wir lernen und üben hier das a-Schwa (auch vokalisches R oder vokalisiertes R genannt). In der standarddeutschen Umgangssprache wird der Buchstabe R nämlich meistens als a-Schwa gesprochen. Ausschlaggebend ist hierbei, dass dieser Laut nichts mit dem konsonantischen R zu tun hat. Diese Lektion stammt aus dem Kurs über deutsche Vokale und Diphthonge meiner Online-Akademie.

 

Transkript:

Heißt es eigentlich [hiːʁ] oder [hiːɐ̯], [ʃaʁf] oder [ʃaɐ̯f]? Dieser Frage wollen wir in diesem Video auf den Grund gehen.

Heute möchte ich euch ein Video aus meiner Online-Akademie zeigen. Also ihr habt ja wahrscheinlich mitbekommen, dass ich eine Online-Akademie habe jetzt mittlerweile schon seit knapp einem halben Jahr. Im November 2020 habe ich sie eröffnet und im Grossen und Ganzen handelt es sich dabei um eine Online-Lernplattform für fortgeschrittene Deutschlerner mit den Schwerpunkten Aussprache, Akzentreduzierung und Hörverstehen. So und innerhalb dieser Online -Akademie gibt es verschiedene Online-Kurse zu dem man automatisch Zugang bekommt.

Also zu all diesen Kursen der Online-Akademie, wenn man sich in der Akademie anmeldet, wenn man also die Mitgliedschaft abschließt. Und einer dieser Online-Kurse handelt von deutschen Vokallauten. Da geht es also um die deutschen Vokale und auch Diphthonge. Das heißt, alle diese Vokallaute, die wir in der deutschen Sprache haben, all diesen Lauten widmen wir uns in den einzelnen Kapiteln dieses Kurses und heute möchte ich euch eben hier auf YouTube eins dieser Videos zeigen aus diesem Vokalkurs und zwar das Video zum a-Schwa. Das a-Schwa das wird auch vokalisches r genannt. Ihr werdet das später in dem Video auch noch mal hören und ganz ganz wichtig ist mir dass aber gleich am Anfang auch noch einmal zu betonen. Das ist wahrscheinlich die allerwichtigste Informationen des gesamten Videos der gesamten Lektion heute. Nämlich, dass wir im Deutschen unterscheiden zwischen einem konsonantischen r und einem vokalischen r. Und das ist ganz wichtig, deswegen schreibt euch das sozusagen hinter die Ohren. Eine Redewendung bedeutet: merkt euch das ja, das ist ganz ganz wichtig, eine sehr sehr wichtige Information. Schreibt euch das hinter die Ohren. So ich zeige euch jetzt das Video. Alles, was ihr zu meiner Online-Akademie wissen müsst, beziehungsweise wenn ihr überhaupt etwas dazu wissen wollt, dann findet ihr den Link unter dem Video. Ich teile den Link direkt in dieser Videobeschreibung und auch unten in den Kommentaren. So und jetzt viel Spaß beim Video!

Für den Buchstaben R gibt es im Deutschen vier Aussprachevarianten, also 4 mögliche Laute. Da gibt es zum einen das konsonantische R – davon gibt es 3 Varianten, die alle richtig und nicht bedeutungsunterscheidend sind. Darum geht es in diesem Video nicht. Und zum anderen gibt es das vokalische R, das auch a-Schwa genannt wird. Und darüber sprechen wir heute in diesem Video. Ihr lernt die richtige Aussprache dieses Lautes, der mit dem Konsonanten [ʁ] oder [r] nichts zu tun hat.

Es ist nämlich tatsächlich so, dass der Buchstabe R zwar ein Konsonantenbuchstabe ist, in den meisten Fällen in der deutschen Sprache aber tatsächlich als Vokal ausgesprochen wird. Und es ist ganz wichtig, dass wir uns das mal kurz bewusst machen. In sehr vielen Sprachen, vielleicht auch in eurer Muttersprache gibt es einfach nur den Konsonanten [ʁ] oder [r]. Und im Deutschen gibt es dazu noch eben noch einen Vokal für den Buchstaben R. Wir sagen nämlich auf keinen Fall [hiːʁ], sondern [hiːɐ̯]. Ich spreche das Wort jetzt mal in Zeitlupe aus. Und dann werde ich zusätzlich zu der Zeitlupe… Ich spreche es einfach langsam aus und zusätzlich werde ich es dann mit dem Computer noch um 50% reduzieren. Und dann werdet ihr feststellen, wie das klingt.

So, am Ende des Wortes haben wir den Laut [ɐ]. Und das ist ganz genau das a-Schwa oder auch das vokalische R. Ich bevorzuge allerdings den Begriff „a-Schwa“, den ich auch immer benutze, weil der Begriff klar macht, dass es ein Vokal ist und nichts mit dem [ʁ] zu tun hat. Es ist kein Konsonant, sondern ein Vokal. Und er ist dem langen [a:], das wir z.B. in dem Wort „ja“ aussprechen, ziemlich ähnlich. Deswegen benutze ich eben lieber diesen Begriff: a-Schwa.

Die Zungenspitze berührt wie beim langen [a:] die unteren Schneidezähne. Die Zunge befindet sich mittig im Mund. Allerdings ist im Gegensatz zum [a:] der Mund hier bei dem a-Schwa nur ganz ganz leicht geöffnet, der Unterkiefer senkt sich also kaum und damit ist auch der hintere Zungenrücken ein klein wenig angehoben. Außerdem ist das a-Schwa viel tiefer und viel leiser. Tiefer – [ˈthiːfɐ]. Leiser – [ˈlaɪ̯zɐ].

Weitere Beispiele mit dem a-Schwa:

Ganz ganz wichtig ist hier wirklich, dass ihr drauf achtet, in diesen Wörtern eben nicht [ʁ] oder [r] auszusprechen. Denn genau das würde einen typischen fremdsprachlichen Akzent ausmachen. Es gibt zwar tatsächlich ein paar Regionen vor allem in Westdeutschland, Nordrhein-Westfalen z.B., wo die Leute in diesen Wörtern den Laut [ʁ] aussprechen würden, das Problem ist aber: dadurch, dass ihr wahrscheinlich nicht all die anderen Ausspracheregeln und -gewohnheiten, die in diesen Regionen, in diesen Dialekten üblich sind, berücksichtigt, hört sich das dann unnatürlich an. Ja, und im Standarddeutschen sprechen wir hier auf jeden Fall das a-Schwa aus und nicht [ʁ], oder [r].

Ihr könnt ja z.B. mal euer Handy nehmen und euch einfach mal selbst aufnehmen, während ihr diese Wörter aussprecht, euch das dann nochmal anhören, um festzustellen, ob ihr da nicht doch noch ein [ʁ] oder [r] oder so was hört. Und wenn ja, dann sagt das Wort nochmal und stellt euch dort eher ein ganz kurzes A mit tiefer Stimme vor, aber auf keinen Fall ein konsonantisches [ʁ] oder [r].

Und wann wird der Buchstabe R nun als a-Schwa ausgesprochen?

Grundsätzlich könnt ihr euch merken: wenn der Buchstabe R innerhalb einer Silbe nach einem Vokal kommt, dann wird dort ein a-Schwa ausgesprochen. Oder anders gesagt: ein a-Schwa wird nicht ausgesprochen, wenn der Buchstabe R am Wort- oder Silbenanfang oder nach einem Konsonanten steht.

Also, z.B.: er war erst vorgestern in der Oper. Siebenmal der Buchstabe R, aber nirgendwo sage ich [ʁ] oder [r], sondern jedes Mal das a-Schwa, weil der Buchstabe in all diesen Fällen nach einem Vokal steht.

Ganz typisch ist, wie ihr seht, die Endung bzw. Buchstabenkombination <er>. Nehmen wir noch einen Satz: wir feiern am ersten September. Wieder mehrmals der Buchstabe R und überall a-Schwa.

Am Wort- und Silbenanfang und nach einem Konsonanten sprechen wir wie gesagt kein a-Schwa, z.B. in den Wörtern „rot“ oder „frisch“. Manchmal kommt es auch zur Verschiebung von Silbengrenzen und dann kann es sein, dass der Buchstabe R in verschiedenen deklinierten oder konjugierten Formen unterschiedlich ausgesprochen wird.

Zum Beispiel bei dem Wort „Fahrer“ mit a-Schwa am Ende, der Fahrer – aber: die Fahrerin – -rin. Oder:
das Haus ist schöner als das erste. – schö-ner. A-Schwa am Ende.

Aber: Das ist das schönere Haus von beiden. – schö-ne-re. Hier haben wir den Konsonanten.

Oder hier das Verb „studieren“:
ich studiere – drei Silben: stu-die-re – kein a-Schwa, weil der Buchstabe R am Anfang der letzten Silbe ist

Aber:
du studierst – zwei Silben: stu-dierst – hier haben wir ein a-Schwa, weil der Buchstabe R ja hier nach einem Vokal steht.

Besonders in der ich-Form von Verben gibt es dann deshalb auch zwei richtige Aussprachevarianten. Nehmen wir mal ein anderes Verb: hören. Wenn ich sehr deutlich sprechen will, in einer Prüfung oder in einem großen Saal, dann sage ich: ich höre Sie leider nicht. – höre – 2 Silben – ohne a-Schwa. Aber wie ihr sicher schon wisst, wird das E am Ende der ich-Form von Verben meistens weggelassen. Dann würde ich also z.B. in einem Skype-Call sagen: ich hör Sie leider nicht. – hör – 1 Silbe: hör – mit a-Schwa am Ende. Weil der Buchstabe R hier nach einem Vokal steht.

Nochmal der Kontrast: ich höre – ich hör.

Oder auch: ich wäre – ich wär.
Wir fahren (ganz formell, ganz übertrieben deutlich) – ja, aber normalerweise würden wir sagen: wir fahren.

Auch Wörter mit den unbetonten Präfixen er-, ver-, zer-, her- und vor- mit dem a-Schwa.

erkennen – sehr deutlich gesprochen: [ɛɐ̯ˈkɛnən]. – Normal gesprochen ist das Präfix sehr schnell und sehr tief: [ɛɐ̯ˈkɛn]

verstehen – sehr deutlich gesprochen: [fɛɐ̯ˈʃteːn] – normal gesprochen nur mit a-Schwa: [fɐˈʃteːn]

zerstört – sehr deutlich gesprochen:  [t͡sɛɐ̯ˈʃtøːɐ̯th] – normal gesprochen nur mit a-Schwa: [t͡sɐˈʃtøːɐ̯th]

herbeiführen – [hɛɐ̯ˈbaɪ̯ˌfyːʁən]

Oder: vorbei – [fɔɐ̯ˈbaɪ̯]. Oder Wörter mit den betonten Präfixen her- und vor-: herkommen – [ˈheːɐ̯ˌkɔm], der Vorname – [ˈfoːɐ̯ˌnaːmə]

In Berlin und Brandenburg spricht man statt des a-Schwas übrigens oft ein noch offeneres [a], also so wie das ganz normale A. Beispielsweise könnte jemand sagen: er meinte, dass er zu seiner Mutter fahren will. So würde man in Berlin sprechen. Also statt des a-Schwas ein noch offeneres A.

Und damit sind wir am Ende des Videos zum a-Schwa aus meiner Online-Akademie aus dem Online-Kurs über deutsche Vokale angekommen. Alle Informationen zu meiner Online-Akademie findet ihr unter dem Video, einmal in der Info-Box und auch nochmal in den Kommentaren.

Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf You-Tube und ich freue mich auf euch im nächsten Video!

VonBenjamin

Reduzierung von „-BEN“ | Fließend & Akzentfrei Deutsch sprechen | Deutsche Aussprache verbessern

Wenn ihr Deutsch lernen und fließend Deutsch sprechen möchtet, ist es unerlässlich, dass ihr euch mit Reduzierungen und Assimilationen auseinandersetzt. Mein Ziel ist es, euch dabei zu helfen, flüssiger, schneller und natürlicher Deutsch zu sprechen. Im heutigen Sprechtraining behandeln wir die Reduzierung und progressive Assimilation in der unbetonten Silbe -ben. Diese kommt in sehr vielen deutschen Wörtern vor, z.B. in dem Verb HABEN, aber auch in anderen Verben wie LEBEN sowie Nomen, Adjektiven und Funktionswörtern wie EBEN und NEBEN.

 

Wir haben Hunger. Herr Müller wohnt nebenan. Er hat mir eben Bescheid gegeben. Warum diese Sätze nicht deutsch klangen, das erfahrt ihr in diesem Video.

Hallo liebe YouTube-Deutschlerner und willkommen bei Deutsch mit Benjamin, der ersten Adresse für alle fortgeschrittenen Deutschlerner, die ihre Deutschkenntnisse perfektionieren wollen und für alle, die ihre deutsche Aussprache verbessern bzw. ihren Akzent reduzieren wollen.

Heute geht es um eine Reduzierung oder auch Reduktion oder Verkürzung im Deutschen. Neulich haben wir ja gelernt, dass wir die Endung -en oft verschlucken. Wir sagen also beispielsweise nicht: [guːthən] Tag! Sondern: [guːtʔn̩] Tag! Das Video, in dem ich euch das genauer erkläre und auch noch andere kleine Tricks mitgebe, die euer Deutsch natürlicher klingen lassen, erreicht ihr, wenn ihr jetzt oben rechts klickt und ich verlinke es euch auch unten in der Infobox.

So, damit verbunden ist auch Folgendes: Nehmen wir mal das Verb „haben“. Wenn ich dieses Verb sehr langsam ausspreche, z.B. wenn ich mit einem kleinen Kind sprechen würde, oder ich würde durchs ganze Haus rufen, ja, dann würde das ungefähr so klingen: [ˈhaːbən]. So klingt es allerdings im Normalfall eben nicht. Wie ihr nun schon wisst, wird dieses e-Schwa getilgt und was passiert jetzt hier noch? Dadurch, dass hier in der betonten Silbe am Ende ein [b] ist, also ein Laut, den wir mit den Lippen bilden, passt sich der Laut [n], der hier von der Endung noch übrig bleibt, an. Ja, die Endung ist ja unbetont, eine unbetonte Silbe und über unbetonte Silben wissen wir, dass sie sehr schnell und kurz ausgesprochen werden. Und damit wir das auch wirklich schön schnell, schön kurz aussprechen können, guckt mal, wenn ich sage: [ˈhaːbn̩], ja, das stört irgendwie, das geht nicht so schön schnell, weil eben [b] mit den Lippen, [n] aber mit der Zunge hinter den oberen Schneidezähnen gebildet wird. Also was passiert nun? Das [n] passt sich dem [b] an. Aus dem [n] wird also ein [m], ein ähnlicher Laut, der aber eben auch mit den Lippen gebildet wird, genau wie [b]. Darüber hinaus wird der Verschluss der Lippen, bei dem [b], nicht gesprengt, anders gesagt: Die Lippen werden gar nicht geöffnet. Und schon lässt sich das viel einfacher aussprechen: [ˈhaːbʔm̩]. Das ist also die Aussprache, die wir benutzen und die auch ihr benutzen solltet: [ˈhaːbʔm̩]. Also nicht: [ˈhaːbn̩], nicht mit [n], aber auch nicht [ˈhaːbm̩], ja, also nicht die Lippen öffnen. Sondern: [ˈhaːbʔm̩]. Der Fachbegriff hierfür lautet progressive Assimilation. Assimilation bedeutet Anpassung, Angleichung. Der Laut [n] passt sich dem Laut [b] an. Also wegen dem Laut [b] verändert sich [n] zu [m]. Progressiv bedeutet, dass der erste Laut den zweiten Laut beeinflusst, also dieser Einfluss erfolgt vorwärts. Deshalb progressive Assimilation. Und das gilt nicht nur für dieses Verb, sondern im Prinzip immer, wenn die Buchstaben <ben> in einer unbetonten Silbe vorkommen.

geben
gegeben
eben
leben
oben
üben
die Verben
die Silben
der Abend
das Abenteuer

usw.

Unsere Sätze vom Anfang des Videos klingen also so: Wir haben Hunger. Herr Müller wohnt nebenan. Er hat mir eben Bescheid gegeben. Merkt euch also, dass die Buchstabenkombination <ben> in einer unbetonten Silbe [bʔm̩] ausgesprochen wird.

Wenn ihr übrigens mehr solcher Tricks lernen möchtet und generell euren Akzent reduzieren möchtet und flüssiger bzw. natürlicher Deutsch sprechen möchtet, dann werdet doch Mitglied meiner Online-Akademie. Den Link findet ihr unter dem Video.

Was wir jetzt gelernt haben, gilt übrigens ebenso für die Buchstabenkombination <pen>, die dann dementsprechend [pʔm̩] ausgesprochen wird.

die Lippen
der Lappen
die Suppenküche
umkippen
schleppen
die Alpen

usw. Nun schauen wir uns noch diese Phrasen an: zu gegebenem Anlass, der verschobene Termin.

Hier sieht es ja so aus, als würden die Buchstaben <ben> zur selben Silbe gehören. Das tun sie aber nicht! ge-ge-be-nem – die Buchstaben <ben> gehören hier zu unterschiedlichen Silben, sodass die Regel hier also nicht greift. Das e-Schwa in der Silbe <be> kann natürlich getilgt werden, aber das [n] bleibt [n] und bei [b] werden hier auch die Lippen kurz geöffnet, also dieser Verschluss wird gesprengt. Die beiden Phrasen klingen dann also so: zu gegebenem Anlass,
der verschobene Termin

Ich hoffe, dass dieses Video nützlich war. Wenn ja, dann gebt doch bitte einen Daumen hoch und abonniert gerne meinen Kanal mit Benachrichtigungen. Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf YouTube und ich freue mich auf euch im nächsten Video.

VonBenjamin

Modalpartikel DENN | Aussprache & Wortschatz Deutsch B1 B2 C1 C2

Thema heute: Modalpartikeln. Konkret geht es um die Modalpartikel DENN und deren übliche Aussprache im Satz.

Transkript:

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen diesen beiden Fragen? Die erste Frage klingt ziemlich direkt. Die zweite Frage klingt viel höflicher, viel freundlicher. Mit der Modalpartikel DENN kann ich also in Fragen auf freundliche Weise Interesse zeigen. Wenn ich das jetzt aussprechen würde, dann würde ich sagen: was machst du denn morgen?Andere Beispiele wären doch: warum bist du denn so traurig? Wie meinst du denn das? Wie gefällt denn dir das? Warum hast du denn meine Seite noch nicht abonniert? Mach es doch am besten jetzt gleich: @deutsch_mit_benjamin.

VonBenjamin

REDUZIERUNGEN sind das A und O | Akzentfrei Deutsch sprechen

Der Grund Nr. 1, warum wir Deutsche so schnell sprechen, sind sogenannte Reduzierungen bzw. Reduktionen. Das heißt, wir verkürzen Laute und verbinden sie miteinander. Ohne den Gebrauch von Reduzierungen werdet ihr niemals Deutsch sprechen wie ein Muttersprachler. Fangt also am besten sofort damit an, Reduzierungen zu benutzen und ihr werdet merken, dass ihr automatisch schneller Deutsch sprecht! In diesem Video lernt ihr die 5 wichtigsten Reduzierungen im Deutschen, die ihr anwenden solltet, wenn ihr wie ein deutscher Muttersprachler klingen wollt.

Lifehacks: Akzentfrei Deutsch sprechen

  • Tipp 1: Sprecht das Pronomen „es“ einfach nur als [s] aus.
  • Tipp 2: Sagt „nich“ statt „nicht“.
  • Tipp 3: Lasst das e-Schwa am Ende der ich-Form von Verben weg.
  • Tipp 4: Sprecht das Wort „ich“ verkürzt aus.
  • Tipp 5: Verschluckt die Endung -en.

Transkript:

Hallo liebe YouTube-Deutschlerner! Willkommen bei Deutsch mit Benjamin – der ersten Adresse für alle fortgeschrittenen Deutschlerner, die ihre Deutschkenntnisse perfektionieren wollen und für alle, die ihre deutsche Aussprache verbessern, akzentfrei Deutsch sprechen oder zumindest ihren Akzent reduzieren wollen und die ihr Hörverstehen verbessern, also Deutsche besser verstehen wollen. Heute möchte ich euch 5 Tipps, 5 Lifehacks mit auf den Weg geben, mit denen euer Akzent gleich viel natürlicher und viel typischer deutsch klingen wird. Diese Tipps sind nicht nur wahnsinnig praktisch und effektiv, sondern auch ganz leicht umzusetzen, d.h. ihr könnt noch heute damit anfangen und falls ihr bisher noch nie darauf geachtet habt, dann gebe ich Brief und Siegel darauf, dass ihr nach diesem Video immer wieder daran denken werdet und euch wundern werdet, dass euch das vorher nie aufgefallen ist.

Abonniert übrigens gern meinen Kanal und klickt auch auf die Glocke, um kein neues Video mehr zu verpassen. Außerdem wäre ich euch sehr dankbar, wenn ihr dem Video einen Daumen nach oben geben würdet, das würde mir wirklich sehr helfen.

Legen wir gleich los mit dem Lifehack Nr. 1: Sprecht das Pronomen „es“ einfach nur als [s] aus. Ihr kennt das sicher schon aus der Frage „Wie geht’s?“ oder „Wie geht’s dir?“, ja, was ja eigentlich eine Kurzform für „Wie geht es dir?“ ist, aber dieses Pronomen „es“ wird zu dem einzelnen Laut [s] reduziert. Und so machen wir das nicht nur in dieser einen Frage, sondern ständig. Probiert es doch auch gleich mal aus, z.B. ja, jetzt gerade habe ich z.B. gesagt: Probiert es doch auch gleich mal aus!

Ja, oder:

Es geht mir gut.
Es regnet schon wieder!
Schick es mir bitte noch heute.
Ist es okay, wenn ich es dir doch erst morgen schicke?
Ich kann es nicht glauben.

Man kann das im Prinzip immer machen, ja, nur wenn man bewusst langsam spricht oder vielleicht einen Vortrag in einem großen Saal hält, dann spricht man das vereinzelt noch mit einem e-Schwa aus, also [əs], aber viel öfter eben einfach nur [s]. Manchmal schreibt man das dann auch so, also entweder mit Apostroph oder ohne. Ich persönlich mache das nicht, also natürlich spreche ich auch so, aber schreiben würde ich persönlich halt immer die volle Form. Das finde ich persönlich einfach schöner. Ihr könnt es aber auch so verkürzt schreiben, allerdings wirklich nur unter Freunden, also noch nicht mal unter Arbeitskollegen.

Gehen wir nochmal zurück zum letzten Satz. Ich kann es nicht glauben. Fällt euch da noch was anderes auf? Ich kann es nicht glauben. Hier sage ich „nich“ statt „nicht“, also ich lasse einfach das T weg.

Und da sind wir schon beim Lifehack Nr. 2: Sagt „nich“ statt „nicht“. Auch hier gilt wieder, wenn man bewusst langsam oder deutlich spricht, dann kann man das T mitsprechen, aber wirklich oft spricht man es einfach nicht mit.

Hört nochmal hin:
Wirklich oft spricht man es einfach nicht mit.
Oder:
Kommt Paul etwa nicht?
Er fühlt sich nicht gut.
Das habe ich nicht gewusst.

Und was ist euch jetzt bei diesem Satz noch aufgefallen? „Das habe ich nicht gewusst.“ Sage ich „habe“? „Das habe ich nicht gewusst.“ Nee, ich sage „hab“.

Und das ist der Lifehack Nr. 3: Lasst einfach das e-Schwa am Ende der ich-Form von Verben weg. Das ist auch so was von typisch deutsch und lässt euch gleich viel natürlicher klingen. Und all diese Tipps, also nicht nur dieser, sondern alle in diesem Video, helfen euch auch dabei, schnell Deutsch zu sprechen bzw. flüssig Deutsch zu sprechen. Denn oftmals ist tatsächlich gar nicht wirklich die Sprechgeschwindigkeit von uns so hoch, sondern es liegt eben einfach an diesen Reduzierungen. Also, sagt z.B.

Ich lerne schon seit 5 Jahren Deutsch.
Ich hatte echt noch so viel zu tun, deshalb konnte ich leider nicht kommen.
Das mache ich gern.

Man kann das unter Freunden auch dann so schreiben, also einfach ohne den Buchstaben E. Das mache ich auch manchmal. Aber wie schon gesagt, benutze ich persönlich beim Schreiben eigentlich generell lieber die volle Form, weil mir diese reduzierten Formen beim Schreiben nicht gefallen.

Es gibt hier übrigens eine Ausnahme, und zwar wenn das Verb am Ende ist, also in Nebensätzen. Dann spricht man doch die volle Form. Also beispielsweise würde man nicht sagen: Ich bin froh, dass ich hier „arbeit“. Sondern: Ich bin froh, dass ich hier arbeite. Nur bei „haben“ kann auch am Satzende die Kurzform „hab“ benutzt werden, also z.B. „Guck mal, was ich dir mitgebracht habe.“ Aber sonst am Satzende die volle Form. Und wenn ihr jetzt nochmal genauer hinhört und vor allem auf die beiden Ichs achtet, also in diesem Satz ist ja zweimal das Wort „ich“, ja, was fällt euch denn da noch auf? Also ich sag den Satz nochmal: Ich bin froh, dass ich hier arbeite.

In keinem der beiden Fälle sage ich wirklich „ich“ mit diesem klaren Vokal, ja, und das ist der vierte Lifehack: Sprecht das Wort „ich“ verkürzt aus. Und zwar einmal: Wenn der Satz mit dem Wort „ich“ beginnt, dann sprecht einfach nur den Laut [ç].

Ich bin froh.
Ich muss leider los.
Ich melde mich später bei dir.

Und dann, wenn der Satz nicht mit dem Wort „ich“ beginnt, dann spricht man doch noch einen ganz ganz leichtes, kurzes, ungespanntes [ɪ], aber der Vokal ist wirklich ganz ganz kurz und verbindet sich mit dem Wort davor. Also z.B.

Er ist sauer, weil ich ihn kritisiert habe.
Heute bin ich echt müde.
Jetzt habe ich vergessen, was ich sagen wollte.

Bonus-Tipp: Manchmal macht man ja Pausen beim Sprechen, gerade weil Deutsch ja eben auch nicht eure Muttersprache ist, müsst ihr vielleicht hier und da noch überlegen und macht dann eben eine Sprechpause. Macht diese Sprechpause aber in solchen Sätzen erst nach dem Wort „ich“. Ja, weil wir das ja eben mit dem Wort davor verbinden und wenn ihr dann genau dazwischen die Pause machen würdet, dann wären die beiden Wörter ja nicht mehr verbunden, was dann unnatürlich klingen würde und auch das Verständnis eventuell beeinträchtigen würde. Wenn ihr die Pause erst nach dem Wort „ich“ macht, dann merkt euer Gegenüber das vielleicht gar nicht. Da ist die Pause also völlig normal und stört auch nicht. Also beispielsweise: Er ist sauer, weil ich ihn kritisiert habe.

Bei Sätzen, die mit dem Wort „ich“ beginnen, könntet ihr, falls nötig, die Pause am besten nach dem Verb machen, z.B.
Ich muss leider los.

Wenn ihr auf der Suche nach mehr Regeln und Tipps wie diesen hier seid, dann empfehle ich euch, mal meine Online-Akademie zu besuchen. Das ist eine umfassende Lernplattform, wo ihr gezielt an eurem Akzent arbeiten könnt und jede Menge Audio- und Videomaterial findet, um eure Aussprache, Intonation, Sprechmelodie zu verbessern. Den Link zu meiner Online-Akademie packe ich euch unten in die Beschreibung in die Infobox.

Kommen wir zum Lifehack Nr. 5: Verschluckt die Endung -en.

Das gilt für Nomen, Verben, Adjektive und es gilt eigentlich nicht nur für Endungen, sondern generell für -en- als unbetonte Silbe. Guckt mal, z.B. hier dieser Satz:

Wir wollen uns einen spannenden Film angucken. Also ihr seht bzw. hört, dass jedes Mal diese Silbe -en- verschluckt wird. Noch ein Beispiel: Können wir Ihnen denn noch einen anderen Gefallen tun? Ja, das könnte beispielsweise eine Verkaufsperson zum Kunden sagen. Oder: Letzten Freitag war ich mit meinen Freunden aus München zu Besuch in Dresden.

Hier ist ein weiterer Bonus-Tipp:

Insbesondere die Artikel „ein“ und „einen“ klingen im Prinzip völlig gleich. Entweder sagt man „ein“, also das kann man eigentlich immer so tun, egal, in welcher Situation, ja, z.B.

Ich habe neulich einen Brief bekommen.
Ich habe neulich ein Schreiben erhalten.

Kein Unterschied zu hören.

Oder wenn man noch schneller spricht, dann aber nur in lockeren, informellen Situationen, dann sagt man oft einfach nur [n]:

Ich habe neulich einen Brief bekommen.
Ich habe neulich ein Schreiben erhalten.

Welcher dieser Tipps war euch neu? Habt ihr vielleicht weitere Wünsche, worauf ich in zukünftigen Videos mal eingehen soll? Dann schreibt sie mir gern in die Kommentare. Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf YouTube und ich freue mich auf euch im nächsten Video.

VonBenjamin

30 Sekunden Deutsch: REDUZIERUNG von Jahreszahlen | Akzentfrei Deutsch B1 B2 C1 C2

Jahreszahlen gelten als typischer Fall, wo es sich richtig anbietet, stark zu reduzieren. Wir reduzieren Laute und verbinden sie miteinander ja meist in Wörtern, die nicht zur Bedeutung eines Satzes beitragen, sondern eine grammatikalische Funktion erfüllen (sogenannte Funktionswörter) oder eben in Wortteilen mit dieser Eigenschaft. ⁠ Vor allem der erste Teil in Jahreszahlen („19…“) ist ja per se „unwichtiger“ als der zweite Teil, sodass wir eben den ersten Teil oft reduzieren. ⁠ 📌 Standardaussprache „neunzehnhundert…“: [ˈnɔɪ̯nt͡seːn ˌhʊndɐt] ⁠ 📌 Übliche Aussprache mit Reduzierung (wie im Video): [ˈnɔɪ̯nt͡sɐt] ⁠ 📌 Auch üblich (etwas weniger reduziert): [ˈnɔɪ̯nt͡sn̩hɐt] ⁠ 📌 Beispielsätze: ⁠ 1. Wann ist die Berliner Mauer nochmal gefallen? – 1989. ⁠ 2. Zwischen 1997 und 2014 haben Bund, Länder und Kommunen über eine Million Wohnungen an Konzerne verscherbelt. ⁠

Etwas verscherbeln = etwas zu einem sehr günstigen Preis verkaufen.

Transkript:

Wann ist die berliner Mauer noch mal gefallen? 1989. Was war das? 1989. Das ist eine typische Reduzierung im Deutschen.

Zwischen 1997 und 2014 haben Bund, Länder und Kommunen über eine Million Wohnungen an Konzerne verscherbelt.

 

VonBenjamin

30 Sekunden Deutsch: Hörverstehen verbessern | Sätze für euren nächsten Skype-Call

Lernt, wie man schnell und authentisch sagt: „Ich höre dich nicht. Das habe ich nicht verstanden.“

Transkript:

Wenn also das nächste Mal auf Zoom oder auf Skype die Internetverbindung wieder nicht mitspielt, dann könnt ihr sagen: ich höre dich nicht. Das habe ich nicht verstanden. Ich hoffe das hilft.

VonBenjamin

Akzentfrei Deutsch mit Serien: Dark (Netflix) | Aussprache, Sprachmelodie & Hörverstehen verbessern

Hallo liebe YouTube-Deutschlerner! Willkommen bei Deutsch mit Benjamin! Heute analysieren wir eine Szene aus der beliebten deutschsprachigen Netflix-Serie Dark. Dabei untersuchen wir Veränderungen, Reduzierungen und Verbindungen von Lauten, um richtig Deutsch sprechen zu lernen. Solche Analysen sind goldwert, wenn ihr eure Aussprache, Intonation und Sprachmelodie verbessern wollt sowie schnelles Deutsch besser verstehen wollt. Die Szene (aus Staffel 1, Folge 5): Jonas sitzt am Grab seines Vaters und trifft erstmals auf sein älteres Ich. Mein Kanal richtet sich an alle, die Deutsch als Fremdsprache lernen und akzentfrei Deutsch sprechen bzw. ihre Aussprache verbessern möchten, um im Berufs- und Privatleben ernster genommen zu werden.

Transkript:

Hallo liebe YouTube-Deutschlerner! Weil ich ja weiß, wie sehr euch das gefällt und wie nützlich ihr das findet, werde ich auch heute wieder einen kurzen Serienausschnitt analysieren, und zwar hinsichtlich Aussprache, Intonation und Sprechmelodie. Auf meiner Instagram-Seite habe ich vor einer Weile eine Umfrage gemacht, welche Serie euch am besten gefällt und es hat sich rausgestellt, dass die mit Abstand beliebteste deutschsprachige Serie unter Deutschlernern die Netflix-Serie Dark ist. Aus diesem Grund habe ich heute auch eine Szene aus dieser Serie, und zwar aus der 5. Folge der 1. Staffel, wo Jonas am Grab seines Vaters zum ersten Mal auf sein älteres Ich, also auf den älteren Jonas trifft. Wenn ihr also gerne mit Serien Deutsch lernt, eure deutsche Aussprache verbessern wollt und nicht nur das, sondern auch fließend Deutsch sprechen wollt bzw. flüssig Deutsch sprechen wollt, akzentfrei Deutsch sprechen wollt, dann bleibt dabei.

Einige von euch haben mir übrigens mitgeteilt, dass sie meine Videos auf der Startseite von YouTube nicht mehr angezeigt bekommen. Ich weiß nicht, warum, aber was ihr tun könnt, am besten einfach auf die Glocke neben dem Abonnieren-Button drücken, dann bekommt ihr nämlich immer eine kurze Benachrichtigung angezeigt, sobald ein neues Video von mir online ist. Also einmal auf „Abonnieren“ klicken und dann daneben noch auf dieses kleine Glöckchen.

Bevor wir nun gleich anfangen, möchte ich euch noch kurz daran erinnern, dass ihr, wenn ihr an persönlichem Deutschunterricht interessiert seid, euch bei italki anmelden könnt, und zwar für nur 1€. Falls ihr italki noch nicht kennt: es ist eine wirklich coole Plattform, auf der ihr 1:1 von qualifizierten muttersprachlichen Lehrern lernen könnt, maßgeschneiderten Unterricht erhaltet und zudem über die App von italki auch andere Muttersprachler kennenlernen könnt. Auch ich selbst habe, als ich Tschechisch gelernt habe, meinen persönlichen Unterricht über italki gebucht. Bei italki bezahlt man nur pro Stunde und zu einem Preis, der dem eigenen Budget entspricht, man kann sich also seinen Preis selber wählen bzw. eben seinen Lehrer und jeder Lehrer legt eben seinen eigenen Preis fest.

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Und jetzt legen wir los mit der Analyse. Schauen wir uns zuerst die Szene an und danach analysieren wir das Ganze. Im ersten Satz höre ich das Wort „ähnlich“ am lautesten und am deutlichsten, eine Nebenbetonung höre ich auf der Verbform „siehst“. Betonte Wörter sind ja in der Regel von den anderen Wörtern im Satz klar abgetrennt, d.h. da das Wort „ähnlich“ ja mit einem Vokal beginnt, ist hier auch der Knacklaut klar zu hören. Vor betonten Wörtern kann man also gut Sprechpausen einbauen. Das könnt ihr euch also auch merken, wenn ihr sprecht. Dieser Vokal ist lang, das wird auch durch den Buchstaben H in der Schreibung deutlich, der dann natürlich an sich nicht mitgesprochen wird. Ich höre hier ein ungespanntes, langes [ɛː], was vor allem im süddeutschen Sprachraum verbreitet ist. Der Schauspieler, Andreas Pietschmann, kommt auch aus Bayern, was also wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist. In den meisten Regionen des deutschen Sprachraums wäre hier nämlich ein gespanntes, langes [eː] üblicher. Auch dieses [iː] ist lang, was auch wieder an der Schreibung hier zu sehen ist. Interessanter wird es bei den beiden Pronomen, die ja Funktionswörter und somit unbetont sind. Sowohl das U in „du“ als auch das I in „ihm“ werden hier zu kurzen Vokalen reduziert. Also nicht [duː], sondern [du] und nicht [iːm], sondern [ɪm], so wie auch die Präposition klingen würde. Dieser i-Vokal ist also hier auch eher ungespannt. Und obwohl dieses Wort ja eben mit einem Vokal beginnt, höre ich hier keinen Knacklaut, also diese beiden Wörter verbinden sich. Versucht nun mal nachzusprechen. Machen wir also Shadowing. Ich spiele euch den Satz dreimal hintereinander ab, danach kommt eine Pause für euch zum Nachsprechen.

Wie zu erwarten war, wird hier natürlich das Nomen „Vater“ betont, hier schön mit a-Schwa am Ende, ja, Vater. Hier fällt dieses E weg, ja, also das wäre ja eigentlich eh ein e-Schwa – „deinem“, ja, aber das wird hier getilgt und das hat auch zur Folge, dass das N hier wegfällt. Das ist eine sogenannte regressive Assimilation. Das M hier brauchen wir weiterhin, das kann nicht getilgt werden, denn das ist ja das Kasus-Signal für den Dativ hier, deswegen ist das noch zu hören. [ˈdaɪ̯nəm] wird also zu [daɪm]. Achtung, Shadowing, also bitte wieder schön nachsprechen.

Was hier sehr schön zu hören ist, ist diese steigende Intonation, ja, die Stimme geht hier deutlich nach oben, was auch immer dazu führt, dass das dann lauter ist. Der eigentliche Satzakzent liegt aber hier auf dem Verb „kennen“. Das N wird logischerweise als solches nur einmal ausgesprochen und auch hier haben wir wieder eine ganz typische e-Schwa-Tilgung in der Endung und da der Verbstamm hier auf N endet, hört man die Endung gar nicht mehr. Der Vokal ist natürlich kurz, ja, das sieht man auch an der Schreibung von Doppel-N. Nun haben wir hier zwei Funktionswörter, also unser Signal für Lautveränderungen und Reduzierungen. Ja, grammatikalische Endungen und Funktionswörter sind immer das Signal, dass Laute anders oder gar nicht ausgesprochen werden. Also zwei Funktionswörter, die man eigentlich gut verbinden könnte, allerdings höre ich hier doch noch so ein ganz schwachen Knacklaut dazwischen, was an der steigenden Intonation auch liegen kann, ja, weil eben dadurch, dass die Stimme nach oben geht, an dieser Stelle eben auch lauter gesprochen wird und damit eben auch ein bisschen deutlicher. Diesen Vokal hier höre ich als kurzes, ungespanntes [ɪ], das ist also eine Veränderung, normalerweise wäre hier ja ein langes, gespanntes [iː], ja, und insgesamt lässt sich sagen, dass diese beiden Vokale, also das kurze [ɪ] und das a-Schwa bzw. aber auch das [ʊ] in „uns“ sehr schnell ausgesprochen werden. Machen wir auch mit dieser Frage Shadowing.

Dieses „Nein“ hier wirkt auf mich sehr resignierend, ja, er spricht das Wort sehr leise und sehr tief aus.
Dann haben wir hier den Satzakzent auf dem Nomen „Vater“, praktisch wie am Anfang schon im zweiten Satz. Eine Nebenbetonung höre ich hier auf dem Verb „kannte“, ja, ihr seht jetzt auch diese Parallele, ja, Verben sind in der Regel betont, aber tragen nicht immer die Hauptbetonung. Die liegt dann eben auf dem Objekt, in diesem Fall eben „Vater“ oder einer Ergänzung, wie oben im allerersten Satz „ähnlich“. Zurück zu diesem Satz hier. Sehr auffällig finde ich, dass die Konjunktion „aber“, also deren erste Silbe, was ja eigentlich ein langes A ist, hier ausbleibt, also man hört schon noch was vor diesem B hier, ja, aber es ist auf keinen Fall ein klarer a-Vokal. Es ist eher wie so ein leichter Stimmansatz, also praktisch ein Knacklaut, ja, er setzt mit seiner Stimme an, er beginnt zu sprechen und die erste Silbe wird auch nicht komplett einfach ausgelassen, aber andererseits eben auch nicht so richtig ausgesprochen. Statt des Vokals also eben nur ein Knacklaut. Und das geht dann auch so weiter. Die beiden Wörter „aber“ und „ich“ klingen wie ein Wort und auch hier in „ich“ hört man gar kein I mehr, sondern nur noch das [ç]. Insgesamt werden diese beiden Wörter also echt schnell ausgesprochen und miteinander verbunden, sodass es eben wie ein einziges Wort klingt. Aus „aber ich“ wird dann also: …

Zu dem Verb kann man eigentlich nicht viel sagen. Natürlich wird auch hier nur ein N gesprochen, die Schreibung von Doppel-N zeigt uns, dass der Vokal kurz ist. Interessanter wird es wieder bei dem Pronomen und wie wir das auch am Anfang schon hatten, kommt es hier zur e-Schwa-Tilgung und deshalb auch zur Tilgung, also zum Wegfall des N. In diesem Fall bleibt also einfach „dein“ übrig. Ja, hier ist das so möglich, weil wir ja hier im Akkusativ eh am Ende ein N haben, d.h. dieses Kasus-Signal hören wir auch weiterhin.

So, hier haben wir mal einen längeren Satz. Im ersten Teilsatz höre ich das Wort „her“ am lautesten, im zweiten Teilsatz das Wort „gut“ und ebenso ziemlich deutlich das Wort „erinnern“. Was hier am Satzanfang passiert, finde ich total interessant. Diese beiden Wörter höre ich nämlich überhaupt nicht. Und das ist auch was ganz Typisches, was wirklich oft Tag für Tag so passiert, und zwar dass wir eben in der spontan gesprochenen Sprache dieses „es ist“ einfach nicht mitsprechen. Ich werde zu dieser Reduzierung mal ein extra Video aufnehmen. Dann, hier der o-Vokal ist sehr kurz und ungespannt: „schon“. Das Wort „her“ wie gesagt laut und deutlich, achtet hier auch auf dieses klare, gespannte, lange [eː] und das a-Schwa: „her“.

Im zweiten Teilsatz passiert nun wieder dasselbe wie vorhin. Wir haben ja hier wieder „aber ich“ – und auch diesmal wird das A nicht mitgesprochen, und hier haben wir ja davor eben noch das a-Schwa von dem Wort „her“, sodass sich diese beiden Wörter hier sehr schön verbinden. Und dann eben auch wieder wie vorhin, kein I, nur [ç], sodass sich die beiden Wörter hier eben auch wieder verbinden. Eine weitere Verbindung passiert auch hier zwischen „kann“ und „mich“, sodass es auch zu einer regressiven Assimilation kommt, dadurch, dass M und N lautlich sehr nah beieinander liegen, wird dieser N-Laut nicht mitgesprochen: [kamɪç]. Was mir außerdem deutlich auffällt, ist, dass all diese Wörter auch miteinander verbunden werden, also gar kein Knacklaut hier zu hören ist, obwohl wir am Anfang immer Vokale haben. Und auch hier innerhalb dieses Wortes hätten wir ja einen Knacklaut zwischen dem Präfix und dem Stamm, aber auch der bleibt aus. „an ihn“ – das sind zwei Funktionswörter, hier kommt also zur Reduzierung, und zwar ist das I hier kurz, so wie wir das ja auch im allerersten Satz heute bereits gesehen haben. Vielleicht nochmal kurz zu dem Verb „erinnern“. Das trägt ja eben nicht die Hauptbetonung und somit kommt es auch hier zu Veränderungen. Das Präfix wird hier lediglich mit dem a-Schwa gesprochen, verbindet sich wie gesagt mit dem Verbstamm, also ohne Knacklaut, sodass am Ende noch das hier so übrig bleibt: … Machen wir auch damit Shadowing.

Ich danke euch, dass ihr heute wieder dabei wart. Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf YouTube und ich freue mich auf euch im nächsten Video.

VonBenjamin

e-Laute | Aussprache E & Ä | Deutsche Aussprache verbessern – Richtig Deutsch sprechen

Dieses Video stammt aus dem Kurs über deutsche Vokale in meiner Online-Akademie. Wir behandeln hier die Aussprache der e-Laute im Deutschen. Beachtet den Unterschied zwischen dem gespannten E und dem ungespannten E (auch als A-Umlaut oder Ä bekannt) sowie zwischen langem und kurzem Vokal. Eine korrekte Aussprache ist wichtig, um fließend Deutsch zu sprechen und sich verständlich auszudrücken. In meiner Online-Akademie findet ihr zwei vollständige Kurse zu allen Lauten der deutschen Sprache. Wir gehen ebenso darauf ein, welche Aussprache Umlaute erfordern.

Transkript:

In diesem Video lernt ihr die Aussprache der e-Laute [e:] und [ɛ:].

Wir haben hier einen gespannten Laut, nämlich [e:] und einen ungespannten Laut, nämlich [ɛ:]. Beide Laute können sowohl lang als auch kurz sein. Insgesamt ergeben sich also 4 unterschiedliche Laute.

Wir beginnen mit dem [e:]. Das ist das typische lange E im Deutschen. Wenn wir buchstabieren, dann sprechen wir den Buchstaben E mit diesem Laut aus – [e:] – ja, beim Buchstabieren sprechen wir die Vokale immer lang – und auch beim Buchstabieren von einigen Konsonantenbuchstaben sprechen wir diesen Laut mit, z.B. B [be:], C [t͡se:], D [de:] usw. Wie gesagt handelt es sich hier um einen gespannten Vokal. Wenn wir diesen Vokal einzeln üben, können wir also die Lippen schön breit machen, wie wenn wir lächeln: [e:]. Lang: [e:]. Kurz: [e]. Allerdings, wenn wir in normaler Sprechgeschwindigkeit sprechen und nicht gerade buchstabieren, dann sprechen wir ja nicht nur einzelne Laute aus, sondern die Laute sind dann in Wörtern und Sätzen. Und dann haben wir auch nicht jedes Mal, wenn wir diesen Laut aussprechen, einen extrem breiten Mund. Ganz wichtig ist also die Position der Zunge. Bei der Aussprache dieses Lautes befindet sich die Zungenspitze vorn im Mund, hinter den unteren Schneidezähnen. Der vordere Zungenrücken ist nicht so weit oben wie bei den i-Lauten, aber trotzdem noch ziemlich weit oben, also in Richtung des Gaumens. Das bedeutet also, der Mund ist etwas mehr geöffnet, als bei den i-Lauten. Die Übung mit den breiten Lippen kann euch dabei helfen, eure Zunge in die richtige Position zu bringen. Beim normalen Sprechen übernimmt aber eben die Zunge die meiste Arbeit, um die Laute richtig zu produzieren. Also wenn man die Lippen dann zu breit macht, dann würde das unnatürlich aussehen. Beispielwörter mit dem langen, gespannten [e:]:

Um das erste Wort auszusprechen, müssen wir den Mund eben ein kleines bisschen weiter öffnen, wodurch die Zunge dann eben auch nicht mehr ganz so weit oben ist. Nochmal beide Wörter hintereinander. Und nochmal andersrum. Weitere Wörter mit dem langen, gespannten [e:]. Und vergesst nicht nachzusprechen!

Wenn euch die Aussprache von dem [eː] schwerfällt, dann macht ruhig wirklich mal diese Lächelübung, also die Lippen schön breit, und zwar nicht nur beim [eː] an sich, sondern auch bei den Konsonanten davor bzw. danach. Also auch [v] und [k] müssen bei dieser Übung lächelnd ausgesprochen werden. Wenn ihr das oft genug geübt habt, diese Lächelübung gemacht habt, dann versucht den Laut aber unbedingt auch nochmal ohne zu lächeln richtig hinzubekommen, da man die Lippen beim normalen Reden eben nicht so übertrieben breit zieht. Die Buchstabenkombinationen <ee> und <eh> werden in deutschen Wörtern, die keine Fremdwörter sind, mit diesem Laut ausgesprochen. Und in einigen Fremdwörtern auch. Zum Beispiel:

Die kurze Form ist: [e]. Derselbe Klang, In dem Namen der Stadt Venedig haben wir zweimal das gespannte E, wobei das erste kurz und das zweite lang ist: [veˈneːdɪç]. Und in vielen Funktionswörtern mit einem langen, gespannten E, reduziert sich dieser Vokal bei der Aussprache im Satz zu dem kurzen, gespannten [e], z.B. dem – aus [de:m] wird im Satz [dem]. Das wäre falsch. Das [e:], das gespannte [e:] in dem Wort [de:m], ist viel kürzer als in dem Wort Weg. Aus [de:n] wird [den]. Sie lebt in den USA. Das E in „lebt“ ist lang, das E in „den“ ist kurz. Eben – wenn wir das als Modalpartikel verwenden, dann sagen wir [ˈebʔm̩] oder [em]. Der Laut kommt eben oft in reduzierten Formen vor.

Kommen wir zum ungespannten e-Vokal. Der kann ebenfalls sowohl lang als auch kurz sein. Lang: [ɛ:], kurz: [ɛ]. Die Lippen sind hier nicht so breit wie bei den gespannten e-Lauten, die wir gerade eben behandelt haben. Die Zunge ist immer noch vorne im Mund, hinter den unteren Schneidezähnen. Der Zungenrücken ist aber jetzt deutlich tiefer und damit ist auch der Mund weiter geöffnet und der Unterkiefer weiter gesenkt. Wenn wir also mal vom [iː] über das [eː] zum [ɛː] gehen, dann öffnet sich der Mund immer weiter, der Unterkiefer senkt sich immer mehr und die Zunge senkt sich, also geht immer weiter nach unten. [iː] – [eː] – [ɛː]. Nochmal die beiden e-Laute – gespannt und ungespannt – im Kontrast: [eː] – [ɛː]. Das ungespannte, kurze [ɛ] brauchen wir für Wörter mit Ä, wie z.B.

Was das ungespannte, lange [ɛː] angeht, da gibt es eine Besonderheit. Wenn wir buchstabieren, dann sprechen wir auch hier den langen Vokal, wie immer beim Buchstabieren. Also für den Ä – [ɛː]. Wenn wir den A-Umlaut, also den Buchstaben Ä, aber in einem Wort haben, dann sprechen wir dort im modernen Deutsch in den meisten Regionen Deutschlands nicht mehr [ɛː], sondern [eː], den gespannten Vokal. Beispiel: das Mädchen – es ist weitaus üblicher, [ˈmeːtçn̩] zu sagen, als [ˈmɛːtçn̩]. Beide Varianten sind zwar richtig, aber die erste ist üblicher. Nur im südlichen deutschen Sprachraum ist die zweite Variante weiter verbreitet. Auch so. Ein anderes Beispiel: es gebe / es gäbe – Konjunktiv 1 und Konjunktiv 2; im größten Teil Deutschlands klingen diese beiden Formen gleich. In beiden Fällen ist der Vokal ja ohnehin lang und im zweiten Fall eben das Ä sprechen wir auch wie das E als gespannten Vokal. Auch diese Wortpaare klingen in weiten Teilen Deutschlands identisch.

Das heißt also, dass wir den langen Laut [ɛː] (den ungespannten langen Laut) im größten Teil Deutschlands nur noch aussprechen, wenn wir explizit den Buchstaben Ä meinen, also z.B. eben beim Buchstabieren oder in Abkürzungen. Und beim Buchstabieren ist es ganz wichtig, das E vom Ä zu unterscheiden. Schreibt man das mit E oder mit Ä? Nur um Missverständnisse zu vermeiden. Besonders wichtig ist aber wie bei allen Vokalen im Deutschen der Unterschied in der Länge. Nochmal andersrum.

Danke fürs Zuschauen. Wenn ihr Fragen habt, immer her damit!

VonBenjamin

Akzentfrei Deutsch sprechen & Deutsch besser verstehen | Deutsch lernen mit Serien

Hier analysieren wir einen Serienausschnitt im Hinblick auf Aussprache, Intonation und Sprechmelodie. Das ist eine effektive Übung, mit der ihr euer Hörverstehen verbessern sowie akzentfrei Deutsch sprechen lernen könnt. Der Ausschnitt stammt aus der 1. Folge der ZDF-Miniserie „Deutscher“. Wir analysieren ein kurzes Gespräch. Ulrike schlägt Eva vor, am Wochenende zusammen zu grillen, doch Eva ist bereits verabredet.

Transkript:

Hallo liebe YouTube-Deutschlerner. Heute analysieren wir, wie Deutsche wirklich sprechen. Wir schauen uns dazu eine kleine Szene aus der deutschsprachigen Mini-Serie „Deutscher“ an und gucken dann ganz genau auf die Intonation, d.h. die Sprechmelodie und Betonung sowie auf Reduzierungen, d.h. welche Wörter und Laute nicht mitgesprochen oder verändert werden. Das ist eine sehr sehr effektive Übung, die euch helfen wird, euer Hörverstehen zu steigern und auch selbst schneller zu sprechen, flüssiger zu sprechen, also locker und leicht auf natürliche Weise Deutsch zu sprechen.

So, was haben wir hier genau gehört? Ich schaue immer als erstes gerne auf die Intonation, weil das meiner Meinung nach ganz wichtig ist. Intonation, ja, also damit meine ich die Satzmelodie und die Betonung von Silben und Wörtern. Und da fällt mir hier als erstes auf, dass die Stimme am Ende weit nach oben geht. Auf dem Verb „grillen“ liegt also auch ganz klar eine der Hauptbetonungen. Außerdem höre ich hier noch eine weitere Betonung, hier, und noch lauter hier, auf dem Nomen „Wochenende“. So, zwei Hauptbetonungen. Wochenende und grillen. In vielen Lehrbüchern kann man lesen, dass es im Deutschen nur einen Satzakzent gibt, also nur eine Hauptbetonung, was aber einfach falsch ist. Das sehen wir ja eben hier. Sowohl „grillen“ als auch „Wochenende“ tragen hier jeweils eine der Hauptbetonungen. Sie sind beide gleich laut. So, wir haben hier übrigens ein schönes Redemittel: „Sag mal“ – eignet sich sehr gut, wenn man jemandem eine Frage stellen will, so um die Aufmerksamkeiten der Person zu kriegen. Hier höre ich tatsächlich ein [g], also den stimmhaften Laut, also kein [k], keine Auslautverhärtung, sondern wirklich [g] und das liegt wohl daran, dass diese Phrase zusammengehört, dieses Redemittel „Sag mal“. Außerdem haben wir hier zwei Reduzierungen. Das A ist nämlich kurz und das L spricht sie nicht mit. Auch hier wird natürlich das zweite L nicht mitgesprochen. Dann fällt hier dieses e-Schwa weg: „wollen“.

Und das Wort „wir“ wird hier auch reduziert. Das eigentlich lange, gespannte [i:] wird zu einem kurzen, ungespannten [ɪ] und das a-Schwa fällt weg. Und auch das nächste Wort wird reduziert. Das lange I hört man hier überhaupt nicht, ja, statt „vielleicht“ sagt sie „fleicht“. Das V sprechen wir hier ja in jedem Fall als [f], ja? So und aus „vielleicht“ wird eben „fleicht“. Und dann kommt es noch hier zur Verbindung dieser beiden Wörter, sodass man also dazwischen keine Pause hört und auch das T hier nicht aspiriert ist, sondern so ganz subtil: also nicht [th], sondern [t]. Okay, alles bis hierher dauert noch nicht einmal eine Sekunde. Und das ist normales muttersprachliches Sprechtempo. Und in all diesen Wörtern haben wir Reduzierungen bzw. Lautveränderungen oder -verbindungen. Aus „sag mal, wollen wir vielleicht“ wird „sag mal, wollen wir vielleicht“. Das liegt daran, dass all diese Wörter bis hierher Funktionswörter sind und unbetont sind bzw. nur eine Nebenbetonung tragen, ja, wir haben eine leichte Betonung auf „sag“ und auf „wollen“, weil das ja Verben sind, aber „sag“ gehört ja zu diesem Redemittel „sag mal“, hat also nicht die übliche Bedeutung, ja, man könnte das auch einfach weglassen. Und „wollen“ ist ein Modalverb, also ein Funktionswort. Dieser Teil bis hierhin zeigt meiner Meinung nach sehr sehr schön, dass wir im Deutschen nicht so sprechen, wie wir schreiben und daran seht ihr auch, wie wichtig es ist, solche Analysen zu machen.

Außerdem ist das ein sehr praktischer Satz, wie ich finde, um einen Vorschlag zu machen, also „sag mal, wollen wir vielleicht“ – ein praktisches Redemittel. Wir hören uns das nochmal an, dreimal hintereinander und dann mache ich eine Pause und in dieser Pause macht ihr bitte Shadowing, d.h. ihr sprecht das bitte dann direkt nach.

Jetzt haben wir hier das erste Wort, in dem es fast keine Reduzierungen gibt, da es eine der Hauptbetonungen hat: „Wochenende“. Achtet auf die Pause, also den Knacklaut hier zwischen den beiden Teilen, typisch deutsch, ja, das verbinden wir nicht. Das ist ja ein Kompositum, ein zusammengesetztes Nomen, ein Inhaltswort, stark betont, also beide Teile werden klar getrennt voneinander ausgesprochen, mit Knacklaut dazwischen. Ja, und auch in Inhaltswörtern kann es Reduzierungen geben, deswegen habe ich auch gesagt, fast keine. Hier wird nämlich auch wieder das e-Schwa getilgt. Am Ende dieses e-Schwa bleibt, ja, das können wir nicht tilgen, und natürlich, dieses CH hier sprechen wir mit dem Ach-Laut aus, das ist ganz klar, ja, also „Wochenende“. In dem Wort „zusammen“ haben wir wieder eine e-Schwa-Tilgung. Ihr habt schon gehört, jetzt auch von mir. Hier wird natürlich auch nur ein M gesprochen, so und dadurch kommt es zu einer progressiven Assimilation, ein schweres Wort. D.h. das M, das zuerst kommt, löscht sozusagen das N, das danach kommt. Ja, deswegen progressive Assimilation. Assimilation heißt Beeinflussung und progressiv heißt in die Richtung nach vorne, also vorwärts. Somit fällt also eine komplette Silbe weg. Statt „sammen“ hören wir nur „samm“. Diese Silbe „samm“ ist die betonte Silbe in dem Wort. Die letzte Silbe fällt wie gesagt weg und die erste ist unbetont. Das ganze Wort ist auch unbetont im Satz. Deshalb wird diese erste Silbe auch reduziert hier, aus dem Vokal [ʊ] zusammen, ja aus diesem Vokal [ʊ] wird ein e-Schwa und das ist auch nur ganz schwach zu hören: „zusammen“. Das Wort „grillen“ ist ja, wie wir am Anfang schon festgestellt haben, sehr deutlich zu hören, die Stimme geht weit nach oben, aber wie bei Verben im Infinitiv so üblich wird auch hier das e-Schwa getilgt und natürlich auch wieder nur ein L mitgesprochen, das ist ganz klar. Ansonsten kommt es aber hier zu keinen weiteren Reduzierungen. Machen wir jetzt also Shadowing mit der ganzen Frage.

In dieser Äußerung haben wir auch wieder zwei Betonungen. „Ich gehe jetzt gleich einkaufen. Deswegen.“ „Geh, einkaufen.“ Am Ende das Wort „deswegen“ – hier bleibt die Stimme so auf gleicher Höhe, d.h. weder steigende noch fallende Intonation. Das drückt so ein bisschen Verlegenheit oder Unsicherheit aus, weil sie hat ja gefragt, ob sie zusammen grillen wollen, aber irgendwie noch keine Antwort bekommen, also sie wartet quasi auf die Antwort. Bei dem Wort „ich“ am Anfang von Sätzen passiert hier etwas ganz Typisches, das könnt ihr euch merken für Sätze, die mit „ich“ beginnen. Nicht nur in diesem Fall, sondern generell. „Ich“ beginnt ja mit einem Vokal, nämlich mit einem kurzen, ungespannten [ɪ], also vor dem Vokal müssen wir einen Knacklaut artikulieren. Und hier haben wir eine regressive Assimilation, d.h. der ich-Laut, der ja hier nach dem Vokal kommt beeinflusst den Vokal, und zwar macht er aus dem ungespannten [ɪ] ein gespanntes [i]. Beim ich-Laut ist die Zunge ja ziemlich weit oben, der Mund ist nur ganz leicht geöffnet und bei dem gespannten [i] ist die Zunge in derselben Position. Beim ungespannten [ɪ] ist die Zunge nicht ganz so weit oben. Deshalb ist es einfacher mit dem gespannten [i], diese beiden Laute auszusprechen. Dieses Wort. Das ist allerdings nur ganz leicht zu hören dieses [i], wirklich ganz ganz kurz. Ja, also man könnte fast sagen, es ist quasi nur der Knacklaut, dann ein ganz ganz leichtes [i] und dann schon der ich-Laut. Danach kommt das Verb, das hat eine Betonung und dann kann man das auch nochmal besser hören, was ich erklärt habe, mit dem Verb zusammen. „Ich gehe“. Ja, hier sprechen wir natürlich das H nicht mit und ganz typischerweise wird hier auch das e-Schwa getilgt. Das machen wir fast immer bei Verben in der ich-Form. So, nun haben wir wieder Funktionswörter, also Reduzierungen. Aus dem Vokal Ä wird ein e-Schwa und das T am Ende fällt weg. Hier bleibt noch das [t͡s], also: „jetzt“. Das Wort „einkaufen“ betonen wir hier und da es mit einem Diphthong beginnt, haben wir hier auch diese Pause, diesen Knacklaut. Und natürlich wieder eine e-Schwa-Tilgung in der Infinitivendung. Außerdem haben wir wieder eine regressive Assimilation: dieses [k] ist ja ein velarer Laut, wird also am hinteren Gaumen gebildet und das [n] ist ja ein alveolarer Laut, wird also am vorderen Gaumen gebildet. Das passt also nicht zusammen. Deshalb wird hier nicht [n], sondern [ŋ] gesprochen, weil dieses [ŋ] auch wie das [k] velar, also am hinteren Gaumen gebildet wird. Ja, deswegen sagen wir auch „Bank“ und nicht „Ban-k“. Und dasselbe passiert auch am Ende von „deswegen“, nur dass es hier eine progressive Assimilation ist. Das velare [g] verursacht, dass das [n] auch zu dem velaren [ŋ] wird. Ja, damit sich unsere Zunge nicht bewegen muss, damit das alles am selben Ort ausgesprochen werden kann, in diesen beiden Fällen eben am hinteren Gaumen. Achtung, Shadowing.

Hier höre ich auch wieder zwei Betonungen, und zwar auf „sind“ und „ab“. Das Wort „wir“ ist hier zwar unbetont und dadurch natürlich sehr leise, aber nicht wirklich reduziert. Hier höre ich, dass die beiden Wörter verbunden werden, also kein [th], ja, keine Auslautverhärtung. Ich höre hier stattdessen ein sogenanntes lateral gelöstes D. Das erkläre ich euch mal gesondert in einem anderen Video. Ja, hier dieses D und das L, das verbindet sich miteinander und so entsteht eben so ein [dl]: „sind leider“. Also nicht „sind leider“, sondern „sind leider“, „sind leider schon“. Hier schön mit dem kurzen, ungespannten [ɔ]: „schon“. Sehr typisch. Merkt euch das also bitte, ja, so und dann haben wir ein Inhaltswort, das ist betont, genauer gesagt der Verbstamm, denn dieses Verb ist ja nicht trennbar, also betonen wir nicht das Präfix. Das Präfix ist unbetont und wird damit auch verkürzt. Hier ist nur ein a-Schwa. „ver-“. Dann hier eine leichte Pause, ein leichter Knacklaut, ja, ganz leicht, und dann die lauteste Silbe in dem Wort: „ab“, mit Auslautverhärtung, nicht reduziert, also kein [b], sondern ein stimmloses [p]. Und dieses stimmlose [p] macht tatsächlich auch das R, also den Laut [ʁ] stimmlos, wir haben also hier tatsächlich den ach-Laut [x]. Das ist auch ganz typisch. Nach stimmlosen Plosiven, wie z.B. [p] wird aus dem [ʁ] ein [x]. Okay, auch dieser Satz ist ja sehr praktisch, also machen wir auch damit Shadowing.

Ah! Ganz typische Melodie hier. Die Grundmelodie von jeder Äußerung im Deutschen. Machen wir mal ganz langsam. Aaaaaaaaah! Fallende Intonation. Und auch so: Wann denn? Ja, hier merkt man auch schön, dass wir auch in Fragen eine fallende Intonation haben. Nur in Entscheidungsfragen, also Ja-Nein-Fragen haben wir eine steigende Intonation, das haben wir ganz am Anfang gesehen: Wollen wir vielleicht am Wochenende zusammen grillen? Die möglichen Antworten sind Ja oder Nein. Und in Nachfragen, wenn wir etwas nicht verstanden haben, haben wir auch steigende Intonation. Was hast du gesagt? Wie heißt das nochmal? Aber sonst in der Regel fallende Intonation. Auch hier wieder: Samstag? Steigend, das ist nur eine Option und man könnte wieder antworten Ja oder Nein. Aber dann: Samstag oder Sonntag? Da geht die Stimme wieder runter, ja, durch das „oder“ ist es ja dann keine Ja-Nein-Frage mehr. Die Antwort muss dann entweder Samstag oder Sonntag sein. Also diese Melodie hier ist auch ganz ganz typisch für solche Auswahlfragen mit „oder“. Hoch oder runter? Ja oder nein? Du oder ich?

So, hier haben wir eine unbetonte Modalpartikel, der Vokal reduziert sich zum e-Schwa und natürlich wird jeweils nur ein N hier ausgesprochen. „Wann denn?“ Das T hier aspiriert sie nicht und sie spricht hier auch kein langes, sondern ein kurzes [a]. Und natürlich ein [k] wegen der Auslautverhärtung. „Samstag?“ „Samstag oder“ – mit ganz kurzem a-Schwa hier. Das Wort ist nicht betont, deshalb kurz und schnell. Deshalb ist auch dieses [d] hier sehr undeutlich sozusagen. Manche von euch hören hier vielleicht sogar ein gerolltes [r]. Ja so aber nicht mehrmals gerollt, sondern nur einmal. Man nennt das einen Flap. In der zweiten Option hier „Sonntag“ höre ich das T klar aspiriert und auch ein langes [a:]. Außerdem natürlich wieder ein [k] hier am Ende und nur ein N. „Sonntag“. Machen wir auch noch mit dieser Frage Shadowing.

Hier in der Antwort hört sich das Wort genauso an wie in der Frage. Hören wir uns jetzt das ganze Gespräch nochmal an und ich hoffe, dass sich das für euch jetzt gleich auch viel natürlicher anhört.

Wow, ich glaube, ihr gebt mir recht, wenn ich sage, dass man aus so einem kurzen Gespräch einfach wirklich eine Menge über die gesprochene deutsche Sprache lernen kann. Solche Analysen findet ihr übrigens auch in meiner Online-Akademie, der einzigen Lernplattform weltweit, die auf dieser Methode aufbaut. Um mehr darüber zu erfahren, klickt bitte auf den Link gleich hier unter dem Video.

Danke fürs Zuschauen. Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf YouTube und ich freue mich auf euch im nächsten Video.

VonBenjamin

Aussprache CHEN | München – sprechen – Brötchen – bisschen | Deutsche Aussprache verbessern

Heute behandeln wir die Aussprache der unbetonten Silbe -CHEN in Diminutivformen (Verkleinerungsformen) sowie in Verben und Adjektivformen. Da der ich-Laut [ç], der ja auch in dieser Silbe enthalten ist, vielen von euch im Zusammenspiel mit anderen Lauten Schwierigkeiten bereitet, gebe ich euch auch 2 simple Lifehacks mit auf den Weg, wie jeder von euch Wörter mit der Silbe -CHEN wirklich gut aussprechen kann.

Transkript:

Hallo liebe YouTube-Deutschlerner!

Im heutigen Video lernt ihr, Wörter mit der Silbe -chen am Ende richtig auszusprechen. Es geht also um Diminutivformen, also Verkleinerungsform mit dem Suffix -chen, z.B.: Brötchen, es geht aber auch um Verben wie z.B.: sprechen oder Adjektivformen wie z.B.: solchen.

Wenn ihr eure deutsche Aussprache verbessern wollt, um auf natürliche Weise, klar und verständlich auf Deutsch zu kommunizieren, bzw. auch flüssiger und schneller Deutsch zu sprechen, dann wird euch dieses Video definitiv helfen. Abonniert auch bitte meinen Kanal und drückt auf die Glocke, um Benachrichtigungen zu aktivieren, da ich regelmäßig solche Videos wie dieses hier auf meinem Kanal veröffentliche.

Ihr solltet übrigens auf jeden Fall auch bis zum Ende dabei bleiben. Ich zeige euch nämlich zwei simple und super nützliche Lifehacks, damit ihr Wörter mit dieser Silbe, die ja auch den Laut [ç] enthält, problemlos wie ein Deutscher aussprechen könnt.

Wenn man im Wörterbuch Wörter mit dieser Silbe am Ende nachschlägt, dann findet man immer wieder diese Aussprache. Also 3 Laute, nämlich den Ich-Laut, das e-Schwa und den Laut [n], d.h. wir haben 2 Konsonanten und dazwischen ist eben das e-Schwa. Wenn ich diese 3 Laute getrennt voneinander ausspreche, dann klingt das so: [ç], [ə], [n]. Zusammen klingt das dann so: [çən]. Obwohl das e-Schwa ja im Wörterbuch dasteht, sprechen wir das hier in diesem Suffix in der Praxis in der Regel nicht aus, zum einen, weil das e-Schwa hier eben zwischen 2 Konsonanten ist und zum anderen, weil diese Silbe immer unbetont ist (dieses „-chen“) und in unbetonten Silben kommt es eben häufig
zu dieser sogenannten e-Schwa-Tilgung, wenn sich das e-Schwa zwischen 2 Konsonanten befindet, das bedeutet, dass es eben einfach nicht mitgesprochen wird. Im Endeffekt bleiben dann also nur noch der Ich-Laut und das [n] übrig und das klingt dann so: [çn].

Wie eben ja schon erwähnt, haben wir hier eine unbetonte Silbe. Das bedeutet, diese Silbe ist im Gegensatz zu den anderen Silben des Wortes sehr leise, sehr tief und man spricht sie sehr schnell aus: [çn]. Zum Beispiel: Märchen. Merkt ihr, wie leise und schnell sich diese Silbe anhört? Und es ist zwischen dem [ç] und dem [n] wirklich nichts zu hören. Sprecht bitte auch immer schön nach, wenn ich euch die Wörter vorspreche, ja, weil logischerweise nur vom Zusehen verbessert ihr ja eure Aussprache nicht.

Viele meiner Schüler haben Schwierigkeiten bei diesem Wort: sprechen. Wenn euch das auch schwerfällt, dann übt einfach beide Silben einzeln mehrmals hintereinander. Ruhig mehrmals, ja. Ruhig 10 mal. Und jetzt langsam beide zusammen. Und immer schneller.

Was auch vielen Schwierigkeiten bereitet, sind Wörter, bei denen diese Silbe nach den Lauten [ʃ] oder [s] kommt, zum Beispiel: Täschchen. Hier haben wir halt [ʃ] und [ç] direkt hintereinander. Dazu zwei Lifehacks: Erstens: eigentlich wie gerade eben schon, wir sprechen wieder beide Silben einzeln aus, bis wir sie dann zusammensetzen. Und so weiter, immer schneller. Zweiter Lifehack: Der Ich-Laut [ç] ist ja eigentlich die stimmlose Variante von dem stimmhaften Laut [j]. Stellt euch also mal vor, dass wir hier quasi „Täschjen“ aussprechen, wobei wir aber das [ʃ] ein bisschen länger machen. Also sozusagen ein langes [ʃ] und danach [j] – sehr kurz – und dann haben wir automatisch die Aussprache so, wie es eben richtig klingen soll. Und etwas schneller. Das ist genau die richtige Aussprache.

Dasselbe gilt, wenn wir vor dem -chen ein [s] haben, zum Beispiel: bisschen. Und auch hier können wir wieder beide Lifehacks anwenden. Ja, es kommt halt drauf an, ob euch das schwerfällt und einigen von euch, denen das eben schwerfällt, kann eben der erste Lifehack helfen, das richtig auszusprechen, für andere von euch wiederum wird der erste Lifehack vielleicht nicht so hilfreich sein, dann könnt ihr eben diesen zweiten Lifehack einfach mal versuchen.

Schauen wir uns mal noch diese Wörter hier an: Mädchen. Beide Aussprachevarianten sind korrekt. Brötchen. In beiden Fällen haben wir vor der Silbe -chen ein stimmloses T. Ja, auch im ersten Wort sprechen wir ja kein [d], sondern ein [t] wegen der Auslautverhärtung. Wenn ihr nicht wisst, was die Auslautverhärtung ist – eine der wichtigsten Regeln der deutschen Aussprache – alles, was ihr dazu wissen müsst, erkläre ich euch kurz und knapp in einem anderen Video, jetzt rechts oben eingeblendet und ich verlinke euch das Video auch hier unten. Schaut euch das bitte auch auf jeden Fall an.

So, also hier in diesen Wörtern mit T oder D vor der Silbe -chen haben wir eben in diesen beiden Wörtern die Kombination [t] und [ç]. Und dann passiert Folgendes: Vor dem [t] machen wir eine kurze Pause sozusagen, d.h. wir bilden einen Verschluss mit den Stimmlippen, hier und dann verbinden sich außerdem diese beiden Laute [t] und [ç] miteinander, nach dieser Pause. Hier ist die Pause und dann. Das gilt also für Wörter mit T oder D vor der Silbe -chen. Und es gilt auch für Wörter mit anderen sogenannten Plosiven, also Wörter mit P oder B, da haben wir ja dann den Laut [p] bzw. Wörter mit G oder K, da haben wir ja dann den Laut [k]. Zum Beispiel: Stäbchen. Wir machen also wieder eine kurze Pause nach dem Vokal und sprechen danach, nach dieser Pause, die beiden Laute [p] und [ç] verbunden aus, also [pç]. Hier sehen wir jetzt nur Wörter mit dem Buchstaben K vor der Silbe -chen. Ich konnte nämlich keine Wörter mit G finden, die hier passen würden. Und ja wir verbinden trotzdem wieder die beiden Laute. Ist ja im jeden Fall der Laut [k], also [kç].

Alles, was wir heute gelernt haben, gilt für die Standardsprache, also nicht für Dialekte. In einigen Regionen von Deutschland spricht man diese Silbe mit dem [ʃ] aus, also [ʃn]. Das macht man z.B. in weiten Teilen von Sachsen oder auch in Baden-Württemberg zum Beispiel.

Ja, ich würde mich sehr freuen, wenn ihr dem Video einen Daumen nach oben geben könntet, wenn es euch gefallen bzw. geholfen hat. Das würde mir wirklich sehr helfen und würde mich auch wirklich sehr feuen.

Danke fürs Zuschauen. Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf YouTube und ich freue mich auf euch im nächsten Video.