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VonBenjamin

Diesen Aussprachefehler gilt es zu vermeiden! | Stimmhaftes vs. Stimmloses S | Deutsch mit Benjamin

Dieses Video ist ein Muss für jeden Deutschlerner! 😃 In diesem Video demonstriere ich euch nämlich die Aussprache der Wörter SECHS und SEX in der deutschen Sprache. Anhand dieses Minimalpaares erkläre ich auch ganz genau die Aussprache des stimmhaften und stimmlosen S.

Transkript:

Hallo liebe You Tube Deutschlerner! Im heutigen relativ kurzen Video möchte ich euch gerne die korrekte deutsche Aussprache von den beiden Wörtern SECHS und SEX beibringen. Ich bin sicher, dass sich über die Bedeutung nichts sagen muss. Die Bedeutung werdet ihr sicherlich alle kennen. Einmal haben wir das Zahlwort und einmal haben wir den internationalen Begriff sozusagen, den es in vielen Sprachen gibt, auch in der deutschen Sprache, für den Geschlechtsverkehr. Und da vor allem dieses Wort nicht in jeder Situation angebracht ist, man sollte also diese beiden Wörter nicht verwechseln, solltet ihr sicherstellen, dass ihr beide Wörter richtig aussprecht, damit ihr nicht aus Versehen das zweite Wort an Stelle des ersten Wortes verwendet. Bleibt also dran, abonniert auch bitte meinen Kanal, aktiviert auch Benachrichtigungen dazu und gebt dem Video bitte einen Daumen nach oben.

So, die erste Information, die ich euch heute gäbe, das ist die wichtigste, die essentielle Information für dieses Video. Diese beiden Wörter sind ein sogenanntes Minimalpaar. Das heißt, sie unterscheiden sich nur in einem einzigen Laut. Beide Wörter haben vier Laute und nur der erste Laut ist unterschiedlich. Die anderen drei Laute sind in beiden Wörtern gleich. Also im ersten Wort Sechs haben wir am Anfang ein stimmhaftes S.

Im zweiten Wort haben wir am Anfang ein stimmloses S. Alle anderen Laute sind gleich in beiden Wörtern. Der Unterschied ist also wirklich nur im ersten Laut.

Um diese S-Laute zu erzeugen, gehen die Lippen zur Seite. Die Zähne sind locker geschlossen und die Zunge kann zwei Positionen im Mund einnehmen. Entweder geht die Zunge nach oben und berührt dabei den Gaumen. Sie ist dann hinter den oberen Schneidezähnen. Oder die Zunge geht im Mund nach unten und ist dann hinter den unteren Schneidezähnen. In jedem Fall ist die Zunge bei den S-Lauten in der deutschen Sprache vollständig im Mund. Also hinter den Zähnen. Man kann die Zunge nicht sehen. Die Luft strömt bei beiden Lauten über die Mitte der Zunge aus dem Mund heraus. So der einzige Unterschied zwischen beiden Lauten ist also, dass wir bei dem stimmhaften S, das war der zweite Laut, den wir auch in dem Zahlwort hören, dass wir dort die Stimmbänder benutzen müssen. Also wir müssen diesen Laut mit unserer Stimme aussprechen. Und den stimmlosen S-Laut bilden wir ganz genauso, aber einfach ohne Stimme. Ohne Stimmbänder, ganz einfach.

So und wie gesagt, der Rest der beiden Wörter ist in beiden Fällen gleich. Der zweite Laut von beiden Wörtern ist ein kurzes Ä. Das ist eigentlich ein A-Umlaut, auch wenn wir in beiden Fällen das E schreiben. Sowohl in dem Wort sechs als auch in dem Wort Sex schreiben wir hier ein E, aber die Aussprache ist ein kurzer A-Umlaut.

Und als nächstes kommt einfach ein [k] und ein [s]. Das ist am Ende wieder ein stimmloses S und in dem einen Wort schreiben wir das als CHS, in dem Zahlwort und in dem anderen Wort schreiben wir das als X. Die Aussprache ist in beiden Fällen [ks].

So, und das war schon. Ich hoffe, ihr konntet auch heute wieder etwas lernen, auch wenn das Video ziemlich kurz war. Aber ich denke, ich habe euch dabei geholfen, diese beiden Wörter in Zukunft nicht mehr zu verwechseln, sofern ihr sie in der Vergangenheit verwechselt habt. Ich hoffe, dass euch das einige peinliche Situation vielleicht ersparen wird. Wenn ihr Fragen habt zum Video, wenn ihr Kommentare habt, oder gerne andere Wörter, beziehungsweise Laute üben wollt, vor allem was die Aussprache angeht, dann schreibt sie mir bitte in die Kommentare. Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf You Tube und ich freue mich auf euch im nächsten Video.

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RICHTIG aussprechen wie ein Deutscher | Wortschatz & Aussprache A2 B1 B2 C1 | Deutsch mit Benjamin

In meinen Aussprachevideos bringe ich euch die reale Aussprache von Wörtern bei, die wir üblicherweise in der gesprochenen Sprache verwenden – und zwar sowohl in informellen als auch in formelleren Situationen. Dies unterscheidet sich möglicherweise von dem, was ihr in Lehrbüchern oder im Deutschunterricht gelernt habt.

Transkript:

Hallo liebe You Tube Deutschlerner! Es gibt ja viele Wörter im Deutschen, die in unterschiedlichen Kontexten unterschiedliche Bedeutungen haben. Viele davon benutzen wir tagtäglich. Und zwar nicht nur in der Umgangssprache, sondern auch in formelleren Situationen. Es ist wichtig für euch, die Bedeutung dieser Wörter zu lernen, denn sie lassen euch natürlicher klingen und Ihr werdet damit halt auch euer Hörverständnis verbessern.

Eines dieser Wörter ist „richtig“, um das es heute geht. Dieses Wort hat halt mehrere Bedeutungen. Die werden wir uns heute ansehen. Vorher abonniert doch bitte meinen Kanal mit Benachrichtigungen und klickt auf den Daumen nach oben. Das würde mich sehr sehr freuen. Zuerst gucken wir uns die richtige Aussprache an. Für dieses Wort gibt es eigentlich zwei Aussprachevarianten. Die obere ist die in Deutschland gebräuchlichere. Wir haben hier 6 Laute, 2 Silben. Die Betonung liegt auf der ersten Silbe. Diese erste Silbe beginnt mit dem R-Laut „​ʁ​“und endet mit dem Laut „​ç​“. Mit dem ich-Laut. Eigentlich ist es wie das „ʁ​“ und das Wort ICH zusammen. Die zweite Silbe ist so ähnlich. Der einzige Unterschied liegt im ersten Laut und das ist hier der Laut „​t​“. Und obwohl wir normalerweise bei der Aussprache vom T die Luft aus dem Mund ausstoßen, gibt man sich bei diesem Wort sozusagen nicht so viel Mühe mit diesem T-Laut, weil die Silbe eben unbetont ist. Es ist also quasi so was wie ein stimmloses D. Und dann halt wieder ICH hinzufügen. Also quasi stimmloses D. „​t​“ und dann ICH. TICH. Und nicht vergessen! Diese Silbe ist die unbetonte Silbe. TICH. RICHTICH. Betont, unbetont. RICHTICH.

In der zweiten Aussprachevariante, die wie schon gesagt in Deutschland eigentlich nicht so häufig vorkommt, aber man findet sie halt auch im Wörterbuch, deswegen habe ich sie jetzt hier mit reingenommen. Da ist der letzte Laut anders. Und zwar ist das hier ein K-Laut. „​k​“ RICHTIK. Und wie gesagt, das ist in Deutschland nicht so üblich. Eventuell in Bayern in Süden von Deutschland allgemein. Was jetzt für Österreich und die Schweiz gilt, dafür bin ich kein Experte, weil ich deutscher Muttersprachler aus Deutschland bin. Und dieses Phänomen, dass wir hier am Ende eigentlich „IG“ schreiben und in der Regel „ICH“ sprechen und nicht „IG“ gilt für alle Adjektive, die auf -ig enden. Diese „ICH-Aussprache“ ist zumindest in Deutschland eben gebräuchlicher als diese „IK-Aussprache“.

Was ihr auch beachten solltet, ist, dass beim Hinzufügen einer Endung das G in der Regel tatsächlich als G ausgesprochen wird. Also „​ɡ​“ Mein Freund ist ein richtiges Kind. In diesem Beispiel: richtiges, nicht richtiches, nicht richtikes, sondern richtiges. So, jetzt schauen wir uns ein paar Beispiele mit diesem Wort an um die verschiedenen Bedeutungen zu sehen. Diese Beispiele habe ich übrigens in der Zeitschrift Deutsch perfekt gefunden.

Ich habe heute richtig ausgeschlafen. Das bedeutet: ich habe heute schön ausgeschlafen. Ich habe heute schön ausgeschlafen, wie es sein soll.

Dein Wecker geht nicht richtig. Das bedeutet: dein Wecker geht nicht exakt.

Ja, richtig! Ich erinnere mich. Das bedeutet: ja, genau! Ja, du hast Recht!

Er ist der richtige Mann. Das bedeutet: er ist der passende Mann. Er ist am besten geeignet.

Das Café ist richtig gemütlich. Das bedeutet: es ist wirklich gemütlich. Es ist sehr gemütlich.

Sie ist ein richtiger Feigling. Das bedeutet: Sie ist ein Feigling, wie es die Definition des Wortes sagt. Wir haben dafür auch 2 gute Redewendungen, die man in diesem Fall oft benutzt. Man konnte sagen: sie ist ein Feigling, im wahrsten Sinne des Wortes. Oder: sie ist ein Feigling, wie er im Buche steht. Ein Feigling ist übrigens jemand, der viel Angst hat.

Was die Intonation, also die Betonung anbelangt, wird das Wort RICHTIG meistens betont. Es ist also selten unbetont. Es ist meistens betont. Wenn wir es im Sinne von SEHR oder WIRKLICH verwenden – als Adjektiv oder auch als Adverb ist es oft sehr stark betont. Ich habe richtig ausgeschlafen. Dieses Wort RICHTIG, das hat hier wirklich eine richtige starke Betonung. Wir sagen nicht: ich habe richtig ausgeschlafen. Sondern: ich habe richtig ausgeschlafen! Und man kann ruhig dieses „​ʁ​“ am Anfang ein bisschen lang ziehen. Und richtig schön laut aussprechen. Ich habe richtig ausgeschlafen! Oh ist das herrlich! Ich habe heute endlich mal wieder richtig ausgeschlafen! Das Café ist richtig gemütlich. Nicht: Das Café ist richtig gemütlich. Sondern sehr stark betont. Das Café ist richtig gemütlich. Sie ist ein richtiger Feigling! Nicht: Sie ist ein richtiger Feigling. Sondern: sie ist ein richtiger Feigling! Versucht das mal zu sagen. Sie ist ein richtiger Feigling! Ich habe richtig ausgeschlafen! Das Café ist richtig gemütlich. Natürlich kann sich die Betonung auch ändern, wenn wir andere Informationen im Satz hervorheben wollen. Das ist immer so in der deutschen Sprache. Hier ist jetzt die Rede von der neutralenen Betonungen in einem Satz.

Ein weiteres Phänomen bei diesem Wort ist, dass wir Muttersprachler oft dazu tendieren, wenn es eine Endung hat, diese Endung zu reduzieren. Und dazu zeige ich euch mal ein Beispiel, das ich auf Youglish gefunden habe. Youglish ist eine Seite, wo ihr Wörter eingeben könnt in ein Suchfeld und dann werden euch You Tube Videos angezeigt, in deren Untertitteln dieses Wort vorkommt. Ihr könnt dann also die authentische Aussprache euch anhören, nicht die einzelne Aussprache des Wortes, die ihr in einem Wörterbuch finden würdet, sondern die authentische echte Ausprache des Wortes innerhalb von einem Satz. Aus der ganz exakten deutlichen Aussprache RICHTIGER wird hier RICHTJA Das ist interessant, ich erkläre euch auch wie das zusammenhängt. Angela Merkel spricht so eine Art Berliner Dialekt. Sie kommt allerdings ursprünglich aus Meck-Pomm. Also Mecklenburg-Vorpommern, sodass ihre Sprechweise ein bisschen von den Dialekten aus diesen beiden Regionen geprägt ist. Und eben viele Berliner auch Brandenburger und eben auch Leute aus Meck-Pomm sprechen das manchmal so aus. Das ist ein Phänomen, was man immer wieder mal hören kann. RICHTJA Hier ist noch ein Beispiel dazu: Sehr sehr schnell wird das hier auch ausgesprochen. Die zweite Silbe ist natürlich wieder unbetont und wird so ausgesprochen: Am Ende dieser zweiten Silbe hätten wir eigentlich einen Schwa-Laut, aber der wird getilgt. Das passiert ganz ganz oft am Ende eines Wortes, wenn das Wort auf EN endet. Dann eigentlich haben wir hier nur „​t​“,“j“ und „​n​“​ sofort. Also man braucht eigentlich diesen Schwa-Laut gar nicht auszusprechen. Ich betone hier nochmal, dass das typisch ist, für die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und vielleicht Teile von Sachsen-Anhalt. Aber es gehört eben zur deutschen Sprache dazu und ihr werdet immer mal wieder Leute hören, die das so aussprechen. Die korrekte Aussprache ist eigentlich: Die wird auch so am häufigsten benutzt. In meinen Videos versuche ich euch immer die Aussprache beizubringen, die am gebräuchlichsten ist. Also die, die meisten Menschen in Deutschland so benutzen würden.

So, das war’s für heute. Ich hoffe, das war nützlich für euch. Wenn ja, dann gebt dem Video bitte einen Daumen hoch und hinterlasst einen Kommentar mit euren eigenen Beispielsätzen mit diesem Wort. Mit dem Wort:RICHTIG. Ich danke euch fürs Zuschauen. Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf You Tube und ich freue mich auf euch im nächsten Video.

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Fließend & akzentfrei Deutsch sprechen | Redemittel: es geht um | Wortschatz & Aussprache B1 B2 C1

In meinen Aussprachevideos bringe ich euch die reale Aussprache von Wörtern bei, die wir üblicherweise in der gesprochenen Sprache verwenden – und zwar sowohl in informellen als auch in formelleren Situationen. Dies unterscheidet sich möglicherweise von dem, was ihr in Lehrbüchern oder im Deutschunterricht gelernt habt.

Transkript:

Hallo liebe YouTube Deutschlerner! In diesem Video beschäftigen wir uns mit der realen Aussprache der Phrase: ES GEHT UM. Zuerst möchte ich, dass ihr wisst, was wir hier eigentlich machen und warum. Immer wieder höre ich: „Oh, Deutsche sprechen so schnell“. Aber stimmt das wirklich? Mitunter spricht man als Muttersprachler natürlich wirklich ein bisschen schneller als jemand, der Deutsch als Fremdsprache lernt. Ganz oft liegt es aber auch daran, dass wir die Wörter und Phrasen stark verkürzen. Im Deutschunterricht übt man dann normalerweise die korrekte oder lehrbuchmäßige Aussprache von Wörtern, aber wenn man dann in die reale Welt hinausgeht, stellt man halt fest, dass die Wörter irgendwie anders klingen und das liegt eben daran, dass wir Wörter verkürzen und miteinander verbinden. Und was man dabei auch verstehen muss, ist, dass das nicht nur in informellen Situationen, sondern auch formellen Situationen passiert.

Heute wollen wir uns mit einem sehr gebräuchlichen Ausdruck befassen, der im Alltag, im Geschäftsleben und auch in Prüfungen häufig vorkommt. Es ist ein Redemittel, das ihr sicherlich alle schon kennt. ES GEHT UM. Wir wollen also lernen, wie wir Deutschen diesen Ausdruck wirklich aussprechen, damit ihr selbst natürlicher klingt und auch uns Deutsche besser verstehen könnt. Bitte gebt dem Video einen Like, wenn es euch gefällt, abonniert meinen Kanal und klickt auf die Glocke, das wäre wirklich sehr hilfreich für mich.

Also, der Ausdruck, den wir uns anschauen wollen, lautet: ES GEHT UM. Er besteht aus drei Wörtern. Im wirklichen Leben wird dieser Ausdruck jedoch so gut wie nie so ausgesprochen, wie die drei Wörter im Einzelnen. Es geht um. Das liegt daran, dass es nur ein einziges sogenanntes Inhaltswort gibt – nämlich: GEHT. Die Wörter ES und UM sind sogenannte Funktionswörter. Funktionswörter sind normalerweise unbetont und werden oft reduziert. Üben wir zuerst mal das Wort GEHT. Es ist das einzige Inhaltswort, deshalb wird es in diesem Ausdruck auch am lautesten ausgesprochen. Es wird betont. GEHT. Es beginnt mit dem G-Laut ​ [ɡ].​ Das ist ein Plosiv, also ein Verschlusslaut. Das heißt, er besteht aus zwei Teilen. Zuerst wird der Luftstrom angehalten und als zweites wird die Luft ausgestoßen. Um den Luftstrom anzuhalten, wird der hintere Teil der Zunge nach oben geführt und berührt das Gaumensegel, was sozusagen den Weg für die Luft versperrt. Das ist der erste Teil dieses Lautes, also der Verschluss. Beim zweiten Teil wird die Zunge wieder weggezogen also wieder runtergezogen und dadurch wird die angestaute Luft schlagartig mit einem Explosionsgeräusch freigesetzt [ɡ]. Die Lippen haben, wenn wir das [ɡ] aussprechen, schon die Position des nächsten Lautes, also in unserem Fall, des E-Lautes. [e], [ɡe] Es sieht ein bisschen so aus, als würde ich lächeln. Zuletzt kommt [t], auch wieder ein Plosiv, also ein Verschlusslaut. Dabei bildet der vorderste Teil der Zunge an den oberen Schneidezähnen bzw. kurz dahinter den Verschluss, die Zunge kann die Zähne berühren, muss sie aber nicht. Dieser Verschluss wird auch wieder schlagartig gelöst, sodass die Luft halt auch wieder mit einem Explosionsgeräusch aus dem Mund entweicht. [t] Die Zähne sind entweder zusammengedrückt oder ganz leicht geöffnet. Bei mir sind sie meistens leicht geöffnet.

Jetzt das erste Wort des Ausdrucks. ES. Das ist eines meiner Lieblingswörter im Deutschen, weil es fast nie wirklich wie „es“ ausgesprochen wird. Dieses Wort ist kein Inhaltswort, es ist ein Funktionswort. Es ist also unbetont, sehr tief und wird sehr schnell ausgesprochen. Es gibt zwei Arten, auf die es in der Regel ausgesprochen wird. Erstens, mit dem e-schwa. Zusammen mit dem zweiten Wort würde das lauten: Es geht. Hört ihr, dass ich nicht sage: Es geht, sondern es geht. Die zweite Möglichkeit ist eigentlich nur das [s] auszusprechen. Nur ein Laut. Ein stimmloses S. Also, ES GEHT noch mehr reduziert auf „SGEHT“. Es ist ganz normal, das so auszusprechen, auch in formelleren Situationen. Nur wenn ihr wirklich ganz deutlich sprechen wollt oder müsst, oder wenn es darauf ankommt, besonders schön zu sprechen, z.B. wenn ihr eine Präsentation haltet, oder bei einer Deutschprüfung seid. Dann würde ich euch eher empfehlen, das Wort mit dem e-Schwa auszusprechen. Es ist dann besser als: [s].

Zuletzt die Präposition UM. Auch diese ist ein Funktionswort. Das heißt: dieses Wort ist auch wieder unbetont, tief und wird relativ schnell ausgesprochen. Um. Abgesehen davon wird dieses Wort normalerweise aber nicht wirklich reduziert. Die Aussprache unterscheidet sich in diesem Fall also nicht von dem, was ihr gelernt habt. Es wird halt einfach nur unbetont, tief und schnell ausgesprochen. Meistens verbindet man es jedoch mit dem Wort davor. Anstatt also zu sagen: „Es geht um“, könnt ihr einfach diesen Knacklaut am Anfang von „um“ weglassen und den gesamten Ausdruck einfach so sagen, als wäre das alles nur ein Wort. Also nicht: es geht um, sondern: „esgehtum“. Oder, ganz verkürzt: „sgehtum“.

Jetzt gehen wir mal zusammen auf Youglish und hören uns ein paar Beispielsätze an, damit ihr seht, dass die meisten deutschen Muttersprachler das wirklich so aussprechen, wie ich es euch gerade beschrieben habe. Wenn der Satz mit einem Adverbial beginnt, muss man ja die Wortfolge ändern. Zum Beispiel in diesem Satz: In der Serie geht es um Zeitreisen. Das Verb muss ja an der zweiten Stelle stehen, deshalb haben wir jetzt GEHT ES, nicht mehr ES GEHT. In diesem Fall verbinden wir diese beiden Wörter oft zu: „GEHTS“. Das kennt ihr mit Sicherheit schon von der Frage: wie geht es? Und die Präposition UM wird auch hier wieder direkt hinten drangehängt, also ohne Knacklaut, sodass alles wieder so gesagt wird, als ob es nur ein einziges Wort wäre: „GEHTSUM“. Und auch hier ist es wieder so: wenn man besonders deutlich oder schön sprechen will, dann ist es mit dem Schwa-Laut angemessener: „GEHTES“. Aber trotzdem eben miteinander verbunden und ohne Knacklaut. Wie als wäre das ein Wort. „GEHTESUM“ Noch eine Sache: Das gilt jetzt nur für die Umgangssprache, also z.B. im Gespräch mit Freunden.

Schauen wir uns mal diesen Satz hier an. Hier geht es um einen wichtigen Schritt. Die Formen EIN bzw. EINEN des unbestimmten Artikels werden oft auf [n] reduziert. So, und UM endet ja auf [m]. [m] und [n] liegen sehr nahe beieinander. Also lassen wir im informellen Rahmen diesen unbestimmten Artikel manchmal ganz weg. Man verbindet den Artikel mit der Präposition UM davor so stark, dass der Artikel gar nicht mehr zu hören ist. Also sagt man dann: „HIER GEHT ES UM WICHTIGEN SCHRITT“. Beim Schreiben kann man den Artikel auf keinen Fall weglassen! Der muss da sein! Aber in informellen Gesprächen ist es eben üblich, diesen unbestimmten Artikel sehr sehr stark zu reduzieren und mit den Wörtern davor und dahinter zu verbinden. Der Ausdruck „es geht um“ wird übrigens immer zusammen mit dem Akkusativ verwendet. Sodass also danach die Artikel DEN, DIE, DAS, EINEN, EINE, EIN folgen können. DEN, EINEN und EIN reduzieren sich bei informellen Gesprächen so stark, dass man sie weglassen kann, und viele deutsche Muttersprachler tun das auch. Die anderen Artikel können auch reduziert werden, aber die sind immer noch zu hören. Aber: DEN, EINEN und EIN kann man bei informellen Gesprächen hinter dem Ausdruck „ES GEHT UM“ halt einfach weglassen.

So, das war’s für heute. Ich hoffe, dass das ein nützlicher Input für euch war. Schreibt bitte unten in die Kommentare weitere Ausdrücke oder Wörter, deren Aussprache wir gemeinsam in einem anderen Video behandeln sollen. Und noch eine kleine Anmerkung in eigener Sache: Ich habe gerade mein erstes E-Book fertiggestellt, in dem ich euch 7 Tipps verrate, um sicher und selbstbewusst Deutsch zu sprechen. Es ist völlig kostenlos, ladet es euch gerne runter, lest es. Ich bin mir sicher, dass jeder von euch mindestens 3-4 Tipps da findet, die ihm wirklich helfen, sicherer und selbstbewusster zu sprechen. Der Link zu diesem E-Book zu diesen 7 Tipps befindet sich unter dem Video. Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf YouTube und ich freue mich auf euch im nächsten Video.

 

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Deutsche Vokale lernen | SCHWA – Häufigster Vokal – e-Schwa | Deutsche Aussprache verbessern

Dieses Video über das e-Schwa ist Teil meiner Serie über deutsche Vokale. Achtung! Schwa ist nicht gleich Schwa. Das e-Schwa, das wir hier behandeln, ist nicht zu verwechseln mit dem a-Schwa. Das wiederum behandeln wir in einem anderen Video.

Transkript:

Hallo liebe You-Tube Deutschlerner! Das ist das erste Video meiner neuen Serie über deutsche Vokallaute. Vielleicht habt ihr gelernt, dass es im Deutschen 5 Vokale gibt. A, E, I, O, U. Allerdings möchte ich gleich mal mit diesem Irrglauben aufräumen. Es ist nämlich ganz ganz wichtig, zwischen Lauten und Buchstaben zu unterscheiden. Buchstaben sind das, was wir schreiben und dagegen sind Laute das, was wir hören. Tatsächlich gibt es im Deutschen über 30 verschiedene Vokallaute. Die genaue Anzahl variiert je nach Definition. Zum Beispiel werden in einigen Büchern manchmal zwei Laute als ein Laut betrachtet, wenn sie sehr ähnlich klingen, und in manchen Büchern werden z.B. Laute, die nur in Fremdwörtern vorkommen, gar nicht berücksichtigt. In dieser Serie beschäftigen wir uns also mit der Aussprache aller deutschen Vokallaute. Für jeden Laut wird es ein Video geben. Heute beginnen wir mit dem Vokal, der am häufigsten vorkommt, dem sogenannten e-Schwa, [ə].

Wenn ihr in letzter Zeit meine Videos geschaut habt, dann habt ihr von dem e-Schwa bestimmt schon mal gehört. Es ist ein sogenannter Zentralvokal, d.h. der höchste Punkt des Zungenrückens befindet sich in der Mitte im Mund. So wird das ausgesprochen: [ə]. Die Zunge ist dabei ganz entspannt. Und die Lippen sind auch ganz locker, also nicht aktiv beteiligt [ə]. Dieser Laut hat übrigens keinen eigenen Buchstaben. Deswegen benutzen wir, wenn wir uns mit der Aussprache beschäftigen, dieses Zeichen hier. Das ist das offizielle Lautsymbol für das e-Schwa aus dem IPA, dem Internationalen Phonetischen Alphabet. Übrigens gibt es das e-Schwa nicht nur im Deutschen, sondern auch in vielen anderen Sprachen. Zum Beispiel ist es auch im Englischen der häufigste Vokallaut. Er kommt da z.B. in den Wörtern ABOUT oder BANANA vor. [ə], ABOUT, [bə] BANANA, [nə] Im Tschechischen hört man diesen Laut, wenn man buchstabiert. Zum Beispiel OSVČ. Wir sagen dann nicht: O S V Č, sondern: OSVČ [ə]. Und im Russischen findet man ihn zum Beispiel am Ende von diesem Wort hier: собака. Das ich lieber nicht auspreche, da ich kein Russisch kann. In der deutschen Sprache wird dieser Laut durch die Buchstaben E und A verschriftlicht, wobei man den Buchstaben A eigentlich nur am Anfang von Fremdwörtern aus dem Englischen als e-Schwa ausspricht. Das gilt z.B. für die Wörter ACCOUNT oder APARTMENT. Meistens wird dieser Laut aber eben durch den Buchstaben E verschriftlicht. Und zwar wird der Buchstabe E in unbetonten Silben in der Regel als e-Schwa ausgesprochen. Zum Beispiel in diesen Wörtern: REDE, [‚ʁe:] ist betont, da haben wir kein e-Schwa. Aber in der zweiten Silbe, die unbetont ist. [də], [ə], [‚ʁe:də]. Nicht RE-DE! Sondern: [‚ʁe:də] BESCHREIBUNG, [bə]. Nicht BE! Sondern: [bə’ʃʁaɪ̯bʊŋ]. GEWARTET, zweimal sogar. Am Anfang und am Ende. Ganz oft kommt dieser Laut am Ende von Wörtern vor, nämlich wenn das Wort mit einem E endet: FLASCHE, [ə]. SONNE, ICH STUDIERE HEUTE.

Ganz ganz oft passiert das ja auch, wenn wir konjugieren oder deklinieren. Das ist übrigens auch genau der Grund, warum dieser Laut der häufigste Vokallaut im Deutschen ist. Viele Wörter enden ja ohnehin schon mit einem E, wie wir gesehen haben und wenn man dann noch konjugiert, oder halt dekliniert, dann wird ja oft auch ein E ergänzt. Das sehen wir z.B. hier: EIN (ohne Schwa) EINE (mit Schwa). VIEL – VIELE. TISCH – TISCHE, ICH MUSS, ICH MUSSTE, ICH MÜSSTE.

Ein ganz wichtiger Punkt, wenn es um die Aussprache im Deutschen geht, sind Reduzierungen. In der deutschen Standardsprache reduzieren wir viele Wörter und Laute. Vielleicht habt ihr das schon mal gemerkt. Wenn ihr in einem Deutschkurs oder auch mit einem Lehrbuch gelernt habt, oder mit Duolingo oder anderen Apps. Als ihr dann zum ersten Mal sozusagen in die deutschsprachige Welt rausgegangen seid, dann habt ihr vielleicht gedacht: Hä? Warum sprechen die so anders? Irgendwie verstehe ich total wenig. Und das liegt eben genau an den ganzen Reduzierungen. Ich zeige euch das an einem Beispiel: DEM – bestimmter Artikel, Dativ: wird ganz oft zu [dəm]. Zum Beispiel: Nach dem Unterricht muss ich noch zur Post. Hier haben wir also auch das e-Schwa. In der normalen Sprache würde fast niemand sagen: nach DEM Unterricht. Nur wenn ich das betonen will. Nach dem Unterricht. Aber das würde man eigentlich nicht tun. Deswegen, im Normalfall, würde man sagen: nach dem Unterricht. Oder: DU wird oft zu [də] – Was machst du morgen? e-Schwa. Und ein anderer Punkt. Das e-Schwa wird manchmal so stark reduziert, dass es selbst getilgt wird. Zum Beispiel: HATTEN wird zu [ˈhatn̩]. Das e-Schwa in diesem Fall fällt dann komplett weg. Das passiert sehr häufig in spontan gesprochener Sprache, und zwar sowohl in der informellen als auch in der formellen Sprache. Das gilt für die deutsche Standardsprache genau so wie für Dialekte. Wobei in Dialekten oft auch noch andere Regeln gelten.

Auf solche Reduzierungen im Einzelnen gehen wir aber in anderen Videos genauer ein, denn hier soll es ja jetzt um den Laut an sich gehen. Wichtig für euch ist, dass ihr wisst, dass es das e-Schwa im Deutschen gibt und dass dieser Vokal am häufigsten vorkommt, von allen Vokalen. Sowohl in der Wörterbuch-Aussprache als auch in reduzierten Formen. Und ihr solltet auch nicht vergessen, dass diese Reduzierungen ganz typisch sind. Nur wenn man ganz langsam und besonders deutlich sprechen will, verzichtet man auf Reduzierungen. Aber sonst benutzt man sie in der gesprochenen Sprache formell und auch informell. Fun Fact: das e-Schwa ist auch genau der Laut, den man von sich gibt, wenn man überlegt. Zum Beispiel, wenn man überlegt, wie man weiterreden soll, wenn man nicht auf das richtige Wort kommt. Man sollte das zwar nicht allzu oft machen, aber wenn ihr mal in der Situation seid, dass euch ein Wort nicht einfällt oder ihr halt einfach beim Sprechen überlegen müsst, dann könnt ihr das ruhig so machen. So machen wir Muttersprachler das nämlich. Und wenn man das dann aufschreibt, z.B. in einer WhatsApp-Nachricht, dann sieht das so aus. Äh, keine Ahnung!

Um sicherer und selbstbewusster Deutsch zu sprechen, wie ein Muttersprachler, empfehle ich euch übrigens mein kostenloses E-Book mit 7 Tipps dazu. Unter dem Video hier ist der Link, wo ihr euch völlig gratis dafür eintragen könnt. Im nächsten Video dieser Serie über deutsche Vokale behandeln wir den kurzen I-Laut. Den spricht man übrigens nicht wie I aus. Das wäre dann nämlich der lange I-Laut. Wenn ihr dieses Video sehen wollt, dann abonniert am besten einfach meinen Kanal und drückt auf die Glocke. Dann kriegt ihr nämlich eine Benachrichtigung, sobald das Video online ist. Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf You-Tube und ich freue mich auf euch im nächsten Video dieser Serie.

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Akzentfrei Deutsch A2 B1 B2 | Schöne Pfingsten

In der deutschen Umgangssprache ist es üblich, den p-Laut am Anfang von Wörtern mit PF zu tilgen.

 

Heute ist übrigens Pfingstsonntag. Also wünsche ich euch schöne Pfingsten! Und an dieser Stelle in kurzer Hinweis zur Aussprache: wenn man sehr deutlich spricht, sagt man natürlich [ˈp͡fɪŋstn̩], ja. Aber wenn man schneller spricht, dann kann man das P einfach weglassen. Also es ist völlig normal in der Umgangssprache zu sagen: schöne  [fɪŋstn̩]! Heute ist Pfingsten. Heute ist Pfingstsonntag, morgen ist Pfingstmontag und ich wünsche euch schöne Pfingsten!

VonBenjamin

30 Sekunden Deutsch: REDUZIERUNG von Jahreszahlen | Akzentfrei Deutsch B1 B2 C1 C2

Jahreszahlen gelten als typischer Fall, wo es sich richtig anbietet, stark zu reduzieren. Wir reduzieren Laute und verbinden sie miteinander ja meist in Wörtern, die nicht zur Bedeutung eines Satzes beitragen, sondern eine grammatikalische Funktion erfüllen (sogenannte Funktionswörter) oder eben in Wortteilen mit dieser Eigenschaft. ⁠ Vor allem der erste Teil in Jahreszahlen („19…“) ist ja per se „unwichtiger“ als der zweite Teil, sodass wir eben den ersten Teil oft reduzieren. ⁠ 📌 Standardaussprache „neunzehnhundert…“: [ˈnɔɪ̯nt͡seːn ˌhʊndɐt] ⁠ 📌 Übliche Aussprache mit Reduzierung (wie im Video): [ˈnɔɪ̯nt͡sɐt] ⁠ 📌 Auch üblich (etwas weniger reduziert): [ˈnɔɪ̯nt͡sn̩hɐt] ⁠ 📌 Beispielsätze: ⁠ 1. Wann ist die Berliner Mauer nochmal gefallen? – 1989. ⁠ 2. Zwischen 1997 und 2014 haben Bund, Länder und Kommunen über eine Million Wohnungen an Konzerne verscherbelt. ⁠

Etwas verscherbeln = etwas zu einem sehr günstigen Preis verkaufen.

Transkript:

Wann ist die berliner Mauer noch mal gefallen? 1989. Was war das? 1989. Das ist eine typische Reduzierung im Deutschen.

Zwischen 1997 und 2014 haben Bund, Länder und Kommunen über eine Million Wohnungen an Konzerne verscherbelt.

 

VonBenjamin

3 Adjektive statt SEHR: Synonyme für LAUT, REICH, KALT | Wortschatz B2 C1

3 Synonyme: Adjektive statt „sehr“

  • wohlhabend: sehr reich
  • ohrenbetäubend: sehr laut
  • eisig: sehr kalt

Transkript:

Statt sehr reich könnt ihr sagen wohlhabend. Die Familie ist wohlhabend. Sehr laut ist ohrenbetäubend. Kannst du mal diese ohrenbetäubende Musik ausmachen? Sehr kalt ist eisig. Draußen ist es eisig. Der Kaffee ist eisig.

VonBenjamin

Aussprache und Sprechgeschwindichkeit

Unsere Aussprache und Sprechgeschwindichkeit sind abhängig von der Situation.

 

Kann ich das immer so aussprechen oder nur in Gesprächen mit Freunden? ⤵️⁠⁠
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Nehmen wir doch mal den folgenden Satz:⁠⁠
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📌 Sie ist nicht in den Kindergarten gegangen.⁠⁠
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Je nach Situation kann dieser Satz unterschiedlich klingen. Das hängt auch damit zusammen, wie schnell wir sprechen.⁠⁠
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1. Hochlautung⁠⁠
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👉🏼 Prüfungen, Tagesschau usw.⁠⁠
👉🏼 mehrere Satzakzente und Pausen⁠⁠
👉🏼 relativ langsam⁠⁠
👉🏼 wenige Reduzierungen & Assimilationen⁠⁠
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📌 Der Satz klingt dann so, wie ihr es wahrscheinlich gelernt habt. Diese Aussprache wird nur selten benutzt.⁠⁠
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2. Umgangslautung⁠⁠
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👉🏼 mehr oder weniger formelle Situationen (beim Arzt, auf Ämtern, im Unterricht, teilweise auf Arbeit)⁠⁠
👉🏼 weniger Satzakzente und Pausen⁠⁠
👉🏼 klingt für Deutschlernende ziemlich schnell (für Muttersprachler aber noch langsam)⁠⁠
👉🏼 viele Reduzierungen & Assimilationen⁠⁠
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📌 Das ist die Aussprache, die ihr mindestens lernen und selbst benutzen solltet, wenn ihr gut Deutsch sprechen möchtet.⁠⁠
⁠⁠
Der Satz klingt dann ungefähr so (die Schreibweise ist natürlich falsch und soll nur die Aussprache verdeutlichen):⁠⁠
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„Sie is nich inen Kindergartn gegang.“⁠⁠
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3. schnelle Aussprache⁠⁠
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👉🏼 in informellen Situationen (zu Hause, mit Freunden, Arbeitskollegen usw.)⁠⁠
⚠️ Oft hört man diese Aussprache auch in der Öffentlichkeit, z.B. in Geschäften, im Supermarkt oder in der Gastronomie.⁠⁠
👉🏼 meist nur ein Satzakzent, sehr wenige Pausen⁠⁠
👉🏼 klingt für Deutschlernende sehr schnell (für Muttersprachler aber normal)⁠⁠
👉🏼 sehr viele Reduzierungen & Assimilationen⁠⁠
⁠⁠
📌 Mit dieser Aussprache solltet ihr euch auf jeden Fall befassen, damit ihr uns deutsche Muttersprachler im beruflichen und privaten Alltag verstehen könnt.⁠⁠
⁠⁠
Der Satz würde dann ungefähr so klingen:⁠⁠
⁠⁠
„Sis nich ing Kindergartn gegang.“⁠⁠
⁠⁠
Wenn ihr Deutsch sicher beherrschen und authentisch sprechen möchtet, solltet ihr in den entsprechenden Situationen auch diese Aussprache selbst benutzen.⁠⁠
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Speichert euch diesen Post für das nächste Mal ab, wenn ihr mal wieder nicht genau wisst, ob ihr Reduzierungen anwenden sollt.

VonBenjamin

Deutsche Aussprache verbessern: Langes vs. kurzes I | Deutsche Vokale

Im heutigen Video über die deutsche Aussprache behandeln wir die Vokale [i] und [ɪ]. Wir gehen dabei auf den offensichtlichen Unterschied zwischen kurz oder lang ein. Allerdings werdet ihr auch mehr über gespannte und ungespannte Vokale lernen. Außerdem lernt ihr eine nützliche Redewendung und eine formelle Kollokation.

Transkript:

Hallo liebe YouTube-Deutschlerner! Das ist das zweite Video meiner neuen Serie über deutsche Vokallaute. In dem ersten Video ging es ja um das e-Schwa. Wenn ihr das gerne sehen wollt, dann klickt einfach mal hier oben drauf. Da kommt ihr direkt zu diesem Video und könnt euch dort alle anderen Videos dieser Serie anzeigen lassen.

Heute geht es um den kurzen I-Laut. Wenn ihr euch jetzt fragt: wieso kurzer I-Laut? I ist doch I. Dann muss ich euch tatsächlich enttäuschen. Es gibt nämlich tatsächlich zwei unterschiedliche I-Laute im Deutschen. Den kurzen und den langen. Und diese beiden unterscheiden sich nicht nur in ihrer Länge, sondern auch in der Aussprache. Es sind wirklich zwei unterschiedliche Laute. Wir beschäftigen uns heute mit dem kurzen I-Laut, weil es den langen I-Laut in den meisten anderen Sprachen auch gibt. Der dürfte also kein großes Problem darstellen. Ich gehe trotzdem kurz auch auf den langen I-Laut ein, vor allem, um den Unterschied zu verdeutlichen. Aber der Fokus soll hier eben auf dem kurzen I-Laut liegen. Hier seht ihr erstmal, wie die beiden Laute in der Lautschrift aussehen. Diese Lautschrift brauchen wir, da wir an der normalen Schreibweise im Deutschen nicht immer erkennen können, welcher Laut auszusprechen ist. Es gibt ein gespanntes I, so nenne ich das jetzt mal, weil der Mund da gespannt ist. Also nicht entspannt. Das ist meistens lang. In der deutschen Sprache. Und auf der anderen Seite gibt es ein entspanntes I. Das nenne ich so, weil da der Mund halt entspannt ist. Das ist immer kurz im Deutschen. Von diesem entspannten I gibt es also keine lange Version. So, jetzt hören wir die beiden Laute nochmal nacheinander. Zuerst den langen, dann den kurzen. Achtet mal auf meinen Mund. Da seht ihr mit Sicherheit, dass es bei dem langen I so aussieht, als würde ich lächeln und bei dem kurzen I nicht. Also da sieht es nicht so aus, als würde ich lächeln. Bei dem kurzen I-Laut ist mein Mund ganz entspannt. Und das liegt nicht an der Länge. Ich spreche jetzt mal den langen I-Laut einfach kurz aus und danach den richtigen kurzen I-Laut.

Der Unterschied ist subtil. Das ist vielleicht eine gute Kollokation für euch zum Lernen: ein subtiler Unterschied. Das ist ein ganz kleiner Unterschied, der aber doch wichtig ist. Man sagt auch, das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied. Für einige von euch ist der Unterschied vielleicht so klein, dass es ihnen gar keine Schwierigkeiten macht, oder dass sie es gar nicht merken. Aber ich dachte mir halt, wenn wir uns schon mit der Aussprache von deutschen Vokalen beschäftigen, dann sollte man das schon auch mal erwähnt haben. In jedem Fall ist es für euch wichtig, dass ihr zwischen dem kurzen und dem langen I-Laut unterscheiden könnt und beide richtig aussprechen könnt. Denn es gibt ja Wörter, wo das eben wirklich einen Unterschied macht. Hier sehen wir solche Wörter. Das sind Minimalpaare, d.h. sie unterscheiden sich in nur einem Laut. In diesem Fall haben wir Minimalpaare, die sich dahingehend unterscheiden, dass in dem einen Wort (links) der lange I-Laut und in dem anderen Wort (rechts) der kurze I-Laut ausgesprochen wird: bieten – bitten. Und vergesst bitte nicht auch nachzusprechen. Nicht nur anzuhören, was ich sage, sondern wirklich auch nochmal zu wiederholen um das zu trainieren. Miete – Mitte, siezen – sitzen, ihn – in, ihm – im, ihre/Ire – irre.

Ein Ire ist übrigens jemand aus Irland. In diesen beiden Wörtern kann man auch den Unterschied hören. IRE – lang. IRLAND – kurz. Und IRRE, das kann ein Adjektiv sein. Dann heißt es verrückt. „Du bist ja verrückt! Du bist ja irre!“ So kann man das benutzen. Es kann aber auch eine Form des Verbs „irren“, oder „sich irren“ sein. Man könnte sagen: „Vielleicht irre ich mich, aber ich denke das ist so“. Also das bedeutet vielleicht liege ich falsch, vielleicht habe ich Unrecht, aber ich denke es ist so. Hier sind noch ein paar weitere Wörter, die zwar keine Minimalpaare sind, also sich in mehr als einem Laut unterscheiden, aber trotzdem sehr ähnlich klingen und wo eben der Unterschied zwischen dem langen und kurzen I-Laut zu hören ist: riechen – richten, Ironie – ironisch (hier geht es um das zweite I, also am Ende) und noch: wir – wird.

In einigen Funktionswörtern wie z.B. Pronomen, wird der eigentlich lange I-Laut manchmal kurz ausgesprochen. Das ist dann nicht der richtige kurze I-Laut, der typische deutsche, sondern eigentlich der I-Laut, der normalerweise lang sein müsste und nur deshalb verkürzt ist, weil man schnell spricht. So sagt man zum Beispiel: „ihm“ hat ja eigentlich ein langes I. Es ist aber ein Funktionswort. Und Funktionswörter sind, wie wir wissen, meist unbetont und werden sehr schnell ausgesprochen. Deshalb ist das in normaler, gesprochener Sprache dann so, dass der Laut einfach verkürzt wird. Und daran sieht man eben auch wieder, dass das normale lange I und das normale kurze I wirklich zwei unterschiedliche Laute sind. Weil wir ja hier in dem Wort „ihm“ nicht das richtige kurze I aussprechen, sondern eben den Laut, der normalerweise das lange I repräsentiert, und den sprechen wir hier halt so schnell aus, dass er verkürzt wird. Also man sagt halt nicht: „Wie geht’s im?“ Das wäre das richtige kurze I, das ist aber falsch, sondern „Wie geht’s ihm?“ Und in einigen Fremdwörtern passiert genau dasselbe. Zum Beispiel: Chemie – langes I Chemikalie – das ist das gespannte I, also derselbe Laut, der normalerweise eben das lange I repräsentiert nur kürzer ausgesprochen Es ist kurz, aber trotzdem gespannt. Typisch für einige Fremdwörter. Aber: Chemiker – hier haben wir das typische kurze I. Das ist eben der Laut, wo der Mund entspannt ist. Nochmal der Unterschied. Ganz ganz kleiner Unterschied, aber doch wichtig. Andere Fremdwörter, bei denen wir das gespannte I kurz aussprechen, wären z.B. wieso – obwohl man hier ie schreibt, spricht man wirklich ein kurzes [i], aber es ist halt das gespannte [i]. Wie schon gesagt, das sind kleine, aber feine Unterschiede. Aber wer sich mit der Aussprache beschäftigt, sein Hörverstehen und seine Aussprache verbessern will, der kommt da nicht drum rum. Das bedeutet, der hat keine Wahl, er muss sich halt auch kurz mal damit auseinandersetzen.

Wenn ihr andere Wörter kennt mit diesen Phänomenen oder bei bestimmten Wörtern vielleicht nicht sicher seid, welcher I-Laut auszusprechen ist, dann schreibt sie gerne in die Kommentare. Im nächsten Video dieser Serie geht es dann um den Ä-Laut, den wir übrigens nicht nur für Wörter mit dem Buchstaben Ä, also A-Umlaut, brauchen. Abonniert am besten meinen Kanal und aktiviert Benachrichtigungen, indem ihr dann auf die kleine Glocke da klickt, damit ihr das nächste Video direkt anschauen könnt, wenn ich es veröffentliche. Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf YouTube und ich freue mich auf euch im nächsten Video.