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Wortschatz Deutsch: die Flaute | 30 Sekunden Deutsch | Deutsch mit Benjamin C1 C2

Lasst uns mal wieder den Wortschatz erweitern! Heute lernt ihr das Verb ABFLAUEN kennen sowie das Nomen DIE FLAUTE.

 

Transkript:

Hallo zu einer weiteren Folge 30 Sekunden deutsch! Eben bin ich auf diesen Instagram-Beitrag von der Tagesschau gestoßen, in dem steht: die Lage auf den Intensivstationen flaut ab. Mir geht es hier um das Verb abflauen. Das bedeutet, dass sich die Lage entspannt. Dieses Wort stammt von dem Nomen die Flaute, das wiederum ein Begriff aus der Wirtschaft ist und eine Situation beschreibt, in der von einem bestimmten Produkt wenig gekauft wird. Man benutzt aber dieses Nomen auch in anderen Situationen. Es herrscht Flaute, es passiert nichts.

 

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Synonyme für „(nicht) zögern“

Heute könnt ihr wieder euren Wortschatz erweitern. Also fackelt nicht lange und schaut euch das Video an!

Transkript:

Hallo liebe YouTube-Deutschlerner und willkommen bei Deutsch mit Benjamin, der ersten Adresse für alle fortgeschrittenen Deutschlerner, die ihre Deutschkenntnisse perfektionieren wollen.

Und heute gebe ich euch ein paar Redewendungen beziehungsweise Formulierungen mit dem Wort fackeln. Und wir fangen an mit dem Nomen die Fackel. Was ist eigentlich eine Fackel? Eine Fackel ist eigentlich so ein Stock. Ein Stock, auf dem oben eine Flamme brennt. Das heißt, man kann das oben anzünden und dann hat man diesen Stock. Oben ist die Flamme und man kann das nutzen als Beleuchtung als Beleuchtungskörper sozusagen, ja. Um einen sehr dunklen Raum unter der Erde zum Beispiel zu erhellen. Das ist eine Fackel.

So und dann haben wir das Verb fackeln. Und im übertragenen Sinne bedeutet das sowie zögern. Man benutzt es meistens in einer Negation. Das heißt, man sagt meistens: Ich habe nicht lange gefackelt. Oder: Ohne lange zu fackeln, habe ich das gemacht. Und das bedeutet: Ohne lange zu zögern. Ich habe nicht gezögert, ich habe es gleich gemacht. Zum Beispiel, wenn ich über ein Problem eine Herausforderung spreche.

Nehmen wir das Beispiel. Ja, meine Schwester möchte sich von ihrem Freund trennen, ja. Und sie möchte sofort ausziehen. Sie hält es da nicht mehr aus. Die ganze Zeit streiten die sich. Es fliegen die Fetzen. Das ist übrigens auch eine schöne Redewendung. Es fliegen die Fetzen heißt: Sie streiten sich, ja. Sehr sehr heftig. Genau. Sie hält es nicht mehr lange da aus. Sie will weg. Sie ruft mich an, erzählt mir davon und bittet mich um Hilfe. Dann kann ich sagen: Komm! Fackeln wir nicht lange, ich komme zu dir. Ich hole dich ab und du kannst erst mal ein paar Tage bei mir unterkommen. Wenn ich dann später davon erzähle, dann könnte ich sagen: Als sie mich angerufen hat und mir von ihrem Schicksal erzählt hat. Von ihrem Leiden, von ihrer Situation erzählt hat, habe ich nicht lange gefackelt. Ich bin einfach hingefahren, habe sie abgeholt und habe ihr gesagt, dass sie erst mal eine Weile bei mir unterkommen kann, ja.

Ich habe nicht lange gefackelt. Ohne lange zu fackeln, bin ich zu ihr gekommen und habe sie abgeholt und mitgenommen. Ohne lange zu fackeln. Ich habe nicht lange gefackelt, okay? Das wäre eine Möglichkeit. Also ein Problem einfach angehen, ohne lange zu warten, ohne länger darüber nachzudenken, dass irgendwie abzuwägen, ja. Sollte ich das jetzt machen? Was wären jetzt die Vor- und Nachteile. Sondern einfach das Problem angepackt. Ich habe das Problem angepackt, ja.

Eine andere oder ein anderes Beispiel wäre: Ich sehe ein Angebot für einen neuen Computer und dieses Angebot fesselt mich. Ich finde das Angebot so gut, so Klasse. Ohne zu fackeln, kaufe ich den Computer einfach. Also ich denke mir einfach: So ein super gutes Angebot, das kommt mir nicht alle Tage unter. Also werde ich jetzt einfach kaufen. Ich werde jetzt einfach annehmen dieses Angebot, ja. Ich werde jetzt nicht lange fackeln. Ich werde jetzt nicht lange drüber nachdenken, ich kaufe mir den Computer einfach. Also ich fackele nicht lange. Ohne lange zu fackeln, kaufe ich mir den Computer. Das wäre auch eine Möglichkeit, das so zu benutzen.

Eine andere Möglichkeit, das ist dann schon noch übertragener, würde ich sagen und auch nicht mehr so häufig, aber auch in dieser Bedeutung kann man es antreffen. Wenn jemand… Zum Beispiel, wenn ihr bei einem Vortrag euch anmeldet oder so, ja. Oder bei einem Seminar und ihr geht dahin und ihr erwartet vielleicht, dass es erstmal langsam losgeht. Ihr bekommt vielleicht erstmal eine Einführung. Aber es geht sofort los. Also von Minute eins an werdet ihr dort mit Informationen überschüttet und überhäuft und ihr könnt euch gar nicht mehr retten, ja. Also ihr seid ein bisschen überfordert, es geht irgendwie viel schneller als gedacht, viel schneller als erwartet. Entschuldigt, dass jetzt hier gerade dieser uralte VW-Bus steht. Sorry, aber ich hoffe, dass sein Motor gleich ausgeht. Na ja auf jeden Fall …
Genau, dann könntet ihr auch sagen: Okay ich bin da zu diesem Seminar hingegangen und ich dachte,
dass wir erst mal eine Einführung bekommen. Aber nee, also ohne zu fackeln, ohne Umschweife könnte man auch sagen. Ohne Umschweife, ohne zu fackeln sind wir gleich richtig in die Materie eingestiegen und es ging gleich los mit dem Unterricht, ja. Mit dem Thema. Also ohne zu fackeln jetzt… Warum muss er jetzt ausgerechnet genau hier parken weiß ich nicht und doch noch weiterfahren… Aber jetzt ist er weg, super! Also ohne Umschweife, ohne abzuschweifen, ohne lange zu fackeln sind wir direkt los also sind wir direkt in die Materie eingestiegen und haben direkt angefangen.

Ja, das wäre also auch noch eine Möglichkeit, wie man diese Redewendung benutzen beziehungsweise antreffen könnte, ja. Kennt ihr vielleicht auch solche Situation, beziehungsweise könnt ihr euch noch andere Situationen vorstellen, wo ihr das benutzen könntet. Also ich habe nicht lange gefackelt. Und dann sagt man oft auch einfach dazu, ja. Ich habe nicht lange gefackelt und dann bin ich einfach zu meiner Schwester gefahren und habe sie abgeholt. Ich habe nicht lange gefackelt und habe den Computer einfach gekauft. Also ich habe nicht lange gefackelt. Einfach und einfach, ja. Oder ohne lange zu fackeln habe ich einfach das und das gemacht. Kennt ihr solche Situationen? Habt ihr vielleicht eigene Beispiele, die ihr in die Kommentare schreiben könntet? Ich würde mich sehr freuen. Gebt gerne dem Video auch ein Daumen nach oben, wenn euch das geholfen hat und euch diese Redewendung gefällt.

Ihr lernt Deutsch mit Benjamin auf YouTube und ich freue mich auf euch im nächsten Video.

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10 Redewendungen, um Menschen zu beschreiben

Redewendungen und Redensarten sind unerlässlich, wenn ihr euren Wortschatz erweitern wollt. Deswegen habe ich hier eine Liste für euch mit 10 Redewendungen, mit denen man Menschen beschreiben kann.

1. ein dickes Fell haben

die Fähigkeit, Kritik, Rückschläge oder ähnliche negative Eindrücke und Situationen problemlos aufzunehmen

  • Servicemitarbeiter bei der Deutschen Bahn brauchen ein dickes Fell, weil sie täglich mit aufgeregten und wütenden Fahrgästen konfrontiert werden.
  • Mach dir keine Sorgen, dass Lena sauer auf dich wird – sie hat ein dickes Fell und kann mit Kritik umgehen.

2. keiner Fliege was zuleide tun können

gutmütig, liebenswürdig, vorbildlich und harmlos sein

  • Ich kann gar nicht glauben, dass die Chefin Karl wirklich angeschrien haben soll – sie kann doch keiner Fliege was zuleide tun.
  • Der Nachbar sieht zwar ein bisschen gefährlich aus, aber in Wirklichkeit könnte er keiner Fliege was zuleide tun.

3. sich (Dat.) einen Namen gemacht haben

sehr bekannt für eine Errungenschaft oder Eigenschaft sein

  • Die Politikerin hat sich einen Namen für ihren Einsatz gegen Rassismus gemacht.
  • Die Sängerin hat sich weltweit durch ihre atemberaubenden Live-Konzerte einen Namen gemacht.

4. auf jmd. (Akk.) ist Verlass

wenn jemand verlässlich ist

  • Auf sie ist immer Verlass: egal, was ich brauche – sie ist immer für mich da.
  • David ist der einzige, auf den wirklich immer Verlass ist.

5. sich (Akk.) für sonst wen halten

arrogant und hochnäsig sein, da man glaubt, dass man alles am besten kann

  • Du hältst dich wohl für sonst wen!
  • Eine der Kolleginnen überschreitet ständig ihre Kompetenzen und hält sich für sonst wen.

6. nicht (gerade) der/die Hellste sein

dumm sein

  • Frank hat wirklich gedacht, dass Bonn die Hauptstadt von Deutschland ist. Na ja, er ist eh nicht gerade der Hellste.
  • Wenn sie dieses Argument nicht begreift, dann scheint sie wohl nicht die Hellste zu sein.

7. sein Herz auf der Zunge tragen

kommunikativ sein

  • Der Schauspieler trägt sein Herz auf der Zunge und hat keine Angst, öffentlich seine Meinung zu sagen, auch auf die Gefahr hin, dass er kritisiert wird.
  • An meiner Uroma mochte ich besonders, dass sie ihr Herz auf der Zunge getragen hat.

8. Stille Wasser sind tief.

Sprichwort

Auch introvertierte, zurückhaltende Menschen können bemerkenswerte Fähigkeiten haben oder selbstbewusst handeln.

  • Er ist ja eigentlich eher ruhig, aber diesmal hat er lautstark mitdiskutiert. Stille Wasser sind tief.
  • Zu Hause redet Toni ja nicht viel, aber sie hat jetzt einen neuen Job als Motivationstrainerin. Stille Wasser sind tief.

9. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Sprichwort

Oft übernimmt man die Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen seiner Eltern.

  • Sie strebt genau wie ihr Vater immer nach Perfektion. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
  • Jetzt verhältst du dich genauso, wie du es bei deinen Eltern immer kritisiert hast. Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm.

10. die Ruhe weghaben

sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen; auch in schwierigen Situationen immer ruhig und gelassen bleiben

  • Während alle von dem Lärm fast verrückt geworden sind, hat Daniel weiter sein Buch gelesen. Er hat die Ruhe weg.
  • Du hast aber auch die Ruhe weg, oder? Wir müssen los! In fünf Minuten kommt der Bus!